ı
% er 77
HH; 7
DR DRERITE DR ; DH ÜHRREBRER Wh
FF, B WERTEN HN NN Hi DREIER, UHREN] IENDEEEE, DI RKEEEILEE, HN
KiEh ehr BE TFLREr Ber
134 13
NAUMANNIA. Archiv für die Ornlihelogie,
vorzugsweise Europa’s. Organ der deutschen Ornithologen - Gesellschaft,
4 Herausgegeben
von
Eduard Baldamus. In "2
a ee
Erster Band.
. Mit 2 lithographirten Abbildungen von Circus Mülleri, Heug., und Sylvia Naumanni, v. Müll.
Stuttgart, 1851. Druck und Verlag der Königl. Hofbuchdruckerei Zu Guttenberg-
London, Williams & Norgate, Henrietta Street, Coventgarden. Paris, chez Fr. Klincksieck, {1 Rue de Lille.
Bat a
At KU R
Vorwort.
'
Die zahlreichen Freunde der Ornithologie erhalten. hiermit endlich ‘das I: Heft der Naumannia. Es haben: sich, dabei nur deutsche Ornithologen betheiligt, darunter -Namen ersten Ranges. Indess' schon für die nächsten Hefte glaube ich dem: ornitholo- gischen Publikum Beiträge ‘auch von -ausserdeutschen Koryphäen unserer Wissenschaft versprechen zu dürfen; wenigstens habe ich » Nichts versäumt, : um die ' betreffenden Forscher : Englands, Frankreichs „: Hollands, Belgiens, der Schweiz, Italiens, Ungarns, Skandinaviens und Russlands für das die Centralisation der 'ge- sammten, einzelnen Beobachtungen etc. bezweckende Unternehmen zu gewinnen, wie mir denn auch bereits vom Auslande her manche freundliche Zusage ‘geworden ist. Denn obschon: für eine: voll- ständige Bearbeitung auch der deutschen Ornis keineswegs das genügende Material bereit liegt: — so ist; doch ‚immerhin. das mittlere Europa den Extremen des: Erdtheils auch in dieser -Be- ziehung weit 'vorangeeilt,; und neben, dem’ überaus "wichtigen Osten und S.-Osten sind es auch der: S.-Westen und theilweise der Norden’ des europäischen Kontinents; von’ denen eine Ver- vollständigung ‘des ornithologischen Stoffes hauptsächlich zu 'ge- wärtigen ist; wie'man denn überhaupt nicht‘ läugnen kann, dass, mit Ausnahme des Westens, das Studium der ‚europäischen Ornis seit einigen Decennien an intensiver wie extensiver Verbreitung
vI
ungemein gewonnen hat. Aber der Mangel an ausreichender Kenntniss einzelner Species, ja ganzer Genera, hat die systema- tische Bearbeitung des vorliegenden Stoffes nicht verhindert, und wir können nicht umhin, eben hierin den Grund der zum Theil _ verwirrenden Abweichungen in der Systematik und Synonymik zu sehen; ja weit entfernt, den Grund dieser vielbeklagten Er- scheinung in der besondern, Abgeschlossenheit und Abrundung der Klasse:der Vögel zu finden, spricht vielmehr diese Abgren- zung gerade für die Möglichkeit einer Einigung der eg Divergenzen. © „us tig :(
Vor der ‘Hand ''können .dahermur „Beiträge zur Orni- thologiie* als wissenschaftl: Erwerb gelten: Hand=' und Lehrbücher, systematische Bearbeitungen 'ete.. können 'der- Natur ‚der Sache nach’ kaum’ den Ansprüchen einer annähernd erreichten Vollständigkeit entsprechen.: Das aber; gilt nicht nur von,den Bearbeitungen der! europäischen Ornis ‚sondern‘ auch von’ denen ‚einzelner ‚Länder, ja’ der Provinzen.:' 'Am- nächsten »möchte «das Ziel ıchorographischer Bearbeitung noch in Ländern: von. insula- rischer Abgrenzung ’zu erreichen: sein, wie‘denn'-Grossbritannien den 'naheliegenden Anforderungen in: seiner reichen und: vortrefl- lichen Literätur‘ vergleichungsweise ' zumeist entsprochen hat.
„sb » Wir bieten nun im unserer Zeitschrift ein Magazin, eine Niederlage für, die Produkte 'der vorläufig immer och: vor- zugsweise der praktischen‘ Beobachtung: \zügewändten,ornitholo- ‚gischen Studien.‘ Wir; werden, um die Möglichkeit: irgend eines Abschlusses 'anzubahnen, dem europäisccheni-Stoffe den Vorzug zw &eben , von) dem exotisichems den'.ders nördlichen He- misphäre > wegen; vielfacher Analogieen!iund: Affinitäten mehr! zu berücksichtigen‘ haben, ohne die ‚exotische‘ Ornis ‚überhaupt aus- zuschliessen.«‘ Das bisheriz er str eute--Mäteriäl an'-monogra- phischen‘, /chorögraphischen etc. Arbeiten sollı gesammelt ,'es
vH
soll ein Inventarium darüber ‘aufgenommen und fortgeführt ‚werden.‘' Der Vollständigkeit halber wird die gesammte, hierher ressorlirende Bibliographie allmählig aufzunehmen sein. Um endlich einen Standpunkt zu ‘gewinnen, von dem eine erspriess- liche Orientirung über das Geleistete sowie über das noch zw Lieistendemöglich ist; um 'eine 'zweckmässige Theilung der:Arbeit:zu vermitteln, werden von Zeit zu Zeit (am'Schlusse des Jahres) Uebersichten zu geben sein von dem jeweiligen Befunde der ornithologischen Studien.
"Das istin Kurzem der Plan, den wir uns für unsere Nau- mannia gezeichnet haben. Er schwebte mir bereits vor, als ich im Jahre 1845 die erste Anregung zu jenen ornithologischen Kongressen gab, deren regelmässige Wiederkehr nur im ver- flossenen Jahre und zwar lediglich durch rein äusserliche Hin- dernisse unterbrochen ward. Die Idee einer Theilung der Arbeit in der Weise, dass den Einzelnen monographische Studien ein- zelner Gruppen, Familien, Genera empfohlen wurden, fand damals vollen Beifall, und hat bereits ihre theilweise Ausführung und ihre Früchte getragen. |
Und so richte ich denn nochmals im Namen unserer schönen Wissenschaft an alle Freunde derselben die Aufforderung zur Betheiligung an unserm Unternehmen! Sollte dem Einen und Andern der diese Aufforderung enthaltende Prospekt nicht zugekommen sein, — es geschah die Versendung meist auf dem Wege buchhändlerischer Gelegenheit — so möge man es . nicht mir und noch weniger der. Wissenschaft, der allein wir durch unsere Zeitschrift zu dienen trachten, entgelten lassen!
Schliesslich glaube ich dem ornithologischen Publikum noch die Erklärung schuldig zu sein, dass die Beseitigung der Hinder- nisse der ungebührlich langen Verzögerung des I. Heftes nicht in meiner Macht lag. Auch der jetzige Verleger trägt insofern
vm
einen Theil ‚der Schuld, als er die Vollendung des Druckes weit über die bestimmte Zeit hinaus verzögert hat. Die Redaktion hat indess die nöthigen Maassregeln ergriffen, um für die Zukunft das geregelte und pünktliche Erscheinen zu sichern:
Ob endlich die Naumannia ihrem ursprünglichen Plane ge- mäss in Quartal-Heften erscheinen kann, hängt: lediglich von der Betheiligung ‘des Publikums an: unserem Unternehmen‘ ab.
Diebzig bei Köthen, im September 1849.
E. Baldamus, Pfarrer.
8
*
. Vorwort.
*
Inhaltsverzeichniss des ersten Bandes.
Erstes Heft. 1.
i Seite Das Vorkommen seltener euro- päischer Vögel in Anhalt. Von Prof. Dr. J. F. Naumann . . 1 Ueber den aschgrauen Kuckuk. Von Ev. Homeyer. .. .t Ueber den Federwechsel der See-
taucher. Von demselben . . . 14
. Beitrag zur Naturgeschichte des
Pirols. Von R. Tobias .. .17 Ueber das Nisten der Wachhol- _ derdrosseln in Deutschland. Von Chr. L. Brehm... . „sars!.’22 Ueber den Natternadler, Aquila brachydactyla. Von W. Pässler 24 Beiträge zur Naturgeschichte eini- ger dem $.-0. Europa’s angehö- render Vögel. Vom Herausgeber 28 Der Winter in Egypten, in omi- thologischer Hinsicht. ‚Von Al- fredBrehm. , .., . 44
. Beitrag zur Netnrgedchichte dbs "Hausröthlings, Sylv. Kr: Von
a Tobias... 2 52
<
10
-Ornithologisches Material. Vom Herausgeber . . . ... .5
. Etwas über die Arten der euro-
päischen Vögel: ; Von L, Brehm 69 RE
Berichte und Anzeigen . . . 78
Zweites Heft. T.
1. Das Vorkommen seltener euro- päischer Vögel in Anhalt. Von Prof. Dr. oJ. 'F. Bee (Fortsetzung.) . ine
2. Der Aufenthalt und Zug der Vö- gel vom 1. August 1848 an. Von Chr. L. Brehm :
3. Die Unter-Renthendorfer Teiche und dieSchilfsängerjagd auf den- selben. Von,Chr, L. Brehm ,
4. Ueber Rupicola aurantia, Cuv. Von R. Schomburgk . .
5. Ueber Abweichungen einiger Vö- gel in Bezug auf Nestbau, Grösse und Farbenzeichnung der Eier. Von W, Pässler . «
6. Beitrag zur Naturgeschichte des europäischen Kukucks. Von G.
4. Kunz. ..
7. Eine ornitholog. Excursion nach der Insel Pöl. Von H. D. F. Zander. .
8. Beobachtungen über Zug- und Strichzeit in Süddeutschland vor- kommender Vögel. Von Th, Heuglin. . ca,
9. Das Genus Calidris, II. Chr. L. Breim! . .
10. Beiträge zur Naturgeschichte einiger dem Süd-Osten Europa’s „angehörenden Vögel. Von E. Baldamus, (Fortsetzung,) .
II.
11. Zur Bibliographie der europäi- schen Ornis '.\, vw nd,
i . III. r
40. Notizen ... zuanam van a IV. |
13. Bekanntmachungen , . .
Von
Seite
29 34
St
nn
4,
10.
11.
12.
. Th. Heugliny
Drittes Heft. I.
Seite
..J. F. Naumann, kritische Be-
merkungen über einige in Deutsch- land seltene Drosselarten . . 1 Baron von Löbenstein, or- nithologische Notizen, gesam- melt auf einer Reise in Ungarn,
1840 ® # . 3% . . ® . . . 12 . Ch.+E, Brehm, einige Bemer- "
kungen über europäische und nordost-afrikanische Vögel und Beschreibung einiger neuen Vögelarteun .. 7% .. = les Th. Heuglin, über Falco ar- cadicus, Lindenmayer, F. Eleo- norae, Gene, und. F..concolor,, Tomminck. 5...» 0 0ec sau ae über Cireus
Mülleri we
. N. Kjärbölling, Verzeichniss
der in Dänemark vorkoinwen- den selteneren Vögel. ... . 38 W. Pässter, Beobachtungen über einige inländische Vögel . 56 G. H. Kunz, kritische Beleuch- tung des Aufsatzes: „Ueber Aquila brachydactyla.“ (Nau- mann I. pP: 4). 2,7. .....61 Baron v. König-Warthausen und Th: ‚Heuglin, Beobach- tungen ‚über . die Fortpflanzung verschiedener Vögel ‚in, Süd- West-Deutschland ... wer G..B..Hopff, Vogel-Fauna des Wupperthales, mitgetheilt v. Dr. Fuhlrotti .o2. ie.
64
IE.
Notizen.
Nekrologe . ». 2. ..: ».2..8 Zum ‚Verzeichnisse der, lebenden Ornithologen » 81a,“
. HIE Bekanntmachungen. | Ornithölogen-Versammlung + . 87 Auszug aus dem Protokoll der
vierten Ornithologen-Versamm- lung... sale anditaiitige Aufforderung ‚zum Beitritt zur
-deutschen Ornithologen - Ge- sellschaft... 2 ...8
Naumanns-Stiftung °. 95
Wahl des Termines der nächsten Versammlung. (in Berlin 1851) 95
“4
- Hefte zu meiner
on Bo
10.
Viertes Heft.
I. Vorwort. Seite
Vorläufige Anzeige der seit c. 30 und einigen Jahren in Deutsch- land vorgekommenen, früher hier nicht bemerkten oder übersehe- nen fremden Drossel-Arten, welche in naturgetreuen Abbil- dungen und Beschreibungen für die ‚nächsten Supplement- aturgesch. d. V, D. ausführlicher dargestellt werden sollen. Von J. Friedr.
Naumann. „age es Einiges über die Abänderungen der Motacilla alba L. und des Bu- dytes flavus, Cuv. ‚Von H. D. ET N er ES Ueber Prionites Momota. Von Richard Schomburgk |
Gruppe der Zwergadler: Von Dr. Baron. J. W. v.. Müller,» .... 24 Sylvia Naumanni, Von Dr. Baron IWW V Müller? 2020 8:20
.. Diagnosen der in dem ersten
Bande der Beiträge zur Ornitho-\. logie Afrika’s von. Dr. John W. v..Müller enthaltenen neuen u EREE Bemerkungen über einige Vögel, vorzugsweise ‘über die Fi ortpflan- zung der Turdus;pilaris L« ‚Von Otto v. Boenigk ., . 1.7. 29 Notice sur les Fous d’Euröpe (gen. Sula). Par Auguste Le- fevrre-......mdasd sb .id). Beiträge zur Naturgeschichte; ei- niger dem $.0. Europa’s ange- hörender Vögel. Fortsetzung. Von E. Baldamus . .. Vorläufiges über Aepyornis'maxi-
37.
‚mus,.Isid. Geoffroy. (Aus einem
Briefe an Prof, Dr.. Naumann von J.W.v.Mülleru.E. Baldamus 48
.. Verzeichniss der in der Oberlau- . sitz vorkommenden Vögel. Von
Robert:Tobiası „.....,
» Die Oologie und die Systematik.
damuüs. 69
Aphoristisches v. E. Ba
« Quelques ‘renseignements nou-
veaux sur l’Aepyornis maximus,
“par Mr, le Prof. I. Geoffroy h 7
—
“
SH lei a; ’ o mr R Zur Naturgeschichte der C,„Locu- stella. Von E. Baldamus ... 76
. Das 'Ei von Circa&tos gallicus. von demselben ©.» ul ..B8
Fa aaa
Een nn... . 86
Ir.
.. Berichte und Bekanntmachungen 89
-„gollaa lor gaiyıa: )
“ ; z 1 £ . . , 4 . P oda „E p ” r z io abiad : Bbrnlallimıs us Kloiı 18 more a
+95 Kife ni yon! 13 le & j j un z > A T
-IN01 il RN 15% Yr
mi ai Ga ji i HA tEW | T g 7
IN; ut j = z rt dl
«Rh 19 2 I; BR ea T. I ' i Ä ’3 152 7 I) Njıet
uOYV TE 3lal 3 FR Bill 900: 6 | als zuedermh AST a3? oilmin. iödeibrümtolb. kom Seil
es Vorkommen str arsch Vize M u
"Von agb
man mab- aov wo) RrehuR, J. KARO: 5? aha ih (os nee vr eis: nsaalolimO set elietens kurze. Uebersicht ; ‚en re baren ornithologischen Seltenheiten stützt) sich «aufs Erfahrungen‘, die ‚einen Zeitraum »von! fası zwei: Menschenaltern.' umfassen; da bekanntlich mein: verstorbener Vater vonüdugend' auf bis: in’ seinohohes Alter nie‘ aufhörte;.ein eifrigen»Beob- achtör der befiederteni Lufibewohner zu sein und!iam der.:Hand:der: Natur sein; höchstes:Glück \in’/den Studien der vaterländischen Ornithologie fand; so wie \dasselbe von frühester Jugend- an’ auch-auf mich- überging»und von.mir bis\ jetzt fortgesetzt wurde, |Auch, Hürfte . es-eine lobende Anerkennung verdienen, dass./meine Brüder: (vorzüglich ‚der smitllere), als "bewährte Vogelkenniet , redlich,.dazu mitgewirkt 'habenyi und ‘zwar /£benfalls von Jugend auf! ‚Keineswegs darf „main. dabei» befürchten.,\ Einer; oder | der Andere ‘von uns» habesichshierbei' auf.Hörensagen ‚eingelassen; esısollen vielmehr. nur eigene Erlebnisse mitgetheilt werden... Möchten diese indessen auch! für) Manchen‘ nicht viel Neues enthalten, | so »wird‘es! doch. vielleicht Anderri nicht »uninteressant sein, hier zusammengestellt zu: finden, was auf ieinem Komplex von wenigen Quadratmeilen zui sammeln möglich war: -ı» /Von den @eierim(Vultur cinereus «$ V.- fulvus);: haben wir.für Anhaltikein.Beispiel;/.dass einerderselben hier‘, exlegi ‚worden; |wäre. Nür » ein:»einziges Mal (1848) fanden: wir "während: -eines; sehr, (gelinden Winters ‚-im Januar, die! unver kennbaren‘ Fährten: eines: solchen auf dem: damals‘ frisch 'gefallenen;‘-spärlichen Schnee; neben «und, zwischen jungen »Kiefernansaaten von‘ verschiedener ‘Höhe, ) aüf sonst ganz freieni Felde. «Die enorme Grösse dieser, Fährte‘, an. welcher ich , "zw.meiner vollkommenen Ueberzeugung ‚ alle Zehen und Nägel ausmessen konnte und’ auch” wirklich. ausmass, — zei 10 zur Genüge, dass ‚sie ‚yon, ‚einem
sehr“ grossen ‚Individuum (‚herrührte;, "welcher ‚von den. genannten beiden Naumannia. I. 1. 1
2
Arten sie aber angehörten, war nicht zu ermitteln, da beide Arten im Fussbau' sich zu sehr ähneln. — Dagegen wurde mehrere, Jahre später ein Vultur cinereus ganz in unserer Nähe, in der Gegend von Friede- burg an der Saale, wirklich erlegt und ist gegenwärtig ausgestopft im Besitz des Hrn. Giebelhausen zu Zerbst. Es scheint dies Exemplar, wenn auch durchaus nicht junger Vogel, doch ungewöhnlich klein von Statur, und trägt zudem noch eine besondere Merkwürdigkeit, nämlich auf den, Flügelg einige rein weisse zwischen den gewöhnli färbten ARE un ech De A LA 20 Le are eht art machen; ein Vorkommen, das in der Geiergattung gewiss sehr selten sein möchte. Di
Die grossen Arten’ derLinneischen Gattm$ "Falco, von den neuern - Ornithologen als verschiedene Gattungen (Genera), und die edelsten unter dem’ besonderen generischen ‘Namen : Aquila aufgestellt ‚waren»bekannt- lich lange 'Zeit'dein Forscher: ein wenig: 'bebautes Feld. »' Seit "Linne und Pallas meistens: bloss auf das Besehauen der»in‘Sammlungen 'vorkoimmen- den Fxemplare beschränkt, ;ohne sich. mit'oder:lebenden ‘Natur darüber berathen zu können; wollte man unter Anderm«den' Falco (Aguila)) chrys sa etws jener'beiden Forscher nicht als eigene ‘selbstständige Art, son dern 'blossvals Alters -!und Geschlechts-Verschiedenheit' von Falco'fwl vous Linn.’ betrachtet wissen, »bis Temminckv'den 'Linne’schen Fa leo Chrysaetus in seinem ıFaleo'imperiwlis aufgefunden ‚zwihaben vermeinte,‘\ Wie: "wenig: indessen \auch‘ die‘ Diagnoseil'von . Linn &>und Pallas,> deren! F.uchrysdetus beigelegt ‚’mitöder'von Tiemminck zu seiner dem F. wmperialis gegebenen‘.'zu vereinbaren war 5 eines klimatisch sehr verschiedenen‘ Aufenthaltes beider ' Arten » gar‘ nicht ‘zu gedenken ‚so: blieb doch lange genug des Letztern‘ Meinung‘ die' herr- schende. ‘Mein’ nachheriges ' Auffinden der- Vogelart, welche‘ Linne und‘P-allasıunverkennbar unter ihrem’ F. chrysaetus oderıGoldadler gemeint haben müssen, so! wie das‘Untersuchen Jund: Feststelleh der/Ver- schiedenheiten, nach Alter und Geschlecht, zwischen diesemund' Falco (Aquila) fule us oder''dem (häufigern) Steinadler im L-Heftder Nach- träge zu: meiner‘'Naturgeschichte ‘der Vögel: Deutschlands, lässt uns«die Sache in einem "ganz andern und zuverlässig richtigen-Lichte erscheinen. *) Der: Goldadler, F. (A) chrysadtus;, Ly) mit etwas längerem und ganz anders -gezeichnetem ' Schwanze , ein »Unterscheidungszeichen ‚das
mv Toersiilelst uf ir u is vn I9U3:3 IH 9: FIOALLU
‚), Erst neuerlich, wurde eine gute Abbildung des jungen Vogels unseres Linn,
‚. Goldadlers, aber als junges Mänuchen des Steinadlers bezeichnet, auf Taf. 17 gegeben) in Susemihl’s und Schlegel’E' Vögel Europa’s |“
19
‘ 3
selbst in“ bedeutender‘ Entfernung: unsern: Vogel: kenntlich macht, auch von stärkerem' oder! nöch' kräftigerem Körperbau als der Steinadler,; gehört’ eigentlich nur) «dem Norden an, während‘ 'Temminck’s Falco imperialös ‚oder König’sadler nie unter! so hohen Breitegraden , son- dern mehr im:Süden und ‘Südostenvsich findet, wenn auch die Ausdeh- nung des Aufenthaltes’ bei so 'energischen 'Fliegern, wie die‘ Adler, ‚eine sehr''grossarlige bleibt.» Denn nicht allein ‚| dass unser @oldadlerıNor- wiegen, das'obere’Schweden'und Russland, nebst’Sibirien ‚wahr- seheinlich indessen ganzer Ausdehnung nach Osten zu, bewohnt, so ist er 'uns:selbst/auch unter anderen Vögeln aus’Griechenland zugekom- men; So hat denn: auch\wunser Anhalt: diesen. herrlichen ' Adler ; wie ein» yor» wenigen Jahren unweit: depnStädt! Zerbst serlegtes rn. (imo Besitze des’ Hrm \Giebelhausendaselbst) 'beweist. "u Der Königsadlery»Faloosimperialis,, Temm. oder | ee imperialis nov. auct. ist zwar ein sehr schöner und grosser’ Adler, aber doch eiwas) kleiner und ‘bedeutend: schwächlicher: als einer: der; beiden vor- ‚erwähniten ;) so \wie er\\diesenvauch'\an\Muth nachsteht. ' Er\ scheint haupt- gächlich: oden’ Osten | Ewt opa's- und (den! Westeh.-'Asiens;' oder\ ‚ein milderes' Klima zu. bewohnen, sist in Galizien, Siebenbürgen und Ungarn ieben ınieht ‚selten, (horstete «früher selbst «in..der. Gegend: von Wienzles würde (sogar ein |Mal! (etwa vin den ‚letzien. Decennien des vorigem‘Jahrhünderts) ein‘ altes: Weibchen \dieses "hier ıso''seltenen Vogels ins unserer! ‘Nachbarschaft, /beiv,Stangerode:am Harz, in einen nach Füchsen! gelegten ‘Eisen „ohne sonderliche Beschädigung dabei: erlitten zu habem, gefangen, worauf. verimach‘Cöthen' kam, wo er im Schlosshofe im’seineim ‚geräumigen!Behälter , ‚bei jeben nicht ‘sorgfältiger Wartung; «noch einige und 20sJahre:-lebte ‚nachdem er! gestorben, aber ‘meinem: Vater überlassen iwurde.' Als er in Gefangenschaft kam, 'hatte er nur ‚erst ein- zelne "weisse |Federn''äuf ıden« Schulternzidoch von! Jahr ‘zu: Jahr 'kamen deren inehrere zum Vorschein, und kurz vor ‚seinem Tode war die ganze Schulterpartie ‘bereits rein weiss,/ auch>Genick und Nacken gelblichweiss, das übrige: Gefieder VE bis auf den BEN eg beinähe tief schwarzs geworden.) .monmol u uenHaliactus barkgäi: si grönlandicus,: Brehm; dei bosch nordisiche.Seeadler, scheint-auch nach: unserer. ‘Meinung von’ Ha- lüaetws/(Falco s. Aquila,auck albicilıla) als Art verschieden; doch fehlt es: nöch: zu:sehrı'amgenauern ‘Beobachten des freien ‚Lebens dieses grössten aller)europäischen‘ Adler) um die Verschiedenheiten: beider in das richtige’ Lichtizu isetzen.ı So 'viel ist gewiss, dass: sich ‚die grosse
1*
4 x
Art nicht bloss in der Grösse, denn hierin: wechseln alle 'Seeadler höchst: auffallend, sondern auch noch an dem längern: Schwanz und dessen weniger: keilförmig oder fast gerade abgestumpften Ende noch leicht genug unterscheidet. Er ist in: harten: Wintern zwischen gewöhn- lichen Seeadliern auch bei uns, jedoch immer 'nur im jugendlichen :Ge- wande, mehrmals vorgekonmen ;: namentlich ‚lieferte, schon 'vor mehreren Jahren; mein Bruder von Klein-Zerbst.ein solches Exemplar: in das Herzogl!. :ornithologische Museum zu Cöthen.— Durch den'oben erwähn- ten Förster Knabe, welcher grossen‘ Fifer mit 'Sachkenntniss verband; sind im Laufe einer Reihe von Jahren ‘eine bedeutende Anzahl Seeadler erlegt worden,.wovon ausser mehreren vereinzelien auch’viele Exemplare in! den Sammlungen 'zu Zerbst und ‚Umgegend für ‚die Thätigkeit: jenes leider schon verstorbenen: Forstmannes ein rühmliches: Zeugniss ablegen; unter'allen diesen findet»sich eg abc ag der. Seeadler nur in wenigen Ausnahmen. ho BELLE Circaetus'gallicus, Vieill (Falco! Vöhociie, Bechst. E. bra- chydactyla, ' Temm.' Aquila brachydactyla, Wolf. A. leucamphomma, Becker.) unser‘ deutscher »Schlangen- oder Nattern- Adber, auch Bussardadler oder gar Adlerbussard genannt , ——- war'merkwür- digerweise im vorigen Jahrhundert'nur von Buffon, als in Frankreich vorkommend, gekannt, für Deutschland aber noch völlig unbekannt; kein einziger unserer Schriftsteller "aus/jener Zeit erwähnt 'seiner;' auch mein Vater hatle‘nie von einem ‘ähnlichen Vogel: Kunde : erhalten, nie einen. solchen gesehen. Wunderbar: genug blieb seine nähere»Bekannt- schaft unserm 49ten Jahrhundert ; vorbehalten, indem . eins‘ der ersten Exemplare 14802 bei Nürnberg vorkam, .bald nachher: ‚ein zweites aus der Gegend ‚von Darmstadt in’ das dasige Müseum''kam, ein’ drittes, in:Schlesien erlegt ‚; die Sammlung des‘ von 'Minckwitz.:zierie; us's: w. So fand er sich seitdem‘ bald in''der Mitte; bald an’ den ent- gegengesetzten Grenzen Deutschlands, ‘und fast gibt es’ jeizt kaum noch eine Provinz, wo''er''in‘geeigneler- Lage nicht schon einmal 'vor- gekommen wäre, was auch fast alle bedeutenderen‘»Sammlungen'' von einheimischen Vögeln beweisen können. Obschon dieser,’ den‘ Bussar- den allerdings sich anschliessende, stattliche Vogel durch "einen Zeitraum von fast 50 Jahren, zwar immer nur: spärlich und: als einzelne Erschei- nung, auftrat, ‚so fanden sich doch die Abweichungen nach Alter ' und Geschlecht ziemlich vollständig heraus; »ja''man'entdeckte endlich sogar, dass er sich hin und wieder in deutschen Wäldern fortgepflanzt habe, — Demungeachtet muss er doch ein seltener Vogel heissen, weil bei ihm
5
von einem regelmässigen Vorkommen ‚ nach 'Zeit und Ort, nicht die Rede sein kann, da Jahre vergingen ‚ehe einmal wieder ein solcher sich irgendwo sehen liess,‘ wobei der Angekommene weder auf. die eine) noch diesandere Gegend, die schon:früher‘ einmal von einem solchen zum Auf- enthalt gewählt worden | war,‘ Rücksicht ‚genommen zu "haben: scheint. ‚Jedenfalls »liegt' dies wohl in den'Veränderungen, die solche Gegend in der;Zwischenzeit erlitt,'z. B. durch Holzschläge,, Anpflanzungen,, Ansaalen ‘oder ‚sonst‘ veränderte‘ Kulturverhältnisse, 'zumal dieser Vogel sich aus- schliesslich ‘von: kaltblütigen Thieren, Schlangen, Eidechsen und Fröschen, ‘ausnahmsweise auch !von' Fischen, 'nährt‘) "wenn er letztere nämlich in ganz /seichtem Wasser erwischen kann,'ohne’ sich das Gefieder nass’ zu ‚machen ; (dagegen das Fleisch warmblütiger Thiere durchaus verschmähet, -s0 dass, wenn: ihn in der Gefangenschaft 'zu heftiger Hunger zum Genuss desselben verleitet,’ es ihm, nach'imehrfachem Wiederholen, allmälig tödt- lich» wird. — Inden letztverflossenen ‘30 Jahren kam ‘er mehrere Mal in’Anhalt vor, und die mir bekannten 4 bis 5 Exemplare, in hiesigen ‘Sammlungen ‘aufgestellt, sind alle’ hier, doch meistens in den Theilen jenseits 'der(Elbe' erlegt worden. — Zu bemerken möchte vielleicht"noch seiny' dass dieser Adler im Verhältniss' 'zu seiner Körpergrösse vielleicht ‚die'grössesten Augen hal, da’sie selbst'denen ‘des Uhu nicht viel nach- geben; die Iris ist jedoch viel heller gefärbt als bei diesem, nicht feuer- Abig, sondern ein leuchtendes, reines Hochgelb.
»Falco'rufipes s. vespertinus, der Rothfussfalke; bekahi lich 'ein den‘ Osten von Europa häufig bewöhnender, kleiner, niedlicher Falke, kam seither nur sehr selten bis zu uns. Nur ein paar‘ Mal wurde ‚et''hier) erlegt, das eine‘ Mal’ von \mir "ein junger . Vogel, auf der Wiese (an meinem’ Busche, als er‘sich‘ mit Inseetenfang böschäftigte; das andere Mal, aber viele‘ Jahre: später, traf mein‘ Bruder im Kleinzerbster Forste im Mai zwei‘ Pärchen alter Vögel auf einer zu Kiefernansaat . herzustel- lenden , grossen, freien , nur von einzelnen ' alten Eichen umstandenen Fläche, wo: sie’ dem Pfluge folgten, um'aufgestörte Werren,;' Heimchen, Grillen, Maikäferlarven ’w.'dergl: aufzunehmen und auf den nächsten Bäumen zu verzehren, wobei alle vier Stück geschossen wurden.
Ws Faleo venchris s.tinnunculoides. Der Röthelfalke oder kleine'Thurmfälke, wohnt mehr'südlich, als vorige Art, und verirrt sich "ebenso oder ‘noch seltener bis .zu uns.’ "Mir sind nur zwei derarlige Fälle bekannt, ‘wo beide Mal ein 'altesMännchen dieses schönen Fremd- lings, das eine im 'Lödderitzer‘‘Forst, hart an der Anhaltischen Grenze,
von’'dem dürren Wipfel einer; FRE ENONSENHEINEN ‚später‘ ein anderes jenseit der Elbe: im Zerbster.Läandestheil verlegt wurde. „un; Circus (Faleö),pallödusy:Jdie Steppenweihe. Diese. Weihe ist bekanntlich von den beidenanv siehlischon.einander'so sehr ähnelnden Arten, der Korn weiheund.der Wiesenweihey,sehr schwer:zu'unter- scheiden ‚| weil sie zwischen: beiden gerade im Mittel »stehlyo-gleichsamlals sei sie aus leischlicher" Vermischung\! dieseb beiden 'hervorgegahgen\oder ein sogenannter Bastärd.. .Hieran- ist jedoch \inichb 'zu,ndenkemzoweib/so etwas in der Vogelwelt ims.dreien Zustande ‚nechi| niemals; habyierwiesen werden 'können , dagegen auchi„ohne ‚solche ' Annahme ‚Beispielewomiso grossen Aehnlichkeiten zwischen. manchen’ ‚Arten auch; ii anderen-Vogel- galtungen: zur. Genüge vorkommen‘; (die, geeignet Isind, «demmensehlichen Scharfsinn«im Unterscheiden auf \die ‚Probe: zu) stellen: ««Wunderbar-genug ähnelt das ausgefärbte alte Männchen: unserer Steppenwelihe nariomei- sten dem der Kornweihe), dagegen das-alte: Weilichenndem der. Wiesen+ weihe, u. a. m. «Unsere Steppeinweiheiwar' daher auch lange-über- sehen, d.h. nicht» als. Art,, verschieden \:von: beiden genommen; obgleich schon Frisch sie 'als besondere ‚Art _nehen..der jerstern. \sehr-gub/abbil- dete. — Sie.ist im Osten von Eurepaj; in Asien-und Afrik a.heimisch, in Ungarn und: den.angrenzenden,Ländern nicht selten, «desto» seltener aber im nördlichen Deutschland. «Für! Anhalt ‚können wir mit Sicher- heit nur von einem von meinem!Bruder in Kleinzerbst auf/derKrähen- hütte geschössenen jungen Männchen \berichten, .‚das» sein «zweites» Feder- kleid trägt und neben Exemplaren aus Turin -imHerzogl:\;orniihologischeh Museum 'zu Cöthen.aufbewahrk: wirds la lo un mollion mn „allel ''Strizlnisorda, Wolf. «(Str funerea,‘ L)isdiel, Sperb ereule. Diese schöne Tageule‘ des.Nordens. und. Nordostens!.(auehvin Amerika) verirrt sich ‚äusserst selten 'bisiin.idie Mitte Deutschlands. Dassschöne Exemplar , welches’unsere. Ankhalt-Cöthen’siche: Vogelsammlung ziert, wurde vor, mehreren Jahren. .alsi„das, ‚einzige. hier.) vorgekommene von meinem '' Bruder /n ‚Kleinzerbst, erlegt, ‚alsı \ihn.|deri- sperberärtige Flug des «.dickköpfigen Fe sogleich! taufnarksaun BER und: dazu angefeuert hatte. laners, loit? sie ‚alle ind. asus: us aan Mein Vater: hatte (in eh ‚jüngern « Jahren. ‚einen: Aeitpmakh erlebt, in. welchem er, wie.in -unserer\,Natwgeschichte der !Vögel Deutschlands, 2le Ausgabe, 1.8. 430 ‚bemerkt; ist, -iu einem.kleinen ‚Feldholze‘i-neben anderen Tagraubvögeln auch. mehrere ‚Tageulen ‘auf dem Abendanstande erlegte. Es. ;geschah:.dies., in. dem. ‚ehemaligem,öleider jetzt ‚auch, -aus- gerodeten, kleinen Busche bei Schackenthal, einem wahrhaften Nacht-
2
Asyl der.am Tage die, 'um das Wäldehen von; allen ‚Seiten, sich ausbrei- tenden, ‚ungeheuern Flächen freien; Feldes durchstreifenden,, zahlreichen Raubvögel.. ‚Wohl 50 Jahre. mochten | verstrichen ‚sein, ‘zwischen denen jener Busch, oft, von uns, ;.doch ‚ohne: gewünschten ‚Erfolg, besucht, worden war, ‚als. meinem Vater die. Sperbereule wieder, in..die,Hände;; kam, wobei..er ‚aber, ‚augenblicklich ‚gewabrie, ‚dass die damals ‚erlegten, nicht dieser, sondern. ‚einer, ‚andern,,; viel: grössern. —- denn, sie; kamen darin einem Mäusebussard ;gleicv — ‚und. anders);gefärbten Art, ‚angehört ‚haben, ‚mussten; ‚er, neigte sich daher, zu..der. Meinung, .hin ; dass; seine ‚damals., erlegten. Tageulen;, viel. ‚eher. .der.,bei , uns, fast \noch .selteneren Habichtseule, Söri@. uralensis, angehört haben könnten, von, wel- cher wir nach jener Zeit noch kein hier in Anhalt, erlegies, Exemplar erhalten, ‚sondern, bloss ‚bei Kleinzerbst einem solchen, Vogel, gesehen haben; welcher. ‚zuerst,,mit einem’Mäusebussard, ernstlich in, Streit ‚gerieth, gleich darauf aber undı wiederholt auf einen, Fischreiher sliess, mit.‚dem er, endlich, ihn ,rastlos verfolgend , ‚den Augen meines, Bruders hinter. dem Walde ‚fernhin\ verschwand und nicht ‚wiederkehrte.
DEN DE an
ee rosea, die er Be nn ist schon hin und, wieder, bald in diesem, bald in. jenem (zumal den östlichen) Thei- len ‚von Donsschland, jedoch ‚meistens, bloss einzeln oder als, Selten- heit angelroffen ‚worden und ‚auch bei ‚uns ‚ein, paar Mal vorgekommen. Das erste, alte Männchen, dieses schönen Vogels wurde, am, 24, Juni 1807 bei Dessau erlegt, und ‚uns. frisch, überschickt; dann ,, wohl 25 Jahre ‚später , einige unter gemeinen Staaren auf den Sauerkirschbäumen, zur.Reifzeit dieser. Früchte, ‚im Dorfe Klieken bemerkt, und ‚geschossen, als mein, Freund, Giebelhausen aus Zerbst ‚ganz, zufällig,. dazu kam, wie ‚eben.. an .der Hütte. des Obstpächters dessen Kinder „mit dem einen der .getödteten,, herrlichen. Vögel ihr, ‚gemüthliches. Spiel; trieben, den, er dann. sogleich, noch, für seine Sammlung reltete, auch wn die Andern sich: Mühe gab, doch ohne gewünschten Erfolg,, weil, diese schon von den-‚Kindern verschleppt und vermuthlich ‚näschigen Hunden. oder Katzen zu, Theil ‚geworden. ‚waren. ‚Inzwischen, um Johannis, 4827, war, auch _ dnunserer Nachbarschaft, bei Halle, ein: altes Männchen auf,dem,Staaren- herde lebendig gelangen, entkam aber nach drei Wochen , langer Ge- fangenschaft wieder, aus seinem Käfige. . 77. ‚Als Bewohner der .osteuropäi- schen ‚Grenzländer, streicht diese Art öfter nach Ungarn, herüber und nistet ‚auch, zuweilen . dort ,, wenigslens in „den, südlichen. ‚und ‚mittleren
8
Theilen dieses "grossen Landes’eben nicht ‘selten, Dies geschah erst vor 'ein ‚Paar Jahren von mehreren Pärchen in’einer Gegend,’ wo es dazu für sie weder Baumhöhlen , noch‘ Felsenritzen ‚noch "Uferlöcher ‘gab ,"ind ‘woman sie‘ desshalb' hiehb gesucht haben würde, ‘zwischen den Gräsefn und Kräutern der'grünen Steppe, 'woselbst ihre Nester in geringer Ent- fernung' von einander versteckt waren!‘ Wie unser "Staar'lebt der'herr- liche Vögel in ‚seiner Heimath' meistens in" grösseren’ Heerden' beisammen und ’niötet auch in "geselligen Vereinen; Alle schlagen 'sich ’aber in üuner- messliche Schaaren'' "2usaniitten‘ sobald 'die alles Grüne verheerenden Schwärme der 'Zugheuschrecken 'anköinmen‘, "die sie unablässig‘ verfolgen und desshalb für ‘die’ Hauptvertilger tieser zur een werdehtleh Insekten gehalten werden.‘ woiW EEE 205 e: Museicapa eollaris%. \wnriohik Der Harsbaraniekene fäng er. — Das’ Mänriclien dieser "Art, "in seinem atisgefärbten Pracht- kleide,,' das ’ zwar” ntır“ 'zweifarbig' ‘(tief schwärz undrein weiss) ist) Ke- hört dennoch unter" die sehr hübschen‘, ‘aber bei uns ‘auch ‘sehr Gehteiien Vögel. Wir "haben ihn "hier indem’ langen "Zeiträiim “uhseresSammelhs bloss wenige Male bemerkt, so dass ich mich nur zweier alten Männchen und einiger Weibchen, oder grauer Herbstvögel erinnere, theils bloss auf dem Durchzuge gesehen, theils gefangen zu "haben. a: ‚a ein südlicher Vogel und schon‘ bei "Wien nichtselten. IE NONER Muscicäpa parva. ' Der kleine pie göntän gr — Immer bleibt bis jetzt noch das einst voh mir als Knabe ih einem Sprenkel 'Befan- gene Exemplar" (ein ‚Jünger Vogel) das einzige, was in einer so langen Reihe von Jahren uns hier vorkam.'' Das niedliche Vögelehen ‚gehört einem mildern Klima an, so sahl ich es 1835 unter den lebend ‚feilgebötenen Vögeln auf "dem ‘Märkte zu Wien mehrmals? dann in einer Sammlung lebender Vögel zu Pesth; endlich'schoss ich im Banate von der ‚Spitze eines hohen ‚Sumpfeuphörbienbusches ein Weibchen im’ Herbstkleide. "Ih der Walachei mag er nicht selten, bei Cönstäntinöpel , Vörzüg- lich in der Tugzeit, sogar recht "häufig sein, und in’ diesen Strichen Asserdemn sich auch‘ überall fortpflanzen. — Eine merkwürdige Achnlich- keit "hinsichtlich der Färbting seiner Kehle, Hälsseiten, Gurgel und Brust hat‘ das alte Mänrichen in seinem hochzeitlichen Kleide mit Unserm ge- meinen Rötmkehlehe en, so dass der Nichtkenner, sobald er die ganz abweichende Färbung der Schwanzfedern unbeächtet lassen wolle, es leicht für ein verkümmertes Rothkehlchen halten könnte. "or | Turdus Naumanni, Temm: Die Naumännsdrossel.‘ 'Ein ungemein seltener Vogel, nicht allein für Anhalt, sondern selbst für
9
'#anz' Deutschland, muss auch diese Drosselart wohl sein, da seit 4804, wo die erste im’Förste von Kochstedt, bei Dessau, in den Dohnen gefangen und meinem Vater zugeschickt wurde, bis heute keine wieder in-Anhalt vorgekommen ist: So viel auch in neuerer Zeit eifrige Sammler‘ darauf’ vigilirten oder" dazu beauftragten , so liessen sich 'doch auf den Wildpretmärkten der’ grossen 'Städte, wie Berlin, Breslau, Wien u.'a.’m. , ungeachtet aller Aufmerksamkeit‘, in’ einer ‘Reihe von Jahren nur einige wenige'Stücke von’ dieser seltenen Vogelart auffinden, wesshalb"sie immer noch für mariche sonst respectable Sammlung zu den Desideräten gezählt wird. ''Die meisten besitzt noch die Kaiserl. Naturalien- Sammlung zu Wien, grösstentheils vom 'Pesther Markte beschafft, wohin”sie “mit vielen ‘Tausenden ‘anderer in" den Karpathen gefangener 'Drosseln noch am 'öftesten gekommen; denn auch die Museen zu Pesth besitzen diesen seltenen Vogel in ‚einigen schönen Exemplaren. Obgleich jene Kette von Gebirgswaldungen schon: tief im Südosten anfängt, und folglich," da''die’ Heimath dieses Vogels wohl nicht eigentlich Europa, 'söndern das’ westliche Asien und theilweise Sibirien sein dürfte, eine Strasse für sie "ind ändere 'weiter nach Nordwesten wandern wollende, sibirische: Waldvögel” sein muss," so scheinen sie doch auch die Parallele ‘von Pesth nordwärts nicht ‚weit zu überschreiten, und nur sehr wenige 'bis‘ zur’ Grenze" der österreichischen "Lande vorzurücken ,' wesshalb 'sie auch Auf den 'genännten Märkten immer noch selten genug vorkommen. Turdus pallidus, Pal. s.T. Seyffertitsii, Brehm. Die blass- bauchige'Drossel.'-'Schon vor 'der Herausgabe des die Drosseln äbhändelnden Theils meiner Naturgeschichte der Vögel Deutsch- Tands ‘sah ich ein Exemplar dieser seltenen Drosselart in der Samm- Yung. der Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin, konnte mich aber damals wo es noch das GRHERE® derartige Stück nicht ent- als eine blosse Spielart von ide Rothdrossel (T. iliacus) zu halten, was "aber" durch spätere "Erfahrungen widerlegt ' wird. "Sie 'ist ‘seitdem, in völlig’ mit einander 'übereinstimmenden Exemplaren, als eine aus Sibi- rien zu üns verflögene &ute Art bekannter geworden, indem auch ''bei ‚Herzberg ander schwarzen Elster Hr. Bar.‘ von Seyffertitz eine 'solche' Drossel erhielt, und endlich"auch uns das Glück zu Theil wurde, ‘eine derselben’ Art hier in Anhalt zw erhalten. ' Mein Bruder fing näm- lich, am 26. Sept. "1838, in einem Dohnenstege im Forste Kleinzerbst ein herrliches Männchen, dessen 'wohlerhaltenes Gefieder um desto‘ in- 'structiver noch mit einzelnen Federn‘ vom ersten Jugendkleide vermischt
® 10
war. — Dieser ‚seltene Vogel ähnelt. in. der, Zeichnung ' des Kopfes... und der Färbung aller oberen Theile allerdings der. alten 'Roth- oder,Wein- drossel sehr, unterscheidet sich aber’ von. dieser und allen anderen bekännteren Drosselarten durch seine, völlig fleckenlosen, einfarbig rostgelbweissen untern Körpertheile,, — und hat ‚nicht wie jene, rostrothe, sondern, gelbweisse Unterflügeldeckfedern, und. bleibt. sich’ in ‚allem Diesem, ‚bei, ‚allen Exemplaren, welche \ich sah, ganz gleich. ‚-—,Ob- schon; in. dem ‚langen Zeitraum unseres Forschens nur erst das. eine.Mal An, Anhalt ‚vorgekommen, ‚scheint, ınach Obigem, diese, Drossel. sich jedoch ‚öfter nach Deutschland zu verfliegen, als die Naumanns- Drossel und namentlich, auch. die folgende, Art:
..Tur dus minor, Gmel. T.solitarius, Wils. ‚Die ae drossel. — ‚Unstreitig ‚gehört dieser ‚kleine. Vogel ‚zu ‚den ‚grössten Seltenheiten. für unser Anhalt, da sein eigentliches; Vaterland das ‚fern entlegene Nordamerika ist, woselbst ‚er,, weil, man ihn fast.in allen nur einigermassen , bedeutenden Vogelsendungen .von:' dorther. zuı-finden gewohnt ist, sehr gemein: sein muss. — Da. sein Aufenthalt, .quer..durch jenes ganze grosse Kontinent zu gehen scheint,‘ sich auch. auf, ‚die, Inseln zwischen dem nördlichen Amerika und. Asien ausdehnt, ja, 'viel- leicht als Zugvogel, bis nach Sibirien hinüber erstrecken soll, ‚so, könnte ein so kleiner Landvogel wohl nur auf diesem, freilich ungeheuer, langen Wege endlich ‚zu uns. gelangt sein; doch ist..er. selbst im westlichen Sibirien und dem südlichen Russland bis jetzt niemals vorgekom- men. ‘Ueberhaupt scheint ‚dieser Weg viel zu lang, .als ‚dass ihn. selbst ein viel. kräftigerer. Lufisegler in ein. bis. zwei Monaten oder, in, ‚einer einzigen Zugperiode zurückzulegen im Stande sein ‚möchte, da ‚ein: solcher Reisender doch nicht immer in einem Striche fort. fliegen, kann, ‚mitunter von Wind und. Weiter behindert wird, und doch auch viel Zeit auf, Be- friedigung: ‚seiner ‚Bedürfnisse verwenden muss... Dem sei nun, ‚wie ‚ihm wolle; genug dass mein‘ Bruder in Kleinzerbst am 22. December 1825 ‚beim, Nachsehen seines: Dohnenstegs in einer der Dohnen, zu,seinem Er- staunen. und. grosser Freude, diese kleine, niedliche, Drossel ‚frisch. ge- fangen, doch ‚bereits verendet, hangen: sah, eine, Drossel, die bei etwas robusterm, Körperbau ‚ohngefähr nur die ‚Grösse, der, Nachtigall, aber ganz .die Gestalt, Farbe und Zeichnungen der Sing- oder Zippdrossel hat, bis auf den: Schwanz mit seinen Oberdeckfedern, ‚indem ‚diese, Theile „beinahe. eben’ so stark in’s Rostfarbige übergehen, ‚als bei erstgenanntem Vogel... , Dass das gefangene. ein irgendwo aus ‚den. Gefangenschaft eniflohenes' Individuum sein könnte, dazu: fehlte. es an ‚den bekannten
11
‚Kennzeichen ; \denn sein Gefieder, war so sauber und unverletzt ‚erhalten, seine Füsse‘, sahen: so gesund aus, kurz der. Vogel. befand; sich in einem so), schönen;, | untadelhaften: Zustande , wie ‚dies Alles nur, bei in; freier ‘Natur, lebenden Vögeln-vorzukommen pflegt. — Diese ächt Anhaltisehen ‚Exemplare ‚sowohl von! dieser,‘wie,ivon den ‚beiden vorher. erwähnten ‚Drosselarten;, ‚aufgestellt: in der'.Herzogl. Vögelsammlung zu. ,Gölhen, dürften derselben wohl zu einer nicht ‚geringen. Zierde, gereichen.
ShılTur dus sawatilishı Die, Steinmerle: oder Steindrossel. — ‚Dieser. südliche, Gebirgsvogel vetirrte "sich immer. nur ‚in ‚sehr. einzelnen ‚Fällen: bis allenfalls ‚auf, die Gebirge Mitteldeutschlands,, aber.ge- wissınoch ungleich. seltener bis ‚auf die Ebenen Anhalts, da er, weder ‚diese, ‚noch ; die Wälder. liebb,; überhaupt unser Klima schon. zu rauh findet. — Um so erfreulicher und überraschender musste es, daher für uns sein, eines/Tags im Anfang des Septembers. 4814 das Erscheinen, einer, $tein- mer le,dadurch' unstreitbar, bestäligb zu finden, ‚dass mein. Bruder zu ‚Kleinzerbst ‘in. einer seiner Dohnen ‚die, frischen Ueberbleibsel ‚ein ‚Bein \miti.der,'ganzen: Schenkelbefiederung, in der. Schlinge. hangend nebst ‚vielen Federn anderer Theile umhergestreut. fand, die, nach. .den sorg- füligsten Vergleichen mit denen anderer; derartigen Vögel aus dem Süden, ‚durehaus nur dieser Art angehört haben ‚konnten, — während: das Uebrige ‚des/ nur /an,reinem Bein inder Schlinge. festgehaltenen Vogels. von ‚einem Raubthier igewaltsam ‚herabgerissen und fortgeschleppt worden war, davon aber weiter Etwas sich nicht auffinden liess. Unverkennbare Zeichen, be- ‚stätigten ‚auch: ‚an. den. vorgefundenen Stücken , dass. sie. keinem aus dem „Käfig. eniflohenen Individuum angehört haben’ konnten. — Dieser, Fang wäre, also ebenfalls fürı Anhalt ‚eine ‚ausgezeichnete Seltenheit, gewesen.
MO a. (Fortsetzung folgt.)
Inmleyah®r te atıla Iax
? in Ei i r „ ‚asıros} I ehr 1998 t,1 r \
19%# { \ Von’ Al e..
A süähr Hi r un sh ni VINIIIRR
n | "E.von Homeyer. ' A * j N UF in sähe -s, Seitu,geraumer Zeit hat ‚unser Kuckuck den Scharfsinn..des, Natur- forschers. mannigfach beschäftigt, und «doch bleibt noch, bis zur... gänz- lichen: Lösung ‚aller. Räthsel Manches zu thun ‚übrig. ‚Das einsame Leben,
welches dieser‘, Vogel, in: unseren ‚Gegenden führt, 'erschwert, (noch \ die
12
Beobachtung, und da ergriff ich denn um so eifriger‘ die'Gelegenheit, wenn dieser interessante Vogel sich meinen Beobachtungen’ darbot.
Zu Anfang Juli des Jahres 1848 zeigten sich in einem hiesigen, etwa 30 Magdeburger Morgen grossen Kieferngehölz mehrere Kuckucke, und als ich nach einigen Tagen wieder hinkam, hatte sich ‘die Zahl‘ dieser interessanten Vögel so auffallend vermehrt, dass dies re mein von haftes Interesse in Anspruch nahm. . ma
Es mochten nach einer ungefähren ‘Schätzung 'etwa 400 Kuckucke _ durch das Gehölz vertheilt sein, denn überall sah man diese 'gewandten Vögel nahe bei einander — wenn auch stets jeden für sich — sodass trotz ihrer Anzahl doch durchaus von keiner Gesellschaft von Kuckucken. die Rede sein konnte, da sich jeder unabhängig von !andern bewegte, selbst dann, wenn ein Schuss sie aufschreckte.
‘Der Grund der ungewöhnlichen Anhäufung dieser Vögel wurde mir alsbald klar; da ich wusste, dass bereits im ‘Jahre 1847 die kleine Kie- fernraupe (Liparis monacha) in grosser Zahl das Wäldchen heimsuchte, und in diesem Jahre sich in noch grösseren Massen wieder eingefunden hatte, während sich, so viel ich ermitteln konnte, diese Raupe in der ganzen Umgegend nirgends zeigte. Die Kuckucke, welche dieses Wäld- chen besuchten, fanden ‘einen Ueberfluss von Nahrung‘, und da eben ’'die Zugzeit begonnen ‘hatte, blieben alle die‘ Kuckucke, welche ihr‘ Weg durch dieses Wäldchen BREI einige; Zeit darin, wodurch sich bald eine Menge ansammelte.
Hier konnte man nun alle möglichen Farbenabstufungen ‘vom ganz Aschgrauen bis zum Dunkelrothbraunen sehen; vom’ letzteren jedoch 'nur einige wenige, so dass auf 40 bis 50 etwa ein ächt rothbrauner kam.
Mit Recht kann man den Kuckuck einen unsteten Vogel nennen, denn so oft ich einen einzeln bemerkte, nie war er ruhig, stets unstet, bemüht sein Futter zu suchen. Ein Vogel mochte oft in der Minute mehr als 10 Raupen verschlingen. Rechnet man nun auf jeden Vogel in der Minute nur, zwei ‘Raupen, so macht dies auf, 100 Vögel täglich, den Tag (im Juli) zu 16 Stunden gerechnet, 192,000 Raupen, in 15 Tagen — denn so lange währte der Aufenthalt dieser Vögel in Massen — 2,880,000 Raupen. Es war aber auch eine sichtbare Abnahme der Rau- pen unverkennbar, ja man war versucht, zu behaupten, die Kuckucke hätten dieselben vertilgt, da späterhin, nachdem auch die Nachzügler ver- schwunden waren, keine Spur der Raupen übrig blieb. Hätte ich ein solches Ereigniss vorhersehen können, so würde ich eine Anzahl Raupen eingesam- melt haben, "um "beobachten zu können, "wie gross der Antheil der
13
Schlupfwespen bei dieser Vertilgung war. Uebrigens konnte ich bei einer Beobachtung im Freien nur wenig angestochene Raupen entdecken.
‘So ungern ‘ich nun auch so nützliche Vögel tödtete, so bot sich andererseits eine solche Gelegenheit der Beobachtung in Mässen vielleicht” im Leben nicht wieder dar, , zumal: da.die, Vögel sich in der Mauser be- fanden; die Jagd war jedoch nicht so leicht, da sich diese Vögel selten beschleichen' liessen: Ein veranstalteles Treiben hatte bessern Erfolg und mehr ‚Reiz, ..da es; theils eine, Auswahl der. zu, .erlegenden, bot, theils Gelegenheit,,gab ‚auf die. ‚mit Blitzesschnelle, sich durch, die Zweige, win- denden Vögel. grössere. Schussferligkeit zu‘ bewähren. So wurden wäh- rend...des; Aufenthaltes ‚dieser . Gäste 58 Stück erlegt, ohne: dass eine Abnahme (derselben bemerklich wurde, da, so lange es, nur‘,Raupen gab; neue Ankömmlinge die. 'Zahl immer. wieder ersetzten; ; Unter den Erleg- ten... befanden ‚sich ‚nur . zwei. ächt. rothbraune, und 4 ‚bis 6 alte, graue Weibchen, ‚während der Ueberrest der Weibchen aus. Mittelstufen. bestand, die‘; an',der, Brust;, ‚an ‚Kopf. und Hals. mehr ‚oder minder, rostfarben, ge- wellt. waren.
Alle diese Vögel befanden sich Mitte Juli in voller Mauser: Die,Männchen. waren darin ‚den Weibchen etwa. 8. bis, 10 Tage. voraus. Yn;! ;Die Mauser gab Gelegenheit, das neue, ‘Gefieder, mit dem alten. .zu vergleichen, ı‚und ‚merkwürdigerweise: \stimmte; \es, im, Charakter, überall vollständig überein: die aschgrauen+ wurden wieder, ‚aschgrau ,. die ‚roth- braunen ‚wieder. rothbraun und die Mittelstufen wieder Mittelstufen.,; Von einem. Uebergange ‚des einen. Kleides in das andere, zeigte sich'.nirgends eineSpux.; Der aschgraue Kuckuck scheint daher wie unsere Baumeule individuell vom Grau zur Rosifarbe zu variiren.
Solche Exemplare, wie sie Naumann, Taf. 128, Fig. f abgebildet, und: wie, sich pueh. eins; in meiner, Sammlung: befindet, gehören ‚daher zu den Ausnahmen. sohn
ı Sehr ihren ‚war die Färbung der Augensterne ‚dieser Vögel; indem dieselben die verschiedensten Nüancen zwischen. einem’ matten Gold- ‚gelb und einem fahlen Gelbbraun zeigten.
‘Selbst die ältesten Männchen hatten: nicht: die er Frühlingsfär- bung...der Iris; bei jüngeren. Männchen und den meisten Weibchen ‚war die. Iris bräunlich,, nur einige Äash rein graue Maibghen hatten matt hell- gelbe Augensterne.
Darsin in Fommern, 1848.
14
4 . a i lırası N I r ! | i \ 9149 143 IHUIRON j‘) j IB Wie OHNE ORTE NHIGEEN tqnlılaed
‚Ueber. ‚den ‚Federwechsel der Seetaucher, ..
EEE N \ ' ik : ! PERBETEETRET TE, j Yon "DI BUT. DL RUF ISDIB
oad
die
Eugen von eg TaNW ID BIHad el
BE RIER man ‘die ornithologischen Schriften und selbst die wild need rer berühmtesten Naturforscher mit’ einander vergleicht ‚"so- findet mar über die Mauser’ der 'Seetaucher' die verschiedensten und einander'wider- sprechendsten Angaben. Selbst Paulsen in seinem ornithologischen Beitrag (Leipzig 1846), ' obgleich begünstigt’ durch"die''Lage'seines Wohnorts, und‘ dadurch 'wohl im Stande," mehr "als (die meisten" seiner Vorgänger entscheidende Beobachtungen "anzustellen, theilt"wen"allges meinen Irrthiüm, indem er glaubt, alle Seetawcher'hätten'einen gleichen Federwechsel. Dennoch weicht die’ Mauser des"rothkehl ligen'von der des schwärzkehligen 'Seetauchers ab ‚während die>des' Eis“ tauchers darin mit dem - rothkehligen pe scheint }'"worüber fernere Beobachtungen 'enischeiden werden. union an ums will
Während nämlich deriröthkehlige ae COHlymbhst PITpnen: tionalis) sein Prachikleid'gegen den Frühling anlegt, 'thut diesder schwarzkechlige&(Colymbus arcious) gegen'den Herbst. Hierin iegt 'die' Lösung’ manches"'Rärhsels. u.» = mmda wihallor
'* Hiermit stimmen’ auch Brehm’s sund''Schilling’s "Beobachtungen (Lehrbuch I. S. 886 und'891) überein, “nur'die Nutzanwendungen"sind irrig!' Namentlich "ist die ‘Annahme , dass’ die Taucher erst im'''vierten Jahre ausgefärbt seien und’ mausern, ohne ae Farbe zu BIN, ge- er falsch. | © sirlquszdl..o
‘ "Naumann, yobgtbieh demselben weniger ‘frische "Vögel zur ‘Hand waren, als manchem andern Forscher, trifft das Richtige vam"nächsten. Er "gibt ‘dem 'arktischen'Seetäucher eine richtige Mauser,’ lässt aber den röthhalsigen'' Taucher" schon im Januar das Prachtkleid anlegen; was’ wenn es vorkommt — eine seltene Ausnahme, gewiss aber nicht Regel'ist,
"Paulsen 1.e.p.98. hat im’ Gegentheil die Mauser des’rothkehligen Tauchers — von’ welchem er eine’ Menge‘ zu vergleichen "Gelegenheit - hatte | richtig‘ dargestellt ‚irrt jedoch, wenn’ 'er''dem' schwarzkehligen dieselbe Zeit zur Mauser gibt, indem er nach dem Vorbilde Brrehm’s und vieler andern Forscher die jungen Vögel für ältere im, ‚ Winterkleide hält. Die Mehrzahl dieser Gelehrten geht dabei von dem falschen Grundsatz aus, dass das sogenannte Hochzeitkleid oder Prachtkleid zur Paarungszeil
/
15
angelegt werden müsse, ‘und doch tritt bei fast" allen Enten eine’ ähnliche Mauser ein, wie bei dem schwarzkehligen Seetaucher. Dazu kommt noch die 'grösse Ungleichheit der Mauser‘ bei ‘den’ verschiedenen Individuen, 'in- dem das Alter des Vogels sowohl, als auch individuelle Disposition darauf vom‘ verschiedensten Einfluss ist, wie wir diess wiederum rn Bo ri “in noch höherm Maasse' finden. | ""Die'Abweichung‘»der Färbung »der jungen Vögel unter einander im ersten Winter ihres" Lebens ind die Seltenheit älterer Vögel in ‘den mei- Sten'‘"Gegenden trägt dazu bei, die Beobachtung zu erschweren und 'die Täuschung: 'zu' vollenden. 'Die hiesige, Gegend scheint ‘mir jedoch’ mehr altie'arktische Seetaucher 'zu haben, als irgend eine bisher bekannte, und nicht 'allein-'im Winter, sondern "auch während des ganzen Jahres ,\'da dieser ‘Taucher auf manchen grossen‘ Landseen hier" nistet.'" Mit''Hülfe meines 'um'die Ornithologie sehr verdienten Freundes, des‘ Hrn. Prediger Böck’zu Danzig, "habe ich nun seit Jahren eine Menge dieser Vögel frisch im 'Fleische 'erhalten); wovon die Mehrzahl 'aus alten Vögeln besteht. Schon "in Vorpommern’ gibt es, wie in- Dänemark , weit mehr "junge als alte Vögel, ‘was sich ‘dadurch erklärt, dass sich die Brutplätze derselben theils hier im'unmittelbarer Nähe, theils von hier ab östlich und nord=- östlich befinden, alte on aber sich weil‘ KRAION Kar entfernen‘, 'als die’ jungen. a H ‘Die vermeintlichen Winterklöider der 'Alten, ' welche Herr Pan ison gibt „" sind daher weiter. nichts, als die Jungen im’ ersten Herbste und Winter, welche" voneinander" dadurch abweichen, dass manche ‘reiner gefärbt sind, als andere, wodurch man versucht werden ER ao unten blendend’ weissen 'für alte'Vögel zu halten. | / > ]n ‚seinem Zeitraume ‘vom 8 Jahren sind "mir ‘hier ti 00 alte arktische ' Seetaucher' von’ den Monaten September bis Juli 'in die Hände gekommen, und darunter "nicht ein einziges, welches im’ "Winter nicht das Prachtkleid 'trüge,"oder‘'doch im Begriff wäre, dasselbe anzulegen. Die Mehrzahl ‚dieser 'Exempläre erhielt ich in den MonatenOctober bis Dezember, und da die meisten dieser Vögel dann eben’ in’ voller ' Mauser sind, hatte‘ ich. die schönste'"Gelegenheit; dieselbe zu beobachten. ‘Es - stellt’ sich dadurch als Regel hin:'' Die Jungen beginnen ihr 'erstes Herbst- kleid 'zu''wechseln Ende März und Anfang April; legen dann: abervnicht immer das’ Prachtkleid der Alten, sondern =- wie es mir scheinen: will bisweilen das 'Sommerkleid an. "Die Alten legen das: Prachtkleid von ‘den Monaten September "bis Dezember äny so dass'Ende des’Jahres'viele; im Januar die'meisten, im Februar 'alle’alten Vögel'vollständig Jausgefärbt
16
sind. ..'Es. gibt. jedoch auch \bereits im ‚Oktober alte; .ausgefärbte „Vögel, im ‚Dezember schon viele. . Die Mauser geht ausserordentlich langsam. ‚von Statten, da ‘es im. Oktober. bestimmt schon keinen Nogel EN: der nicht bereits ‚in der Mauser. wäre. | ale un
‚ Die ‚alten, weissen Federn ‚am Tordarinkens welche. den, PER on kurze Gefieder des Prachtkleides gewechselt‘ werden, ‚sind länger ..als ‚die neuen, und werden dadurch bei ‚ nicht gründlicher. Untersuchung: leicht für .die,ineuen, Federn gehalten, während. das Prachtgefieder ‚wegen der Kürze für abgerieben. erachtet wird; Könnte ‚der. Forscher,\hierüber,-in Zweifel sein, was 'beim frischen Vogel jedoch kaum | möglich .ist „.s0.würde man sich an den neu hervorsprossenden. Rückenfedern leicht. überzeugen. Allbekannt ist, dass die schönen Federn mit,.den ‚weissen Fensierchen ‚auf dem 'Rücken ‘sich. nur ‚finden, wenn. der. Vogel (die. violeitschwarze Kehle erhält, und, \dass ‚der Federwechsel des Halses und ‚des. Rückens, ‚mit, ein- ander übereinstimmen. ‚Auf dem Rüoken ‚sind: jedoch — ; auch‘ bei getrock- neten ‚Häuten — die neuen Federn ‚nicht von den’alten zu unterscheiden, Anfängern ist desshalb die Untersuehung des Rückengefieders, anzurathen:
Das Prachikleid' wird dann in der Regel bis,im Juli und August getragen, und verwandelt sich durch die Hauptmauser — in welcher. der: Vogel sogar zum Fliegen untauglich‘ wird. — ı und welche daher: rasch beendigt ‚ist —in das Sommerkleid, welches nur bei den Enten sehr kurze Zeit;.geiragen wird, Naumann hat. diess, im Wesentlichen ‚richtig ‚dargestellt; »ic
: Was. den .rothkehligen ‚Seetaucher betrifft, so, »hat- Paulsien ıdie | Peat dieses, Vogels ‚. L. c,, richlig gen auch. von, üRsmelbean van reichste Material zur‘ ‚Hand,
Auch hier kommt dieser Taucher boreie\ im) ‚Winter kleide ati aa zeigen‘ sich ‚häufig.;noch ‚einzelne ‚rothbraune Federn, ander Kehle. «'Der- gleichen Vögel sind jedoch. keinesweges als: unbedingt, noch: in, der ‚Mauser befindlich zu betrachten, sondern: manche nehmen ‚diese einzelnen: braunen Federn — höchst. wahrscheinlich —- von ‚einem Kleide in das ‚andere über;
Wie Paulsen ‘ganz richtig: angibt, legt.der.rothkehlige.Taucher das Prachtkleid gewöhnlich im März. und April an,.jedoch ist, die.Mauser nur partiell; indem die Rückenfedepn ‚stehen bleiben , deren ‚Farben- änderung nicht durch eine doppelte Mauser, sondern'‚durch das Abreiben der weissen Tropfilecken und dadurch bewirkt: wird, \dass.sich. in. diesem Gefieder ein gewisser röthlicher Glanz ausbildet: ‚Man; hat ‚behauptet, ‚dass ganz..alte Vögel gar keine weissen Tropfflecken | mehr ‚erhielten, ;allein diess.ist irrig, indem gegen die Brutzeit —| wo. die meisten der ‚im;Pracht+- kleide in den Sammlungen befindlichen ‚rothkehligen Taucher erlegt, sind —
17
diese. Tropfflecken gewöhnlich ganz oder doch grossen Theils abgerieben sind. Nach der Herbstmauser haben auch die ältesten Vögel solche Tropfflecken. | -
In meiner und der Sammlung des. Hrn. Pred. Böck: befinden sich auch von diesen Vögeln lehrreiche, Uebergangsformen.
- Darsin bei Carlshöhe in Pommern, im December 1848.
Beitrag zur Naturgeschichte des Pirols, Oriolus. galbula Lin.“) Von '
Robert Tobias, Inspektor des naturhistorischen Museums der Universität Leipzig,
Das Jugendkleid, in welchem diese Vögel das Nest verlassen, besteht aus sehr wolligten Federn, deren Bärte‘'sehr einzeln: stehen und an: den Spitzen. eingekrümmt sind. Der Schnabel ist ‘hornschwarz, mit ‚einem weissen‘Käppchen auf dem Oberschnabel kurz: vor der Spitze, Iris grau, in’s'Bleifarbene ziehend. Die Grundfarbe des kleinen Gefieders an den . oberen’ Theilen ist schiefergrau mit ‚grünlichgrauen Spitzen, welche die Grundfarbe auf dem Oberköpfe und Nacken ziemlich verdecken, am Hälse hingegen, wo diese Spitzen: nur zw schmalen Rändern werden, tritt‘der dunkle Grund: deutlich hervor ; der ganze: Rücken ist grünlichgrau, .da hier''die Federn beinahe bis zur Hälfte,'ihrer Länge diese Farbe tragen. Kehle, 'Gurgel, Kropf und Brust weissgrau mit ovalen, dunkleren Schaft- flecken, ‘welche an der Kehle klein sind, aber nach der ‚Brust hin immer grösser: werden, und auf letzterer in Streifen übergehen; ‘der Bauch ist weissgrau, die Schenkel schiefergrau. Die Seiten- oder Tragfedern sind nur wenig mit Gelbgrün.überlaufen. An den Seiten des Halses verlaufen die Farben der obern und untern Theile in einander. ‚Die Zügel nebst den’ schwarzen Bartborsten schwärzlich; die Schwungfedern erster Ord-
_*) Da ich voraussetze, dass jedem Ornithologen Naumann’s schönes Werk zugäng- "Jich ist, so führe ich nur das an, worin meine Beobachtüngen abweichen. ' A KiN.a | Be Rob. Tob,
Naumannia I. 1. 2
18
nung schwärzlich mit weissen Säumen; "alle übrigen Flügelfedern' mehr olivenbraun mit grünlichgelben' "Spitzenrändern. * ‘Die Handdeckfedern, Tectrines manus, haben breite weisslichgelbe Spitzen, "welche beim zu- sammengelegten Flügel einen unterbrochenen' Fleck bilden. Die' Unter- flügeldeckfedern, so wie die obern 'ünd untern Schwanzdeckfedern blass- gelb; die Schwanzfedern olivenbraun ‚von der untern Seite mehr: gelblich, von der obern mehr grünlich, an der Wurzel! und .an den: Spitzen gelb. Das Gelb an den Spitzen ist folgendermassen vertheilt: die beiden mittel- sten Federn haben nur ein kleines Spitzchen, bei jedem nächstfolgenden Paare wird die gelbe Spitze grösser, so dass an dem. äussersten Paare die ‘gelbe Spitze 1 Zoll gross ist. Aber nur auf der innern Fahne ver- grössert sich der gelbe Fleck, ‚am \ der äussern ‚beträgt nie, gelbe Spitze nur etwa 2 Linien.
Bald nachdem diese Vögel das Nest. verlassen haben und ihre Nah- rung selbst suchen können, verlieren sie dieses Kleid, und bekommen Federn mit geschlosseneren Bärten. Doch erstreckt sich diese Mauser nicht auf Flügel und Schwanzfedern, wie, dies bei den Staaren der Fall ist, welche auch das Jugendkleid bald ablegen.
Auf .der Mitte des Rückens beginnt: beim jungen ' Pirol die ‚Mauser und rückt von‘ da nach den obern 'und untern Theilen: fort. |
Der Schnabel’ trägt noch die Farbe, wie im vorigen: Kleide;, ist abep: etwas grösser und hat: vor der Spitze ‚des Oberschnabels: das: weissliche, Käppchen verloren ;: die Iris-ist etwas heller schiefergrau; die Füsse noch: - wie vorher, der Oberkopf, ::der' Nacken und obere Rücken 'gelbgrün ınit' dunkleren Schäften; zwar‘ ist der Grund noch‘ schiefergrau, wirdiaber' verdeckt, dass er nirgends mehr:sichtbar : wird.»:'/Ueber jedem Auge, ein hellerer Streif;; die Zügel schwärzlich; Oberdeckfedern bleigrau ,»grünlich-. gelb überlaufen ; ‚Kinn ‚und ‚Kehle: weissgrau mit braungrauen ‘Schäften; Kropf und Oberbrust bleigrau mit dunkelbraunen gleichbreiten 'Schaft-! strichen.‘: ‚Nach: weisslichem Bauche wird die Farbe der Brust ‚auch heller, so' wie die Schaftstriche länger und feiner, bis dieselben am Bauche end- lich. ganz verschwinden. Die 'Tragfedern gelblich‘ mit langen: ‚Schaft- streifen, doch dieses Gelb ist auch an der den‘ Flügeln zugewendeten: Fahne am lebhaftesten, an. der “entgegengesetzten Fahne nähert’ es'sich, mehr dem Weissgrau. Auch: nach den: Schenkeln' hin wird das: Grauweissı vorherrschend; so wie die Federn an Grösse zunehmen, werden auch die Schafistriche länger und feiner. Doch trifft es sich auch, dass die letzten zunächst des Schenkels, welche denselben bedecken, ohne Schaftstriche und nur'grauweiss sind. Der Steiss, die obern und untern Schwanz-
19°
deckfedern .hochgelb.'».Der Schwanz. und die Flügel werden nicht ver- mausert; sie haben daher‘ noch‘ fast: die Farbe, wie im vorigen nee nur ‚fangen dieselben schon an zu verbleichen.
In diesem Kleide, welches: bei: uns ziemlich vollständig angelegt wird, verlassen ‘uns. die jungen Pirole,; mausern aber höchst wahrscheinlich im nächsten; Februar. *),, denn’ noch nie glückte es mir, einen Vogel in dem
so,/eben: beschriebenen: Kleide ‚bei der Wiederkehr zu erlegen.
‘Der zurückgekehrte 4: Jahr. alte Vogel: ist schon merklich verühdest: Der Schnabel ist; röthlichbraun. mit schwärzlicher Spitze; die Iris beinahe von, derselben Farbe; alle ‚obern Theile haben mehr Gelb, die dunklern Schaäftstriche „sind. verschwunden... Doch. ist dies noch lange kein reines Gelb, ‚sondern‘ ‚zeisiggrün,, Flügel: und Schwanz sind sehr verblichen, bei- nahe! nur, erdgrau, der: weisslichen: Einfassungen beraubt.
Die: nun! folgende ‚Mauser: trilb erst: spät ein; gewöhnlich haben: diese einjährigen Vögel :uns. verlassen , ‚wenn: ihre. ‚Mauser beginnt. Nur. wenige’ erhielt ich än- einer Reihe ,von 22 Jahren, und zwar im August, an denen der.Kopf und . Nacken ‚. so: wie: ‚Kehle und Gurgel so weit: vermausert waren,. dass an diesen ‚Theilen ‚das. neue Kleid vollständig, anden fol- genden Theilen:aber, welcheidurch die vielen Kiele an junge Igel erinnerten, wenigstens die, Farbe mit: Sicherheit: bestimmt ‚werden: konnte. > 1JDiesesı nun erscheinende ‚Kleid: ‚lässt! von aussen immer noch mit Gewissheit ‚das ‚Geschlecht ‚erkennen. \lch habe dieselben mit sehr alten Weibehen. verglichen! und fand. nur, Unterschiede, die beim Weibchen ebenfalls. noch‘) vorkommen, ‚können., Schnabel und Augen: sind heller; ersierer ‚ohne‘ dunkle Spitzen. Alle. obern. Theile ‘sind: zeisiggrün, noch lebhafter ‚als. im: vorigen ‚Kleide, der Unterrücken \ zeigt; auch: mehr: Gelb; Kegel: und ‚Gurgel :bleigrau , jede Feder mit, breiter weisslicher Einfassung, daherdiese Theile! sehr. verschieden. von-dem vorigen Kleide sind; Ober- brust grauweiss, mit braunen, sehr scharf begrenzten Schaftstrichen, die sich ‚nur. /an den, Seiten‘. der ‚Brust ‚und auf den Tragfedern fortseizen. Mitte.der Brust und.‚Bauch.weiss,, mit gelblichem ‚Schimmer. ‚Die Trag- federn zunächst den, Flügeln schön gelb,; ohne: Schaftstriche. Die Flügel sind ‚dunkelbraun , ‚und: nur an’ den ‚grossen Schwungfedern' weisse Säume, an..den.andern, mil Ausnahme.der Handdeckfedern, ‚sind die; gelben Ränder verschwunden. Die gelben Spitzen der Schwanzfedern (haben sich: ver-' grössert, die Farbe zunächst der gelben Spitze ist braunschwarz und: wird
. ash nach Aa Wurzel hin wieder gelblich. Die Schenkel sind bereits hu
my: Siehe, Naumann’s: mei der vos Deutschlands." Bd: IT; 5. 175. 2 ’E
20:
‚Auch die in diesem Kleide beschriebenen Vögel 'mausern entweder später als die Alten, ‘oder verlassen uns, ‘sobald ihre Mauser beginnt, denn ich erhielt nur ein Uebergangskleid, zu den folgenden übergehend.
Sobald der Vogel, welcher bei uns das’ dritte Lebensjahr vollendet, im Mai ankommt, hat 'er sich ‘ganz ‘verändert, und lässt seine künftige Schönheit ahnen. Der Schnabel: ist schön rolhbraun,, die Iris kirschroth, die Zügel sind tiefschwarz; das ganze übrige Gefieder, mit Ausnahme der‘ Flügel und des Schwanzes, zitronengelb, auf dem Oberkörper‘ 'gesättigter ‚als an den untern: Theilen, ‘der ‘Scheitel und die Mitte des Rückens mit’ grünlichem Anfluge; Kehle, 'Gurgel und Brustmitte, weisslich ‘durchschim=' mernd, der Bauch fast weiss, an den sehr‘ blassen,, ‘grossen Tragfedern oft noch mit schwarzbraunen Schaftstrichen. ' Die Flügel und der Schwanz mattschwarz, erstere mit ‘weissen Säumen, die’ sich im‘ vorigen ''Kleide zeigten, letzterer mit grossen gelben Spitzen, die an den Eckfedern eine Grösse von 1Y, Zoll erreichen, aber'nur auf der innern Fahne ‚' während’ die äussere Fahne bis kurz vor die Spilze schwarz ist. Die‘ Vertheilung‘ der gelben Farbe ist noch so, wie bei dem zuerst ‘beschriebenen Kleide, auch an den Wurzeln der Schwanzfedern ist noch 'Gelb. 4
Im Juli oder spätestens August beginnt die Mauser und bringt dem Vogel sein schönes Kleid, was, obwohl äusserst selten, doch bei uns'in Deutschland ausnahmsweise vollständig angelegt wird. Zweimal erhielt ich im September (d. 6. u. 412.) völlig vermauserte Männchen.
Das Kleid, das so diesen Vogel im vierten Lebensjahre schmückt, ist einfach hochgelb und schwarz, der Schnabel braunroth; die ‘Spitzen der Handdeckfedern bilden einen schönen gelben Fleck. Am Schwanze hat das Gelbe der Spitzen’ auch noch zugenommen, denn es beträgt an den äussern Federn 4!/g Zoll und ist auch 'auf die äussere‘ Fahne über- gegangen. Die Flügel und der Schwanz sind sammtschwarz, mit Zeich- nungen, wie im vorhergehenden Kleide. ig denn
Bald nach der Mauser, und noch bei der Ankunft im Fröblinge, ist zwar das kleine Gefieder schön hochgelb, aber ohne‘Orange, erst im Juni und Juli. wird es brennend dotter- oder orangegelb.
Dieses zuletzt beschriebene wird von allen Ornithologen für das Kleid gehalten, was der Vogel bei jeder Mauser ea age und doch er- hielt ich noch ein schöneres Kleid.
«Im Ganzen zwar‘ ähnlich, aber die einen ‘Zügel setzten sich hinter dem Auge fort; auf den schwarzen, breit weisslichgelb gesäumten -Schwingen bildeten die Spitzen der Handdeckfedern einen schönern gelben Fleck. Die äusseren Schwanzfedern waren bis zur. Wurzel einfärbig gelb,
21
und noch ‘das ‚nächste Paar hatte nur in der Mitte, etwas Schwarz. Es war 'hier' das Gelb von den Wurzeln heraufgerückt. : Ein dem Männchen ähnliches Weibchen erhielt ich bis jetzt noch nicht.
Im August erhielt ich alljährlich ,' zuweilen schon von der Mitte des Juli an, alte!Vögel,, die in ‚der Mauser standen. Oft: war die ganze Kehle und Gurgel «—— denn hier"beginnt die Mauser — blos mit Kielen besetzt, ‘während: auf der obern’ Seite des Kopfes nur eben so viele‘altle Federn ‚noch standen ‚um eine nothdürftige Decke 'zu bilden, so dass unter jeder 2-3 Kiele (neu hervorbrechende) verborgen waren.
Meistens in’ der ersten Woche. des Mai kommt der Pirol *), selten -schon im April.‘ In: Nieder-Ungarn traf ich diesen’ Vogel am 27. April ‚41840 schon an, er mochte aber‘ schon früher angekommen sein, da auch bereits: die: Wachtel und der Wiesenknarrer, Crex pratensis, da waren; um Görlitz erschien er‘ erst den.9. Mai. — Sein Wegzug geschieht im August, nachdem bereits im Juli die Brüteplätze verlassen wurden. Gebirge meidet er, und’ nur'beim' Herumstreichen vor“dem 'Wegzuge, so wie‘bei diesem selbst, "kommt er in die ’Vorberge,, um daselbst die später reifen- den Kirschen zu plündern.
Als ein sehr : zänkischer Vogel: vertreibt 'er jeden seines Gleichen aus weiten 'Umkreise seines Nistbezirks, und eben so auch ‘jeden andern Vogel aus-unmittelbarer Nähe seines Nestes. Dabei ist er zugleich unge- mein’ scheu, jede einmal'bemerkte Gefahr macht ihn für lange Zeit miss- trauisch. — 'Ein- ‚und zweijährige Junge bilden oft kleine Gesellschaften, die einander beständig neckend von einem Gebüsch zum andern oft über ‚grosse, freie ‚Strecken "verfolgen. "Diesen Gesellschaften schliessen sich, wenn auch seltener, 3 und 4jährige Männchen an, die entweder diesen ‚Sommer nicht brüten, oder‘'die um’ ihre’ Weibchen gekommen sind.
'' Nach meinen . Beobachtungen "wird der Pirol’'erst im dritten Jahre fortpflanzungsfähig;,) denn'noch nie fänd’'ich in’ einem 'Neste Männchen ‚und: Weibchen fast‘ gleich gefärbt: Bee
Gegen’ eintretende kalte‘ ‘Witterung ist er sehr‘ empfindlich, "doch glaube ich kaum, dass dies Futtermangel bewirkt, da sich die Raupen, wovon er sich im Frühlinge am meisten nährt, weniger verbergen, als_ die geflügelten Insekten; anderseils hat er aber wieder so bedeutende
*) Meine Angaben beziehen ‚sich, wo nichts weiter angegeben ist, blos auf die Oberlausitz, und vorzüglich die Gegend um Görlitz, wo zwar höchst wahr- scheinlich die Ankunft einige Tage später erfolgt, als weiter nordwärts an der Grenze der Niederlausitz. Dort kam dieser Vogel 1838 schon den 27. April an. Ursache dürfte das zwischen der Lausitz und Böhmen ziehende Gebirge sein.
22
Lebenskraft, dass jeder nicht absolut tödtlich" verletzte sich‘ausheilt. Ich ‘bekam einen, der sich ein.dürres Aestchen mehr als’ Zoll: tief im die Brustmuskeln gestossen: hatte; wahrscheinlich‘ wurde: er; durch‘ einen Raubvögel verfolgt: Erwähntes ‘Aestchen hatte‘ viele;Federn mitin das Fleisch‘ gezogen , ‚um''dieseshatte sich ein Schörf,' und» unter «demselben ‚Haut: gebildet. Ein‘ Anderer, dem »beide: Beineizerschossen ‚ und’ diese ‚beiden Schröte- in: den ‚Unterleib ‚gedrüngen.. waren, der auch'noch an der: Brust; verletzt war, ‚wurde.\den «dritten Tag nach dem «Schusse‘'noch lebend gefunden. Ohne selbst:Gelegenheit: gehabt: zu: haben;,) diesen Vogel beim Baden: 'beobachten.zu ‚können ‚so, ‘glaube: ‚ich ‘doch ‘bemerken zu müssen, dass 'einst ein Bekannter von ‘mir einen schönen 'alten Pirolofing> (der sich. im Flusswasser :so durchnässt hatte,,: dass er nicht fliegen>könnte. -Als sehr. scheue Vögel hält ‚es schwer‘ 'die'Alten zu:beschleichen;1'im ‚Nistbezirke glückt, es noch am besten , wenn sich‘ der Schütze''ruhig 'an- stellt und: ‚den, Lockton nachahmt. ‘Die; herumstreichenden Gesellschaften ein- und zweijähriger Vögel: ‚sind‘ weniger vorsichtigy‘ wenn nicht etwa ältere dabei sind. '-Streicht. eine :solche/ Gesellschaft: ‚an seinem'/Waldrande oder einer Allee entlang, und der Schütze kann sich verstecken‘;so glückt es oft, zwei auf einen, Schuss zu .erlegen; die Andern kommen dänn oft auf nachgemachtes Locken. Bei ähnlichen Fällen 'habe-ich'«oft 4 Stück, von ‚einer Gesellschaft erlegt,. einst ‚sogar 3' auf einen Schuss. Fangen ‚kann man ihn in Drosselschlingen mit vorgehängten: Kirschen. Alte Vö-- gel, die bereits das hochgelbe Kleid: tragen‘, lassen zwischen den:Flöten- tönen ein leises Gezwitscher: hören, aber noch mehr ist ‘dies «der Fall bei den blassgelben ANDRES am allatmeision ‚schwatzen uapsengs die. 1- und 2jährigen. »\.: | nlörl bi. -& | ine nnaw Durch sein Yoriilgen der, Br Raupen dürfte«« en‘ wohkiden Scha- den, den;,er ‚an Kirschen‘ und, frühen ‚Pflaumenarten , auch Birnen thut, ‚wieder /gut- machen.i.Besonders..da er: dieRaupen des goldaftrigen und Ringelspinners, Bomb. chrysorhoea &' neustriaiverzehrt,.denn/ diese ‚Raupen frisst ‚meines Wissens; ausser Nem Kuckuck und -Pirel,»' weiter kein se: if vr ol Ani re ei oduRle
eillörln ie 1a nero
Iss1 MIETAE 5 ee: EB LHHIT 915
dar 1
23
=
Ueber das. Nisten. der: Wachholderdrosseln in. Deutschland. a U | Von" Ch. L. Brehm,
Pastor in ‚ Renthendort.
öV ‚Noi 40. Pardlic eich tie, Wachhölderdrosseln für rein inopälehe ‚Vögel; und warenses'in Wahrheit, ‚Deswegen hörte der Schreiber ; dieses \von . einem Freunde! der ‚eine\-Reise: nach Russland „gemacht halte, mit grosser Fretide 'die Erzählung 'von ‚den ‚vielen ‚Wachholderdrosseln, welche in Liv= und. Esthiland ‚brüten... \Späten!-las, ‚er mit, derselben .Theilnahme, ‚it Boje’s Reise nach! Norwegen, von ‚den grossen Schaaren . von Wachhol- derdrosseln ,» welche dort nisten' ‚und den, ‘Reisenden: durch ihr Jautes und durchdringendes Geschrei den andern Vögeln verriethen und an der genauen Beobachtung derselben nicht selten hinderten. Er war deswegen nicht wenig erstaunt, als ihm sein Freund, der Herr Baron v. Seiffer- titz auf Alsdorf bei Herzberg meldete, dass diese Vögel in seiner Gegend nisteten. Auf seine Bitte erhielt er von diesem ausgezeichneten Forseher'bald Nester) Eier'und flügge Jung6,'uhd'hattel/die Freude, diese zuerst zu beschreiben, denn bis dahin waren auch die Jungen dieses Vogels noch unbekannt. Später liess sich auch Herr Dr. Gloger ver- nehmen, dass er die Nester des "Turdus pilaris in der Nähe von Breslau schon vor einiger Zeit gefunden habe, er hatte aber Nichts davon be- kannt-gemacht;.. Im ‚Jahre ,-1836 | sah: ‚Schreiber : dieses -am:'9, Mai, diese Vögel: noch‘ vier Stunden:-hinter, Leipzig,' und,'schloss daraus, ‚dass ‚sie ‚nicht! weit;von diesem Orte nisten müssten.) Ja; ein aufmerksamer Beob- ‚achler versicherte‘ „ihn, schon‘,in den dortigen. Eichenwäldern die, Nester sder\»Wachholderdrosseln.; gefunden; zu. ‚haben... Im Juli 1840. zeigte ihm der: Herr Dr.«D ehnie. in deri,Hoflösnitz,. zwei: Stunden ‚von Dresden, die ‚Stellen in.den\dortigen ‚Kieferwäldern ‚an. denen die Nester.der, Wach- holderdrosseln gestanden halten. \;;Diese ächt nordischen Vögel waren also weiter» südwestlich, vorgerückt iund. hatte. ihren, Sommeraufenthalt, schon ‚milten‘.in.Deutschland aufgeschlagen , ‚eine Erscheinung ‚welche die, grösste ‚Aufmerksamkeit \.der-.Naturforscher, um so-mehr verdient, , je weniger ‚die ‚Ursachen ‚dieses Fortrückens ‚bis: jetzt. aufgefunden ‚werden! konnten: — Am | meisten aber ‚wurde: ..der.) Verfasser. dieses, überrascht , als; er-.im Juli -des. vorigen. Jahres ein -gepaartes ‚Paar-dieser Vögel von'dem 4, Stun- den von hier entfernten Riltergute Geroda erhielt. Diese -Drosseln gehö- ren‘zu.der Subspecies, welche er Turdus fuscilateralis- nennt;!und hatten
24
ohne Zweifel dort gebrütet, denn sie hatten bei Annäherung des Schützen ein 'heftiges Geschrei erhoben, und das Weibchen‘ "hatte einen grossen Brutfleck längs der Mitie des Unterkörpers. Unsere Bemühungen, das Nest .in einem nahen, an einem Teiche liegenden, Kiefernwäldchen auf- zufinden, waren fruchtlos. _ Bei Lindenkreuz , ebenfalls 1!/, Stunden von hier, hatte ein anderes Paar Wachholderdrosseln genistet und seine Jun- gen glücklich ausgebracht. In dem Jahre 1848 'brüteten zwar diese Vö- gel nicht in der hiesigen Gegend, allein ‘sie sind‘ dennoch‘nicht ganz. aus ihr gewichen, “denn ‘der Herr Forstmeister von Brandenstein, vauf dem Hain, bei Gera, bemerkte zwischen dieser Stadt und Altenburg eine ganze Gesellschaft‘ dieser Drosseln, wahrscheinlich Alte und Junge, im August dieses Jahres: — Aus dem Allen ‘geht deutlich hervor , dass die nordischen Turdus pilaris in Deutschland’ 'heimisch geworden sind. —
Ueber: den. Natternadler, _Aguila. brachydactyla.
Von
W. Pässler, Rektor in Rosslau.
Die Naturgeschichte ‘des Natternadlers, 'seine Fortpflanzungsgeschichte namentlich, ist noch nicht‘ hinlänglich 'bekannt ‚und ‘senthält’"manches Schwankende, das ihr: Naturforscher in neuern Werken gegeben’ haben. Berge ist, ’wie wir in seiner Fortpflanzung ‘der Vögel lesen, so glück- lich gewesen, das Nest des Natternadlers zu entdecken; leider 'sind die . “ Vögel von "einem "unkundigen Jäger getödtet: worden ,' sonst‘ würder‘er dahinter ‘gekommen sein, “dass es nicht die Eier ‘des Natternadlers''sind, die er als solche beschrieben und abgebildet hat. Ich war nicht so glück- lich, wie er, den Horst dieses Adlers zu finden , ‘wohl aber’ mehrere ‘ächte Eier in den Händen: zu ‘haben ‚und 'bin durch die Freundlichkeit'seines Freundes, in dessen Revier seit längerer- Zeit''der Natternadler ‘brütet, im Stande, Horst ’und Eier zu beschreiben. ‘Es dürfte angemessen 'sein, die Beschreibung auf einer "historischen Grundlage "aufzuführen, das darauf ankommt, mir dem gefeierten Namen eines Thienemann gegen- über Glauben zu verschaffen.
„Im Mai"des Jahres ang schrieb mir mein Freund, der Ober-
25
_ förstereWiese, im Regierungsbezirk Stettin, „durchstreifte ich "mit
meiner 'Försterei mein weites Revier, um Raubvögel vom Horste zu schiessen, und 'erlegte bei dieser Gelegenheit einen 'weisslichen Bussard’auf einem “ziemlich ansehnlichen Horste. 'Als ich den Vogel betrachte, fällt mir zuerst seine Grösse auf,’ und bei näherer Untersuchung finde ich, dass ich einen noch nie gesehenenVogel erlegt habe. :Aus’ dem Horste 'wurde mir ein’ grosses, bereits angebrütetes Ei gebracht, und der Vogel mir später ‘als ein männlicher‘ Schlangenadler bestimmt.“ Ich. bat meinen Freund um dieses Ei ‚ erhielt abschlägige Antwort, wurde aber auf spä- tere Zeit 'vertröstet,' da das verwittwete Weibchen: wiederum mit 'einem Männchen gesehen ’ worden’ sei. Im Jahre 1845 erhielt ich das aus dem Horste, auf‘ welchem der männliche Schlangenadler getödtet worden, genommene Ei, und endlich 1846 ein gleiches Ei für meine Sammlung, mit den erbelenen Notizen, die ich wörtlich aus dem’ desfallsigen Briefe entlehne.
„Im Jahre 1844 und'45 wurde der Natternadler‘ Anfangs Mai (das eine Mal bestimmt den 10. Mai) ausgenommen. Im Jahre 1846 besuchte ich 'bei guter Zeit den Horst und gewahrte zu meiner Freude beide Alte in’der Nähe. Um sie durchaus nicht zu stören, kehrte ich um, und nach ‘acht Tagen liess ich wieder nachsehen; doch der Horst war leer, aber zufällig wurde dicht daneben das neue Nest gefunden. Beide Alten zeig- ten ‘sich "und’'schienen noch’ zu bauen. ' Acht Tage später war es noch ‘ebenso, "und ‘denke Dir’ meinen Schreck‘, als ich unter‘'dem Baume frische Eierschalen finde. Ausgebrütetkonnten sie noch’ nicht haben, ‘dazu ‘war 'e$’ erfalirungsmässig noch zw früh. "Jedenfalls musste der Nestbau ihre Zeit zu lange in" Anspruch genommen haben, und’ das Ei ‘war früher gezeitigt, ehe das Nest fertig geworden. Etliche Tage später fand ich, dass der" Vogel ‘brüte, und noch’ am selbigen Tage, dem 23. Mai, wurde 'er'ausgenommen, hatte aber, wie’ die frühern Jahre, wiederum‘nur ein Ei, welches ich Dir hier sende. Du wirst Dich vom Stadium des Brütens selbst überzeugen, dä ich"Dir das Ausblasen überlasse. Es ‘würde weiter ‘damit fortgeschritten sein, ‘wenn er'wit“dem Nestbau weniger beschäftigt ‘gewesen und mit'dem einen Ei 'nicht' verunglückt ‘wäre. Dass die unter ‚dem 'Batme gefundenen 'Eierschalen von 'einem dienjährigen' Ei waren, ‚bewies die innere, noch weiche Haut.“
„Beide Hörste stehen "auf' einem’! Kiefern-Ueberständer" in sechszig- bis siebzigjährigen reinen Kiefern, immer auf einem wagerecht 'abgehen- den Zweige, der erste 6 bis 8 Fuss, der diessjährige 3 Fuss vom Stamme ‚entfernt. : Der erste Horst, welchen er bestimmt zweimal , wahrscheinlich
26
noch viel, öfter, zum Brutgeschäfte gewählt hat, war der grössere, aber ‚kaum.-so' gross 'wie der des Bussard,,' f. bufeo? der zweite: ist kleiner, 'und nach Art der Milanennester beinahe durchsichtig ; 'besonders die Ränder. Das Material zum Horste besteht aus’ dürren, ‘nicht eben. starken Zweigen, innen ist er. mit-dürren Reisern ausgelegt. ‚Der erste Horst stand 30.bis 35. Fuss-überm Boden; der: letzte, genau gemessen, ‚55 Fuss.* „u. «
: „Der Bestand, in‘ welchem ‘der Horst ‚steht, ist. ein ‚Kiefernbestand, 60:-bis 70 Jahre alt, ‚mit 100 bis 450jährigen. Ueberständern, am Rande einiger ->. bis 15jährigen Kieferndickungen;, welche ,. wie die benachbarten ältern Kiefern ‚mit. grössern ‚oder ‚kleinern .Mooren durchschnitten sind, „und woran’ in grösserer und geringerer Entfernung; sich grosse und kleine Elsenbrüche \anschliessen. ‘Werden hier auch öfter Vipera.berus, Coluber natrie und Anguis fragilis gefunden, so sind'sie doch zahlreicher in einem, von 'hier etwa eine Meile entfernten Forste am: Haffe:“
So weit mein Freund.
Was. nun. das, Ei des. Naiternadlers betrifft, so ist .es früher von Ronx und Schinz ‚richtig. beschrieben, . während es ‚Naumann ‚uni Thienemann, auch. Berg e in. seiner‘ Fortpflanzungsgeschichte röthlich ‚gefleckt beschreiben und abbilden, da das Ei stets ungefleckt ist. Inder Naturgeschichte von. Lenz ist. es, nach. den; Angaben ‚des Herrn. Apotheker Mechlenburg ‚ia Flensburg , richtig ‚beschrieben. Ich,;habe, ‚bisher, ‚nun, 3 ‚Eier unsers Vogels. längere | Zeit in, Händen. gehabt ‚und 3..andere ‚.die aus dem ‚Süden :' waren;,.'in Sammlungen gesehen, das: in’.der ;grossarligen ‚Sammlung des,Herrn Doctor Thienemiann ungerechnet;, ‚welches er.als ‚solches von Mechlen,burg erhalten ‚hat: und welches. er für,‚ein,Ei, vom Seeadler. ‚hält;*). ', Die., Beschreibung, des. aus; dem Horste, iu welchem dr Gr getödtet wurde, entnommenen Eies.ist ‚wie folgt.
‘Im .Verhältniss zur. Grösse ‘des Vogels ‚ist. das. Ei Gross; zu, nennen; 2 es. hält 3 Zoll,und 3 Linien in der, Länge, und 2 Zoll und 9 Linien in. der Breite , übertrifft, also an. Grösse auch ‚die grössten Eier .des-Schrei- ‚adlers ‚, wenn auch ‚nicht nach Länge; doch «an.Dicke und, ‚kubischem In- ‚halt, ‚und ‚kommt den:Eiern..des: Königsadlers nahe. ‚Die: ungewöhnliche Grösse des. Eies,, die sonst der, ‚Analogie, wenig entspricht, ‚erkläre,ich ‚mir. ‚aus ıder.. Nahrung des Vogels, ‚die.iaus Amphibien, vornehmlich ‚aus Schlangen besteht; auch ist ja der. Vogel:noch.igrösser, ‚als der Schrei- adler, und vorliegendes Ei, vielleicht ; von einem sehr. alten Vogel ge- legt,. das grösste. von allen, die ich. gesehen.
*) Ich habe vor einiger Zeit ein mit den hier beschriebenen gänzlich übereinstim- mendes Ei. dieses Vogels aus Süd-Frankreich erhalten. Der Herausg:
27
..+Die Gestalt des Eies ist eine rundliche,, an beiden Enden gleich. ab- "gerundete; am einen Ende fast: unmerklich dünner, als am‘ stumpfen Ende. ‚Die ‚Schale ist fest, rauh anzufühlen ‚mit wenig: sichtbaren: Poren, ‚ohne "Glanz. Die Farbe, ‘ein ’schwachbläuliches Weiss, ohne’ alle Flecke, ähnlich -der der 'Eier' des falco ‘palumbarius‘, ‚ähnlich darin auch den des. »ultur ‚fulvus ; welchen es überhaupt in Farbe und Textur der Schaale: merk- würdig ähnelt.‘ Auch ‘einige Körner am 'stumpfen 'Ende,‚»'als ob: ‚Gips -darauf gespritzt‘ wäre, hat-es mit denselben gemein. . Von’ manchen Eiern - des Seeadlers ist das des Natternadlers schwer zu unterscheiden, indess ist die Gestalt jenes Eies eine mehr oder weniger gestreckte; trilt es in kürzerer Form auf, so ist es an der Basis abgerundet, am spitzen Ende ungleich schmäler zugerundet, ungleichhälftig, die stärkste Wölbung dem ‚Stumpfen Ende sich nähernd, während) das. Nalternadlerei gleichhälftig; die unmerklich stärkere Wölbung in der Mitte, erscheint. Ferner ist die Farbe des Seeadlereies entweder gelblichweiss oder bloss weiss, seine Oberfläche weicher, in der Regel einige Reifen gleich den Eiern der grössern Eulenarten enthaltend, seine ‚Schale dicker und das entleerte Ei also schwerer, als das des Natternadlers; ferner fehlen ihm die oben „erwähnten charakteristischen Körner. Inwendig hat''unser Ei ‘einen schwa- ‘chen ‚' grünlichen Schein. Durch ein Vergrösserüngsglas betrachtet, er- ‚scheint die Oberfläche desselben uneben, wie mit Hautflechten eh ‘besonders am 'stumpfen Ende.
7 Das'im Jahre’ 1846 'gelegte Ei des Aquila rg welches 'sich in nieiner Sammlung befindet, gleicht im’ Wesentlichen dem beschrie- -benen, ist jedoch’ kleiner‘, Wenger rauh, weniger bläulich, wie‘'sich ja ‘auch bei den‘ Eiern’ des f. palumbarius dunklere 'und blässere' finden. ‘Zwei einem‘ Neste‘ entnommene), in einer andern Sammlung ige Hu sind bedeutend’ kleiner , dagegen aber 'bläulicher gefärbt.
So ist! alsoı nach "Obigem das - Ergebniss für - " Forlanamgs- —__ ‚des Natternadlers: le
‘Dieser Adler‘ liebt‘ den‘ Nadelwald, baut sein . des Bühkard an ‚Grösse ähnliches Nest'Ende April oder Anfang Mai 'aus trocknen Zweigen 'und ‚Reisern auf Bäume, 'legt \in‘der ersten Hälfte des Mai P'bis’ 2" Eier, in’ deren Bebrütung das Weibchen ‘vom Männchen abgelöst wird." Die ‚grossen Eier''haben eine ee Form, sind’einfarbig‘,, von einem bläu- ‚lichen "Weiss.
Während ich Obiges niederschrieb, erhielt ich "einen Brief von mei- nem. Freunde, dem ich Folgendes entnehme:
„Alle Zweifel irgend welcher Art, dass das Ei von einem ‚andern
28
Vogel, sind ungegründet, und auf mein Wort kannst ‚Du Dich verlassen. ‚Ich kenne ‘den Vogel zu genau, und wer ihn einmal gesehen, wird ihn nie vergessen. Er ist zu eigenthümlich in seinem Fluge, und zu erkenn- ‘bar in seinem Nestbau, mit dem Seeadler gar nicht zu verwechseln. Mir ist noch kein Vogel vorgekommen, der so beharrlich in seinem Lieblings- -aufenthalte sich‘ gefiele, selbst ‚wenn er alljährliche Störungen erlitt. Viermal hatte ich ihm sein: Ei geraubt, das erste Mal’dem: Weibchen das Männchen getödtet, gleichwohl hat es in: diesem 'Frühjeb wieder an der- selben Stelle‘ gehorstet.*
Beiträge zur Naturgeschichte einiger dem S. 0. Europa’s angehörenden Vögel,
Von
Eduard Baldamus.
Die folgenden ‚auf: eine Reihe von südöstlichen Species der euro- päischen Ornis sich. ‚erstreckenden Beobachtungen wurden auf einer Reise in Ungarn, im Jahre’ 1847, gemacht. Die Reise, vorzugsweise ‘im In- teresse der Ornithologie, und speciell der Oologie unternommen, würde in Begleitung ‚eines jungen Mannes am 22. März angetreten und:am 5. Au- gust ‚beendigt.. Um: Wiederholungen bei den einzelnen monographischen Fragmenten zu vermeiden, theils auch um den geographischen Beobach- iungskreis im Allgemeinen abzugrenzen, möchten: einige‘ einleitende , die Topik und Chronik der. Reisen betreffende Notizen nothwendig sein (nebenbei auch die Aufzählung der unterwegs bemerkten: 'Zugvögel). Also, am 22. März, nach Leipzig (S. tithys). Am 23. nach Dresden, am 25. per Dampfschiff nach Prag. “Von hier per Eisenbahn ’am 26; (Abends) nach Wien. Bei Lundenburg' Larus ridibundus. Am: 30. nach‘ Pesth. (Dampfschiff). Am; 31. 'auf den Blocksberg /(Ofenier'Gebirge). Die ersten S. oenanthe und F.; tinnunculus (gepaart): Am.2.: April nach Semlin (Dampfschiff). ' Gleich ‚unterhalb Pesth auf der’ ersten Donauinsel zahlreiche Milo. ater und eine. starke, ‚im. Nestbau''begriffene ‘Kolonie ''von ‚Carb. Cormor. *) und Ard. cinerea. Bei Földvar Nisthöhlen von Merops apia- sier und Air. riparia, eine grosse Fläche des lehmigen Donauufers be-
*) Merkwürdig genug, da zwei von uns beobachtete, starke Kolonien im Banate erst gegen Ende Juni Eier hatten.
29
deckend.: An.einigen Stellen Charadr. minor und Actit. hypoleucus. Erste Schwalben (urbica und rustica.) Aquila albieilla sehr häufig. Viele Nester von ihm (und imperialis ?); auf den Pappeln der Inseln. Nistkolo- nien «von ©. 'monedula und’ F.. tinnunculus in den Lehmwänden, _ Am 3. Abends in. Semlin: (über Titel a Theis). Am 4. Excursion nach Bec- sania und Scurdzin an den Save-Sümpfen. $. phoenicurus, Muse.; albi- collis, Anth. pratensis et arboreus, Ard. nyelicorax (dicht an den Mauern Semlins erlegt) und. purpurea , mehre Tringa- und Totanus-Arten (cali- dris, stagnatilis? glareola etc. Vanell. eristatus, Sterna: nigra el leuco- pareia etc. Am. nach der Reiherinsel:bei Belgrad. Cueul. canorus, Sylv. :cinerea,, ‘viele Nester von Mil. aler \et regalis,; 3 von Aquil. albi- eilla; Ard.; purpurea. erlegt.. Am: 6. nach den Lehmwänden oberhalb Semlin.»' Cypselus‘: apus ' einzeln. Am 7. nach Pancsova im::Banat. Auf den»Inseln der untern Donau A. albicilla (imperialis) noch häufiger; Falco 'lanarius. Am 8: nach‘ einem Feldgehölz; bei Jacuba. Horst von F. lanarius mit5 Eiern. Weibchen erlegt. Horst von: A. fulva. Corv.corax hat Junge. Col. oenas et palumbus. S. luscinia, currücay, Sax. rubicola. gepaart. Milv. ater et regalis gepaart und die Horste aus- bessernd. Am 9. ebendaselbst Up. epops, Numen. arqualus. Am 10. nach:Oppova. Am 11. nach dem Kaiserwalde. Anser cinereus und und An..boschas brütend. In Oppova meinen Gefährten zurücklassend, am 42. nach Pancsova: zurück. Am» 43. nach: den Insel Ofjianacz. In einem Horste von Ag. albicilla 2 Junge, 5—6 Tage alt. Nest mit 4 Eiern’ von Anas: strepera.: Am 14. nach den Inseln Schaclanacz und Stephanacz. Viele Horsie von Ag. albieilla. Ag. pennata? — F. lana- rius mit: einer: A. quergued. in den Fängen' nach ‘dem Serbischen Ufer ziehend. Ard.: cinerea mit ‚einem ziemlich reifen, weichschaligen, ge- färbten-Eie. Am 416. (mit Dampfsch.) nach Orsova. Auf den zahi- reichen, mit Pappeln, Weiden, Eichen etc. bestandenen Inseln überall grosse Horsie (Ag. albicilla, haliaetos). Ein Paar F. pennata im Kampf mit ‚einem albieilla: ‘Bei Semendria erste Ard. garzeita, comata und Ibis falcinellus in Heerden am Ufer. ‚Von Drenkova abwärts in der Nähe der Klissura erst 24 Vult. fulvus, später 12 Stück in ziemlicher ‚Höhe krei- send. Auf einem Felsenvorsprunge Ag. fulva sitzend (ich fand dort später das Nest). Am 17. nach Mehadia. Im: Czerna-Thale überall V. fulvus häufig, Ag. fulva einzeln. Schaaren: von Fring. coelebs: auf dem Zuge! ‚Turdus sazatilis singend. Am 18. nachdem Wasserfalle., Ember. cia. Am 20. nach den. Hercules-Bädern, E.. cia: häufig.» Mot. boarula bauend. (Saxifraga Rocheliana.) Am 21. .in das Biela-Reca-Thal;
“
30:
Im engen Geröllbett Charad. minor und‘ Act: hypoleue., gepaart. Nest: von 7. merula mit 5 Eiern. ' Am 26. nach dem römischen Aquadukt und Orsova. Am 27. nach Dubova. Turdus sawat. gepaart. Am 28. nach den „Adlerfelsen‘“ bei der Klissura. Horst mit zwei Eiern von Ag. fulva, Tags zuvor weggenommen (ich fand die zerbrochenen Eier in'Du-: bova vor). Mehre Horste von V. fulvus erstiegen, aus 'einem “ein Junges genommen. ‘Horst von F. lanarius mit Jungen (weder: von unten, . noch von oben her zu ersteigen). Am 29.1: Cuc. canor., braunes Weibchen, mit vollkommen reifem Eie. Percnopt. Cathartes. : Den 1. Maivnach Me- hadia' zurück. Am 3. T. saxatilis nistend. Am 8: ein Ei vom Char. minor. Am 12. Excursion nach den Alpen des Banater>G@ebirges (südwestl. Stock des Transsylvanischen Gebirges): Museie.\ paroa im :Mit- telgebirge, gepaart. Anth. arboreus: und 'S:\rufa bis» zur \Knieholzregion. Nest von Turd. torquatus mit 3 Eiern.‘ Nest von Tetrao bönasia: mit 6 Eiern. Am: 45. auf dem Gebirgsrücken über den’ Hunga Kaminick “und Domoklet zurück nach den Hereules-Bädern.: Am:47.-nachudem! Dio- mioklet: 2: Musc. parvg und 2 Emb.»cia erlegt. Ein Bär. "Am .»19. nach Pojana Rakelli. Horst von Percn. Cathart. unersteiglich: . lm Czerna-Thale ‚S. nisoria; Nest von Fring. coelebs: mit: 2' Eiern! .'Am23. über Orsova nach Panscova zurück. Dicht (oberhalb ‚der Klissura 'einen Pelecanus crispus vom: Dampfschiffe auserlegt (konnte wegen der. ge- fährlichen Strudel 'nicht angehalten ' werden). In Pancsova ein ‘alter (ge- flügelter) Pelec. crispus auf der Temes. Am 25. nach Opp ova..—- Mein Reisegefährte ‚war indessen nach Ecska am weissen‘ Morast, nahewbei Nagy-Becskerek, ‚gegangen, wohin ‘ich am 27. folgte. Die: von ihm» in Oppova ' zurückgelassene Ausbeute war fast gänzlich wegen schlechter Präparation ‘verdorben. Vom 27.Mai bis zum +43.» Juli» blieben wir in Ecska, von wo aus besonders der weisse Morast und seine interessanten‘ Kolonien besucht: und untersucht wurden. Am 13. Juli reiste ich alleim»über: Pancsova nach'Semlin, und machte von dort aus einen fünftägigen Ausflug nach Serbien, ohne grosse Ausbeute ‚an Acquisitionen und Beobachtungen. Die: Rückreise erfolgte dann per Dampfschiff über Esseg’ (an der Drave), Pest, Wien (wo mein Reisegenosse zu mir stiess), Breslau, Berlin.‘
Zu den Vögeln, welche ich in irgend; welchem Bezug näher beob- achten konnte, oder über die ich' sichere Beobachtungen’ aus glaubwür- digen Quellen zu beziehen ‚Gelegenheit hatte, ‘gehören folgende: 1. Vultur fulvus, 2. Ag. albieilla, 3: Ag. pennata, 4. F. lanarius, 5. Muscie, parva, 6. Nueifr.' caryocat.,. 7. Turdus savatilis, 8. Pastor roseus,:9. Parus pendulinus, 10. Ard. egretta, 11. A. garzetta, 12, A. comata, 13. Al nye-
31
teoraz, 14. A. purpurea, 15. Ibis 'faleinellus, 16 Himantop. rufip., 17. Totan. stagnat., 18. Glareola torquata, 19. Sterna leucopareia, 20. St. leucoptera, 21. Lar. melanoceph., 22. Anas rufina, 23. Carbo reg 24 0. cormor., 25. Pelecanus orispus.: Yaltur fulous. Zuerst'sah ich diesen Vogel über seinen 'Horst- plätzen in der Nähe der Klissura im Fluge. Der freundliche ‚‚Capitano' des Dämpfers‘* zeigte mir ‘eine Gesellschaft von 24 Stück, welche in ziem- lich’bedeutender Höhe ’sich in schönen Kreisbeschreibungen ergötzte, unter dem’ Namen: von Adlern, den’'sie dort mit allen grössern Raubvögeln 'ge- meinschaftlich führen. | Nur Peren. Cathart. ‘heisst Geier ; während’ unser Vogel'als brauner ‘Av'von den’ schwarzen, (Aq. fulva, imperialis und albieilla) unterschieden wird. — Auch zeigte man mir seine',,Kölonien‘ am’ Kasan, der’ höchsten Felsenwand, welche aın linken‘ Donauufer den mächtigen Strom’ zu jener berüchtigten’Stromenge, der Klissura, einpresst. Etwa eine ‚halbe ‘Meile ‘abwärts zog’ wieder eine Horde von: 12 Stücken’ ihre schönen Schneckenlinien in’der blauen Höhe. — Wahrscheinlich waren es, da die ‚Weibchen damals noch Eier hatten und am eifrigsten brüteten, nur Männchen , obschon die Zahl’ beider Gesellschaften auf Paarschaften . Sehliessen liess. Meine Vermuthung wurde später zur Gewissheit, da wäh-' rend‘ dieser Flugergötzlichkeiten' ein gegen die Nestkolonie 'gerichteter Schuss'gegen 12—15 Weibchen von’ den Nestern scheuchte, ‘die unbe- ' achtet von’ jener hoch oben’ kreisenden Schaar in der Nähe der Horste' hin und her 'schwammen;, freilich ausser Schussweite. Am’ auffallendsten erschien mir zunächst dies’ kolonienartige Zusammenwohnen der’ grossen Raubvögel. ‘Freilich enthält fast ‘jede kleine Donauinsel mehre, "oft 4-5 Adlerhorste' ‘neben einer Menge solcher von Milvus ater, deren ich sogar zweivauf einem Baume fand, und 'die’Sache findeb wohl ‘darin: ihre voll-' kommene Erklärung; dass’ die’ genannten Arten, namentlich also Vultur fulvus, Ag. albieilla, Milo. ater, zu denen sich noch V. cinereus, Cathart., vielleicht auch Ag. 'imperialis und: Milous regalis 'gesellen mögen, keine Kosiverachter sind, und sich ..fast' noch mehr von lebenden und abgestan- denen kaltblütigen Wirbelthieren, als von warmblütigen und vorzugsweise von:dem Aase der letztern 'nähren. Hieran' ist ‘aber in Unter-Ungarn überall grosser Ueberfluss, da sowohl die Golumbaczer Mücken, als rauhe, nasskalte. Witterung *) fast jährlich eine grosse Menge Pferde und Rind- *) Bei den kalten, stürmischen Regentagen vom 11. bis zum 14. Juni, wo die Tem- peratur bis auf 50 R. gesunken, waren allein im Banat. viele tausend’ Pferde und) „Ochsen umgekommen, und überall sah man Kadaver. theils schon: skeletirt, theils,
._ von Schweinen, Hunden, Elstern, Raben, Adlern, Geyern, Milanen umlagert,, die ‘ sich um ihre Beute stritten.
32
vieh zu Grunde richten.:Ich begab mich von Mehadia aus nach dem Dorfe Dubova, ganz in der Nähe. der Kasan-Felsen, und bestieg dieselben. von der nördlichen, nicht. zu steilen Abdachung aus in Begleitung des Försters von :Orsova und zweier Wallachen. ‚Der eine derselben, ein Ziegenhirt, war. von oben herab schon öfter nach einigen Horsten gestiegen, 'und ich unternahm unter seiner Führung das gefährliche Wagestück, in den Spal- ten und ‚Schluchten des fast senkrechten, 800 bis 1000 Fuss hohen Fel- sens gegen hundert Fuss hinabzusteigen. Wir kamen zuerst nach ‚einem auf einem ‚höchstens 3° breiten Absatze befindlichen Horste, in welchem der Führer, vor. einigen Tagen 2 Eier (gefleckte) gesehen ‚hatte. Sie waren Tags zuvor von einem andern Hirten genommen, und ich fand: sie am Abend, zerbrochen vor seiner Hütte. Die Kinder hatten damit gespielt. Es waren Eier von A. fulva. Nach endlosen Beschwerden und: nachdem wir drei andere .‚Horste ebenfalls leer gefunden, kehrten wir: nach D.' zu- rück, um am andern !Morgen die Ersteigung ‚von unten zu.'versuchen. Ein gegen die Felsenwand gerichteter Schuss scheuchte über ein Dutzend’ Geier von den Horsten. Wir merkten uns’ diese, und ich. begann mit einem der Wallachen den: anscheinend am leichtesten zu erreichenden zu erklim- men.,, Dieser ‚mochte in: einer ‚Höhe zwischen 200—300° sich befinden, und wir ‚halten zunächst ein sehr: scharfes, nachgebendes und steiles: Geröll, von ‚Weissbuchen, Berberitzen, Cylisus- ete.' Gestrüpp durchwachsen, zu überwinden. Die Wand selbst hat höchstens eine Neigung von 80° (beinahe senkrecht), bietet aber in häufigen, kleinen. Spalten. und Absätzen die: Möglichkeit des Steigens und Klimmens. Ich hatte die Flinte über: dem Rücken, war. also noch mehr behindert, als der Wallache, ‚der voranstieg.! Der von ‚unten kaum bemerkbaren Höhle gegenüber angekommen, : rief mir ‚der Wallache zu, dass der ‚‚Adler ‚zu Neste sitze.‘ Ich: stieg‘ die
noch: wenigen Fuss zu ihm hinauf. ‚Das Gewehr konnte ich nicht vom: - “ Rüken nehmen ‚indem: ich mich: in ‘der schwindelnden Höhe mit beiden Händen festhalten musste. Der Vogel ging, trotz ‚dessen, dass: ihm der Wallache höchstens 3 Schritt gegenüberstand, nicht aus ‘der: Höhle. Es war. ein. Spali von 2—3° zu überspringen, um in der: Höhle festen Fuss zu, fassen. Er wagle'es nicht, und so standen wir lange Zeit unentschlossen in. der grausigen Höhe. Ein Angriff des Vogels hätte uns unfehlbar hinab- gestürzt. Da kam der"unten stehende Förster auf den: Einfall,‘ sein Ge- wehr abzuschiessen. Der Vogel stürzte neben und über uns heraus, und der Wallache sprang in die geräumige, 4—5* breite, 6° hohe und 7—8° tiefe Höhle hinüber. Es war ein wenige Tage altes Junges im Horste. Weder Ueberbleibsel von Nahrung, noch Bruchstücke der Schale. Das
33
Nest aus wenigem Reisig und Stroh, wie jener Adlerhorst, bestehend, Mein. Begleiter brachte: jetzt in seinem mit. dem. Ledergürtel unterbunde- nen Hemd ‚den jungen. Vogel ‚herab; , während ‚ich, bis zu einer sichern Stelle hinabkletternd, auf. .die Rückkehr des Alten wartete; nach mehr- stündigem Harren brachte ich einen wohlgezielten Schuss auf den zu Horste gehenden Vogel ‚an, allein obwohl ich Posten geladen hatte und die Ent- fernung, höchstens. ‚60° ‚betrug,, der. Vogel flog, anscheinend unverletzt, ‚davon. »-Ich hatte ınun, wenigstens das Junge, das die Grösse eines star- ken ‚Hahns: halte, ‚überall,mit dichtem, ‚schmutzigweissem, wolligem Flaum bedeckt;..bald sehr, hungrig, war, und. einen..sehr empfindlichen Geruch, besonders 'durchi..die; Nasenlöcher, . verbreitete. Bei . unserer Ankunft in Dubova: verzehrte ‚mein. neuer Kostgänger. ‚(ich.;war damals bereits im ‚Besitze von 2: Adlern einigen ;Milanen. und Falken), 2 Steindrosseln und einen: Kuckuk, und: am. andern Morgen (einen rolhen Milan, einen. halben. (zweipfündigen) Karpfen.und die Eingeweide: von. versehiedenen Vögeln. Zwar gab er. diese ‘ganze Mahlzeit, auf.dem Wege nach Orsova. wieder von sich, "wahrscheinlich in. ‚Folge des ‚ungewohnten. schnellen Fahrens, verschlang indess gleich, nach Ankunft wieder. eine tüchtige Portion mit dem besten Appelite...Ich.gab ihn nun bei dem Hausknechte in Kost und sah ihn erst :nach drei Wochen .„wieder,.. ‚Binnen ‘dieser Zeit. waren die Steuer-, grossen Schwung- und Schulterfedern etwas über 2’, lang gewor- den.\Die ‚Kiele,/etwa.von: der‘Stärke der Truthahnschwingfedern,. waren ‚sehr weich und voll-Blut; die Flügel. wegen der ‘Länge der, Ober- und Unterarmknochen ;ete; ‚waren. (und blieben. bis; zuletzt) so schwer, dass sie vom Ellengelenk.. an. auf ‚dem. Boden. ‚schleppten,,, so dass der, Vogel fast bei jedem ungeschickten Tritte, darauf, trat; in, Folge dessen ; brachen die Unterarmknocheu auch. zweimal; und ich. musste. nicht: nur Schienen anlegen, sondern..die Flügel mittelst eines breiten; Bandes an ‚den; Körper festbinden. »Der etwas über 'einen ‚Monat alte. Vogel hatte jeizt einen so starken Appetit, dass..er binnen 24 Stunden 2 Kalbseingeweiden (Gekröse: = ‚Lunge, Herz, Leber ete;)‚verzehrte,, daneben ‚noch Alles, ‚was in sein Be- reich‘ kam (Holz- und Erdstücke. .etc.) ‚verschlingend, und ‚manchen Bis- sen: von.den. Passagieren‘ des Dampfschiffes ‚erhaltend... Wenn; man ihm ein ‚ganzes; Thier vorlegle, so suchte er. schon jetzt die, Bauchhöhle zu öffnen, was ihm aber, da die Füsse .die eigene Körperwucht noch. nicht zu tragen vermochien,.nicht ‚gelang. Oeffnete man,.ihm ‚aber. dieselbe, so, steckie ‚er init. einer unbesehreiblichen Gier und.unter fortwährendem Geschrei. Kopf und Hals hinein, und riss die Eingeweide;, heraus. „ Als ‚er ‚später. seine
starken Füsse gebrauchen lernte, liess er, den übrigen Körper , der ‚Vögel Naumannia. I. 1. 3
34
unberührt, bis 'er die Bauchhöhle geleert halte, und frass nur "das von Federn gereinigte Fleisch sammt den’ Knochen, benagte 'aber auch‘ beson- ders gern die grösseren Knochen, die er nicht verschlingen konnte, . Fast eben so gern, als die Eingeweide der warmblütigen ‚Vertebraten, frass er frische, noch lieber abgestandene, "auch bereits riechende Fische; ferner Eidechsen und Frösche, obwohl nicht so gern. In seinem fortwährenden Heiss- hunger (ünd ich habe'ihn nur Auf Minuten satt gesehen, in welchem Falle er sich auf das Fleisch legte,’ däs er augenblicklich nicht mehr verschlingen könnte, 'und ‘es ‘dürch Schreien und Schnabelhiebe gegen einige ‘bereits völlig flügbare Adler, Milanen, Falken ete.'vertheidigte) in seinem Heiss- hunger war er stets so ungestüm, dass 'er, sobald er mich mit odersohne Futter in den $rossen Hühnerställ' kommen sah, auf mich ‚losstürzte, und dabei seine eigenen niederhangenden Flügel unbarmherzig bearbeitete. Zugleich erhob er ein ununterbrochenes' Geschrei‘ (sogar während'des Ver- schlingens), wobei'er den‘ Hals’ "wägerecht 'ausstreckte, demKopf "heftig schüttelte, und sobald er mich erreichen konnte, in‘die Füsse, Kleider etc. kniff. Diess unangenehme, meist auf g, & und I (eingestrichene/.Oclave) sich 'haltende, wie ‚„kweikriäu‘ klingende Geschrei; sein ungeslümes Wesen, wenn er nicht vollgestopft "war (in ‘welchem Falle er,'den Kopf mit ausgestrecktem Halse auf dem Boden und noch lieber: in meiner Hand ruhen liess, wobei er “einige leise girrende Töne des Wohlbehagens- ver- nehmen liess) ; und endlich der’ unangenehme Geruch, den‘ der ‚fortwäh- rend 'aus der Nase fliessende, ‘durchsichtige ,; zähe Schleim verbreitete, machten 'mir den ‘Vogel, trotz seiner Anhänglichkeit’an meine: Person,.— er ‘wusste ‘mich sehr wohl von’ Andern’ zu unterscheiden und ‚wendete sich stets an mich, wenn ich mit''mehreren Personen eintrat; —— doch ızu- weilen recht unangenehm.’ — Am"45: Juli, ‘also nach’ weitern :3:'Wochen, halte‘ der Vogel reichlich" die Grösse ‘und Schwere 'einer Gans ‚erreicht, war aber 'grössentheils immernoch’ mit wolligem Flaum bedeckt;>aus!dein die Federn nur eben hervorsprossten. Die Steuerfedern hatten’ jetzt. eine Länge von 56, die Schwüngfedern waren’ etwas länger, ‘die Kragen- federn gegen 3% lang. Anfangs August 'war der Vogel ziemlich! aisge- ‘wachsen twnd'befiedert, 'obschon’ keineswegs flugbar; was die übrigen‘ zu dieser Zeit’ sein Ihtäheni da die Geier bereits in den’ ersten Tagen dieses "Monats in die Ebenen der Theiss, Temes,' Donau ete.’ kommen, und sich "hier, nach Aussage der Bewöhner, in Schaaren :oft'von Hunderten zusam- menschlagen, und besonders in’ der Nähe‘ der‘ nusgewocktieten Moräste etc. ihre reichliche Nahrung‘ finden." bir bum .nionid alall hen Der braune Geier soll atich auf Bäumen 'horsten;' so’wollte wenigstens
35
ein Waldhüter zwei Horste im innern Gebirge auf zwei alten, hohen Weiss- buchen gefunden. haben. . Ausser: der ‚oben, ‚erwähnten Colonie fand ich deren noch‘ zwei im Czerna-Thale; stets an schroffen, hohen Felswänden; die ‘Horste hier wie dort: auf ‚Felsenabsätzen, unter Vorsprüngen, in Höhlen. Nach... Aussage der .‚Wallachen legt. der Vogel zwei weisse Eier *), grösser: als Gänseeier,i die er‘ 4. Wochen lang bebrütet, ‚erzieht aber 'sellen mehr. als. ein. Junges. Zu. Anfang. März spätestens sind die Geier am Brutplatze (wahrscheinlich schon früher!) und.haben gegen Mitte März: Eier, ; was, ‚ganz ‚mit meinen eigenen ‚Erfahrungen übereinstimmt, da die, von.mir.gesehenen jungen Vögel am 28. April 5—6, Tage alt sein:mochten. Gegen Anfang August verlassen: die ‚Alten mit. den Jun- gen :die Gebirge und ziehen‘ nach.der ‚Ebene. So wenigstens; in: Ungarn und: der: Wallachei. ;
Aquila albicilla. Dieser Vogel: ist ne. gemein. in Kusass und wohl kaum weniger zahlreich ‚als. Yultur fulvus, wenn gleich nicht, in so grosser ‚Anzahl zusammenwohnend,, Fast keinynoch so kleines Gehölz in: der Nähe ‚der fischreichen Flüsse, Seen: und, Moräste Ungarns ist ohne Horst, den man wegen seiner. bedeutenden, Grösse weilhin : erblickt, zumal ‚vor. der Belaubung ‘der Bäume. So, fand ich auf ‚mehren 4—5 Morgen haltenden Donauinseln-4 und 5: Horste., ‘Am ‚13. April. fand. ich. in ‚einem solchen zwei etwa,8 Tage alte Junge, und 5, bereits in. Verwesung_ übergehende Fische (Karpfen). -— Der.Seeadler beginnt in Ungarn schon, gegen Mitle ‚Februar ‚Eier. zu.legen, 2 bis ‚3, obschon 3, Junge in, ‚einem: Neste ‚selten sind. ‚Auffallend; erscheint es, dass die ‚Seeadler weit schneller auszu- wachsen. ‚scheinen; ‚als ‚die; braunen: Geier ; denn sie. scheinen Mitie Mai ‚vollkommen, flugbar. zu. sein, wie ‚denn',mein. Begleiter. zu. dieser Zeit in ‚8 Tagen 7, Stück ‚geschossen ‚ ‚aber ‚leider so ‚nachlässig. präparirt ‚halte, ‚dass, sie,inicht. zu. gebrauchen. waren, obschon diese Suite dadurch um so interessanter, war, dass die Exemplare in Grösse, Färbung und Zeichnung ‚ziemlich .‚bedeutend) von ‚einander abwichen, ‚Auch meine Pfleglinge. waren „unter. der. Sorge ‚eines Kellners. in Pancsova so. weit, gediehen,: dass ‚sie ‚am 23. Mai völlig ‚flugbar. waren... Leider..erhielt. ich. nur; einen von diesen, ‚der.sich ‚aber. so schön glatt gehalten.halte und so sanft und, zutraulich ‚war; \.dass. er mein besonderer Liebling wurde;, dagegen: war; und blieb ein ;geflügelter, junger. Vogel. so ‘ungestünn‘ und. wild, dass ‚man;ihm nie _ anders als mit..der: grösstem-Vorsicht_ nahen. durfte, während, jener oft traulich ‚mir -auf' Arm. und Schulter. sass und die Nahrung (Fleisch, ‚lieber
» I rare % f . . " *) Sind schon ‚bekannt und in vielen. Sammlungen.
3#
36
Fische) aus der Hand nahm. Der Seeadler ist übrigens ein feiger Vogel, und ich habe ihn, wie früher auf Sylt von Sterna Caspia verfolgt, so hier im Kampfe mit einem Paar A. pennata in der feigsten, ängstlichsten Flucht gesehen. — Seine Nahrung theilt er hier in Ungarn, scheint es, ganz mit den Geiern, zieht aber Fische, auch abgestandene, allem Andern vor, und besucht desshalb mit jenen, den Pelikanen und andern : Ichthyo- phagen im Juli und ‘August die Be ame Teiche ete. der ungarischen Ebenen.
Aquila pennata. Ich habe den auch 'in Ungarn nicht‘ gar igäh Vogel nur zweimal’ gesehen: das erste Mal einen einzelnen Vogel,; der sich durch’ seinen adlerartigen Flug gar zu sehr ‘von dem der Buteonen unterschied, unweit Semlin; das zweite Mal vom Dampfschiffe aus ein Paar in der Verfolgung eines Seeadlers begriffen, den es von einer Donau- insel bis hinüber an das Serbische Ufer geleitete. Wahrscheinlich hatte dies Paar seinen Horst auf jener Insel, da es den in die Nähe derselben kommenden Seeadler sogleich angriff und mit der grössten Wuth verfolgte. Uebrigens ist dieser „kleine Adler“ den aufmerksamern Jägern dort sehr wohl 'bekannt, und nicht nur ein auf dem Schiffe reisender, vielgebildeter ‘Magyar (Vieegespan des Czöngrader Komitats) erkannte die Vögel als 'solche, sondern ein'ebenso gebildeter als liebenswürdiger Jäger, der Oberst des Deutsch-Banater Grenzregimentes, v. Susan in Pancsova, hatte, ebenso sein Adjutant, den ‚kleinen Adler‘ öfter gesehen, und rieth mir, nach einem eine Meile von Pancsova entfernten Gehölze zu gehen, wo ich den Vogel wahrscheinlich finden würde. Statt dessen fand ich aber dort ganz unerwartet den Horst von-F. lanarius. Auch dem wackern Förster La- 'zarovics in Orsova war dieser Adler bekannt, und ‘scheint also auch in‘ den Mittelgebirgen vorzukommen, 'Trotz’dem befinden sich auf dem Pesther Museum nur zwei, übrigens sehr schöne Exemplare. ’ Ich habe‘ in’ Ungarn natürlich überall’ taugliche‘ Beobachter und’ Sammler zu gewinnen gesucht, aber freilich sind noch recht viele Beobachtungen nöthig, um die’ grossen Lücken in der Naturgeschichte dieses ‘wenig auffallenden Vogels’ allmä- lich zu füllen. "Ich erhielt unter ‘andern zwar‘ atich «ein Ei, das angeblich ‚dem pennata angehören soll; indess scheint es mir doch fast zu klein zu sein, obschon das Korn mit dem der Gattung Agwila sehr übereinstimmt. Es ist kleiner als das von Milo. regalis, gestreckt eiförmig, und hat auf grünlich-w eissem Grunde leber- und rostbraune Flecken.
Von A. imperialis, der sicher längs der Donau, Theiss,' Drave 'und Save gar nicht selten ist, kann ich leider gar Nichts berichten, indem er mir nie zu Gesichte gekommen, ein Junges aber, das ich für dieser Art
37
angehörig gehalten, sich später als A. albieilla erwies.‘ Vielleicht werde ich, wenn sich mir die Möglichkeit ’einer neuen Reise nach den interes- santen Donauländern bietet, glücklicher, jedenfalls fähiger sein.
Falco lanarius. Auf den Rath des Oberst Susan machte ich: am: zwei- ten Tage meines Aufenthaltes in Pancsova, am 3. April, eine 'Excursion nach einem kleinen 'Feldgehölze bei Jakuba (einem deutschen 'Dorfe), Schon von Weitem strahlie uns ein grosser -Horst-auf der äussersten, 'süd- östlichen Ecke des Wäldchens entgegen. Einige Schrilte ‘davon befand sich ein anderer 'Adlerhorst, über den ein’ Paar ‘A. fulva schwebten. Er war sehr schwer zu ersteigen. ‘Während ich. mich‘ anstellte, um einen dieser Vögel beim zu Horste Gehen zu erlegen, hatte mein Begleiter das Gehölz'durchstrichen, und rief mich endlich nach jenem Horste) in, wel- chem er junge Raben vermuthete. Ich liess ihn an die Eiche schlagen, und’ herab’ in 'pfeilschnellem, 'sausenden Bogen stürzte ein Würgfalk: Ich erstieg' sogleich den Baum und fand in’ dem’ grossen flachen Adlerhorste, der 'nur' mit einigem 'schwächern Reisig, Haarklumpen ‘und Lappen gepol- stert ‘war, fünf schön ‘gezeichnete Eier, von denen nur eins eine mehr blauröthliche Zeichnung halte, während die übrigen‘ den ‘vom ‘Hrn. v. Woborzil (s. Rhea’ I: Heft'p. 41 ff) gefundenen ganz ähnlich gefärbt sind. Sie wogen: N. 1: 2 Lth. 3 Qt: 20 Gr.; N. 2: 2.Lih.»3 Qt. 16 " Gr.;'N.’3" und 4: 2 Lth.3 06° 1% GrizN. 5:2 Lthe08) Qt. 46 Gr. Die Eier sind’ merklich‘ grösser; ?als die ‘von F. peregrinus (die freilich auch in 'der'Grösse sehr stark variiren), besonders aber von: viel härterer Schale’ und ‘gröberem Korn. Leider war es mir unmöglich, ‚das über dem Horste schwebende Männchen, bei dem ich übrigens die Unterscheidungs- merkmale sehr gut 'erkennen 'konnte, zu erreichen, und. als 'ich endlich nach mehrstündigem Harren das von einem Hagelwetter zu Horst getrie- bene Weibchen in’ dem Momente herabschoss, ‘als es, wie ein Pfeil aus der Höhe herabstürzend, auf einen Ast über dem Hörste aufbäumte, hin- derte uns leider das Morastgestrüpp, es sogleich zu erreichen, und, nicht tödtlich verwundet, 'flatterte es weiter, ‘bis es unter dem' Schutze der hereinbrechenden Nacht und des grässlichen NR enikam. Am andern Tage war von dem Paare keine Spur.
Einige Tage darauf sah ich ein Würgfalken-Weibchen, das eine kleine Ente, wahrscheinlich dort'brütende querquedula, in seinen Fängen mit grosser Anstrengung fortirug. Es’ kam aus der überschwemmten, in- teressanten Donauinsel Ofschanacz, an ‘deren südlichem Rande ich mich befand. “Leider 'war ich, da jeder Schritt vorwärts dort einen Kampf mit den’ halb unter" Wasser liegenden Ranken (des wilden Weines, der :Brom-
38
beeren ete. erfordert, nicht schüssfertig, und musste den Vogel: niedrig und schwerfällig in einer Enifernung von höchstens 30. Schritten. vorbei- fliegen sehen. - Er trug seine Beute nach dem Serbischen Gebiete hinüber.
Ferner zeigte mir. mein Führer bei. der Besteigung der Geierhorste auch ‚einen solchen von lanarius, auf einem'Felsenvorsprunge etwa 50 Fuss unter uns. Es befanden sich darin-am 23: April Junge; ‚allein ‘der Horst war ohne die grösste 'Gefahr.nicht ‚zu erreichen. kin
Endlich zeigte mir bei der Rückreise der Kapitän des Dämpfers einen Horst:in einer ziemlich engen, künstlichen, aus der Römerzeit herrührenden Höhle an der Via Trajana, höchstens 20 Fuss über dem dort: sehr gefähr- lichen Donauspiegel in einer glatten, steilen Felsenwand.. Das Dampfschiff fährt dicht vorbei, ‚und der Vogel ‚horstet: nach‘ Aussage der Keuter dort seit vielen Jahren.
Muscicapa parva.. Auf des Exeürsion nach den ‚Alpen des, Baar Gebirges fiel mir gleich hinter den Mehadia-Bädern der Gesang eines Vo- gels auf, den ich‘zunächst für jenen von P,; montana, (Landbeck) hielt, obschon er mir: immernoch bedeutend davon abzuweichen ‚und dem ;von P. trochilus näher zu kommen schien, und ich dachte um so mehr an eine topische Abänderung der ‘Strophe des letzigenannten Vogels, als ich. .bald darauf’ einen zweiten wieder eine andere, ‘wenngleich das Thema; festhal- tende und hervorhebende Variation‘ vortragen hörte. Als ich‘ aber, in einen Buchenwald des Mittelgebirges emporgestiegen, die. unbeschreiblich hellen, glockenartigen Silberlöne in: dem: hohen Gewölbe eines; Natur-Do- mes erklingen hörte (gegen den beiläufig die „heiligen. Hallen“ .‚Tharands _ mir wie eine märkische Dorfkirche erschienen), ‚da erschien mir der. Grund- iypus, der Cantus firmus dieses Gesanges, doch so bedeutend, eigenthüm- lich, dass ich dem unsichtbaren und lange unsichtbar bleibenden, Sänger eifrig nachschlich. Ich erblickte ihn endlich. in der, erhabenen, pracht- vollen Kuppel einer Buche, und erlegte ihn nach langer, ermüdender' Ver- folgung während eines augenblicklichen Sichtbarwerdens und Singens. Ich schoss nun binnen einigen Tagen noch 5 Stück,‘ lauter Männchen. Sein Lieblingsaufenthalt scheint ‘der hohe Buchenwald des Mittelgebirges zu sein, namentlich der reine Buchenwald, wie er den: vorherrschenden Bestand jener Region in den Banater Gebirgen bildet, Wo andere ‘Bäume vor- wiegen, sah ich ihn, in der grössten Nähe jener Plätze, nirgends; eben- sowenig wo der. Hochwald lichter, ‘oder viel: Unterholz ‚war... Auch geht er nicht so weit hinauf, als P. rufa und Anth..arboreus, dort meist seine einzigen Nachbarn, die nur mit dem Aufhören: des verkrüppelten Baum- wuchses verschwinden. Jedes Paar scheint sein Standrevier gegen Seines-
39
gleichen tapfer zu verlheidigen , und) das Männchen ‚verfolgt, die, kühnen Eindringlinge mit der grössten Hefligkeit. / Ausser ‚einem ‚einzigen Falle, wo’ ich ein‘ Paar vom Baden„aufscheuchte, und, ein sanfles, zürrrr ver- nahm, habe ich ‚den: Vogel stets nur.in den Baumwipfeln ‚bemerkt, wo er nach‘ Art. .der«P. rufa, emsig das Laub. durchspäht,; und in. seinem ganzen Betragen überhaupt die ‚grösste Aehnlichkeit mit_.der Gattung _Phyllopneusie zeigt. So: hatıer während des, Gesanges ‚ganz ‚die Manieren: von P. si- bilatrix, und ebenso ‘beim: Abfliegen von einem Bawne zum andern, wäh- ren 'alles'Diesyiso ‘wie’ der ‚Gesang, auch. nicht, entfernt anı die, Muscica- pideen 'erinnert.»“Die Gesangstrophe: trägt neben. kleinern. Abweichungen in den: Intervallverhältnissen ‚der «Töne ‚einen bestimmt „ausgeprägten. Cha- rakter, der‘sich ‘etwa wie folgt versinnlichen lässt: 2 BE sa Zu 13 Er {a = \ r e, | e, e, | Gsd, N, | cisd, h, | eisd, 'h, link, tink, tink, ei — 1% ei — PN ei — da.
Die drei ersten Töne sind vom reinsten, unbeschreiblich schönem Glocken- tone, dabei, so wie auch die folgenden, kurz abgestossen. Diese bestehen aus einem zum Haupitone geschleiften, kurzen Vorschlage, und nur in dem Intervalle des nachfolgenden Tones finden sich einige Abweichungen, 'in- dem dieser entweder die (Unter-) Terz (kleine und grosse) oder Quarte ist. Der Vogel sing\ sehr fleissig von ‘der Morgenfrühe bis ’zum späten Abend, doch nicht nach Sonnenuntergang, so viel ich beobachtet, nur im Sitzen oder Weiterhüpfen, nie im Fliegen. Von den sämmtlichen während des Gesanges erlegten Männchen hatte keines die sehöne, rothe'Kehlfärbe,; die wahrscheinlich nur mit dem Alter"an Intehsivität gewinnt. Denn die Vögel, zwischen dem 12. und 18. Mai erlegt, waren vollkommen im Früh- lingskleide. Der Vogel wiegt 2 Loth Apothekergewicht. Das Nest habe ich leider nicht selber gefunden, wohl aber habe ich deren mehre, und zwei mit der vollen Eierzahl (5) gesehen. Nest ünd Eier haben nun wie- - der die grösste Aehnlichkeit mit denen von Musc. grisola. Das erstere steht an ähnlichen Orten, besonders auf stärkeren Aesten nahe am Stamme, zuweilen auch in flachen Höhlen, ist aus Moos, Flechten etc. gebaut und mit Haaren ausgelegt. Die Eier haben kaum das halbe Gewicht von denen von grisola, und nicht ganz die Grösse von Muse. luctuosa, eine glän- zende Schaale, feines Korn, variiren aber in der Färbung und Zeichnung ganz so, wie die von grisola.
Parus pindulinus. Dieses interessante Vögelchen ist schon mehrfach monographisch bearbeitet worden. Der Hauptzweck dieser Blätter ist aber Materialsammlang ‚(praktische gen und es liegt demnach
40 ’
wenigstens die Kritik des ältern Stoffes nicht geradezu in unserem Plane. Naumann’s Klage über die vielen Lücken in der Fortpflanzungsgeschichte der Beutelmeise (N. d. V. D. p. 123) veranlasste mich besonders, der- selben alle Aufmerksamkeit zu widmen. Ein günstiger Zufall beförderte meinen Plan, und ich habe 7 Wochen lang fast täglich den kleinen Nest- künstler bei seinem Nist- und Brutgeschäft beobachten können und mehr als 30 Nester gesehen und in Händen gehabt. Vier derselben wurden sogar in der nächsten Umgebung (wenige Schritte) ‘von einer: Försterei am weissen Morast ängelegt, ‘in der ich viele Tage zugebracht habe. P. pend. ist einer der gemeinsten Vögel im Banat, dessen dem»scharfen ziih des S. rubegula sehr ähnliche, nur höhere Lockstimme überall 'er- tönt, wo Weidengebüsch über stehendes oder fliessendes' Wasser hängt; und Rohrschilf (Phragmites), Kolben (Typha), Carex und ähnliche Gräser nicht zu weit entfernt sind. Diese weil hörbaren,. klingenden Töne lässt der Vogel. fast; ohne: Unterbrechung hören, besonders wenn man in die Nähe des _Nestreviers kommt. ; Ausserdem hat er noch ein ‚kurzes „scit,““ dem von Parus eristatus, ähnlich, aber höher und schärfer. Von einem. Gesange., wenn man nicht..die Wiederholung dieses Tones so nennen. will, habe ich nichts «bemerkt.
Wenn es überhaupt höchst interessant ist, die kunstreicheren Nest- bauer, z.B. Oriolus: galbula, Parus caudatus, eic. bei ihrer Arbeit zu belauschen, so hat diese Beobachtung, bei unserm, Vogel doppelten Reiz, da er — ‚jedenfalls der Meister in Europa — wegen seiner Harmlosigkeit den Zutritt zu seinem Atelier durchaus. nicht, erschwert. Ich beobachtete den ganzen Gang: der Arbeit, ‚und sah und nahm Nester in den ver- schiedensten, Stadien. der Vollendung (ich besitze noch jetzt eine Suite von 41 Stücken); Das Nest fand ich nur. — im weissen Morast, wo allerdings auch Pappeln- und Pflaumenbäume an geeigneten Stellen nicht fehlen, — an den äussersten Zweigspitzen der dort vorherrschenden Salix fragilis. Obwohl stets Wasser und Schilf in der Nähe, ist, ersteres _ wenigstens zur Zeit der Anlegung des Nestes, so befanden sich doch nicht alle unmittelbar. über Wasser,‘ und keines so im Rohrdickicht, dass es dadurch irgendwie versteckt worden. wäre. Im. Gegentheil waren die in geringerer Höhe angelegten stets ausser dem Bereiche des Rohr- wuchses, die meisten am Rande der Rohrwälder, an und über freiem Wasser (dem Bega-Kanale und den freien Gräben und Barren des W. M.), alle frei hangend und ‚leicht aufzufinden. . Die meisten hingen in einer Höhe von, 12 bis 15‘, nur 2 waren 8 bis 10°, ‚und wenige 20 bis 30° hoch, eines nahe am Gipfel einer hohen Bruchweide. Es bauen beide
41
Gatten gleich eifrig, "und man sollte kaum für möglich halten, dass ein so, reicher Bau in weniger als 14 Tagen beendigt: werden kann. Zwar gibt es auch hier flüchtigere und: ordentlichere Baumeister, geschicktere und ungeschicktere; indess wird der liederlichere Nestbau wohl vorzugs- weise durch. die vorgerückte Jahreszeit bedingt; wenn, wie: es häufig vorkommt, die ersten Nester ‚durch Unfälle, besonders durch die un- gemein. häufigen und frechen Elstern (welche ‚sich an die Nester an- klammern und entweder durch ihr Gewicht‘ die leicht brechlichen Zweige sammt: dem Neste herabreissen , oder, wie ich mehrere fand, den Boden herausreissen, ‚um zu. den, Eiern ‘und Jungen zu gelangen), ‘zerstört worden sind.’ In: diesem Falle . werden sogar die Eier in noch nicht zur Hälfte. vollendete Nester gelegt, und ‘der Bau, bis ‘zum Brüten, forigeführt. Ich ‘fand 'zwei ‚solche korbförmige Nester‘ mit Eiern. Das erste » Nest, ‚mit 5 Eiern, bekam ich am 4. Juni, während ich bereits am, 10. eins. mit 7. flugbaren Jungen erhielt. Es: geht daraus hervor , dass ‚sich, die ‚Beutelmeise bezüglich der Nistzeit durchaus nicht an den Rohr- wuchs ‚bindet, wie ‚andere im Rohre nistende Vögel (da sie ja auch das Rohr zur. Deckung ihres: Nestes‘ nicht sucht, s: oben). Denn abgesehen von der. Angabe.,.des: wackern Förster Knortz,*) dass die Beutelmeise bereits im April ihren Nestbau beginnt, so musste auch dies letzterwähnte Nest schon gegen Ende dieses Monats angefangen sein. ' Zu. dieser Zeit ist aber‘ auch dort das Rohr noch nieht so hoch, dass es das Nest irgendwie 'schülzen könnte, Freilich fand ich 'auch noch im‘ Juli unvoll- endete, ja ‚eben angefangene Nester, aber diese ‚gehörten ohne Zwei- fel solchen zu, ‚deren erste Brut: verunglückt wär; wie denn ein Paar, dem“ ich -das Nest (in ‚der Nähe ‘der Försterei) genommen, bereits nach ein. paar. Tagen. ein neues’ an derselben Stelle ‚begann. Was nun. den Gang der. Arbeit’betrifft, so windet der Vogel zunächst fast-immer Wolle, seltener Ziegen- und Wolfs- oder Hundehaar (von den 'zotligen, weissen Schäferhunden) oder. Bast- und. Hanffäden um einen dünnen, herabhän- genden Zweig, der sich meisteinige Zoll: unter dem obersten Anknüpfungs- punkte, in eine oder mehrere ‚Gabeln spaltet. Zwischen dieser Gabelung
*) Ich kann;,nicht umbin, dembraven, aufopfernd-uneigennützigen Manne hier .öffent- lich nochmals meinen Dank für seine Gastfreundlichkeit wie für sein unermüd- liches Interesse an meinen Forschungen auszusprechen. Leider hat er, wie die anderen Freunde in Ecska, Viel, wenn nicht Alles, in dem Ungarischen Kriege verloren; der Ort, wo ich so manche: herrliche Stunde: verlebt, ist zweimal von den Illyrern genommen und ‚verlassen worden! Er ist der. äusserste Grenz - ort an der Militärgrenze, und wegen der Nähe von Titel, dem Hauptorte des Czaikisten-Bataillons, von strategischer Wichtigkeit.
42
werden nun die Seitenwände angelegt, die daran ihren Halt finden; der Vogel setzt sodann die Filzwirkerei so lange fort, 'bis die über die Gabel-, spitzen herabhangenden Seitenwände unten 'zusammengezogen‘ werden können; und einen flachen Boden bilden. ‘Jetzt hat das Nest die Gestalt eines flachrandigen Körbehens (Nr. 1 meiner Sammlung), und solche sind es, die man für’ Ruheplätze oder Nester der Männchen‘ gehalten hat. Zunächst wird nun der äussere Boden des Nestes durch Verfilzung mehr gefestigt; der hierzu gebrauchte Stoff ist besonders Pappel- und Weiden- wolle, mit eingewirkten Bastfäden, Wolle, Haaren. ‘Die Baumwolle wird durch ' den Speichel geballt und ineinander gezupft. Das Nest hat jetzt die Gestalt eines Körbchens mit diekerm, abgerundeten Boden (Nr. 2 und 3 m. $8.).: Nun‘beginnt der ‚Bau ‘der einen Seitenöffnung‘, "die bis auf ein kleines, rundes Loch geschlossen wird, ‘während auch die andere Seite von unten‘ hinauf geführt wird (Nr. 4 m. 8): Jetzt wird die eine der runden Oeffnungen mit der Röhre ©— 1 bis 3 Zoll lang’ — ver- sehen, während die andere. noch geöffnet bleibt und einen fest und glatt verfilzten , etwas“nach’innen’ gezogenen Rand hat, wahrscheinlich'desshalb, weil-der Vogel bei dem häufigen‘ Ein -'und Ausschlüpfen den locker'ge- fügten Rand gar zu leicht zerstören würde (Nr, 5 und 6 m. S.). Man erkennt übrigens diesen Rand und seine’ spätere Ausfüllung‘ (oft durch etwas verschiedene Stoffe, Nr. 7) auch bei den vollendeten Nestern. ' Ich sah in Wien ein’ Nest mit doppelter Röhre (jetzt im Besitz‘ des Dr. Thie- nemann in Dresden). ‘Wahrscheinlich begannen Männchen und Weibchen den Röhrenbau gleichzeitig an beiden Oeffnungen, und führten ihn so zu Ende. Zuletzt wird. der innere Boden des’ Nestes noch mit lockerer, ungeballter Blüthenwolle zolldick ausgelegt, und ein so vollendetes Nest, wenn es vom Regen noch nicht verderbt ist, zeigt doch ein reines; glattes,''weisses und weiches sehr festes Filzgewebe. ‘Nach einem meh- rere Tage anhaltenden Regen und’ Stürme hatten alle Nester ein dunk- leres Ansehen und eine härtere und dichtere Konsistenz erhalten, und viele mögen dann, vom Regen beschwert, durch den Sturm 'herabgewor- fen werden. Die Eierzahl scheint regelmässig 7 zu sein; wenigstens fand ich nie mehr (auch immer nur 7 Junge). Die Schale ist äusserst zart und dünn; ohne starken Glanz, von feinem Korn, 'unausgeblasen blass aurora durchscheinend. Die Gestalt fast bei jedem Gelege ver- schieden; die gewöhnlichste die. rein eiförmige mit mehr oder. minder starker Abspitzung. Doch fand ich deren auch ‘mit: walzenähnlicher , der der Oypselus-Eier nahekommender Gestalt, ja eines mit merklicher Ein- schnürung vor dem Spitzende. ‚Die. Dauer der Brütezeit habe ich zwar
43
nicht selbst beobachten können; es ist jedoch wahrscheinlich, dass sie nicht länger 'als Par. caudatus,'d. h. 43, höchstens 14) Tage brüten. Beide Gatten brüten nach Angabe eines dortigen Beobachters gemein- schaftlich, obschon ich kein Männchen mit Brütflecken gesehen habe. Die Jungen aber werden sicher von beiden Eltern gefüttert, und zwar besonders mit zarten Räupchen und fliegenden Insekten, besonders aus dem Mückengeschlechte.,. Ich habe zwei Nester: völlig: flugbare Jungen, 14 Stück, längere‘ Zeit im Zimmer-gehabt, und mit süssem Käse und untermengten ‚ zerriebenen Hühnerherzen erhalten. Sie gingen sämmtlich sogleich an’s Fuller, waren ‘sehr zutraulich und zahm, stets hungrig, und kamen sogleich aus ihrem ‚Neste mir zugeflogen, sobald ich nach kurzer Zeit. wieder ;in’s Zimmer trat. .ı.Zwar ‚starben auch.,mir bei: sorgfältiger Abwartung, einige, es unterliegt; indess.. keinem Zweifel, dass die nied- lichen Vögel aufgefüttert werden können; denn nach zwei Tagen nahmen mehrere bereils ‚das Futter. selbst, und befanden sich sehr ‚wohl, bis ich einen, mehrtägigen Ausflug machte; bei meiner Rückkehr fand ich. sie aber, lodt, weil sie nicht gehörig gepflegt worden waren. Ihre Stimme, die sie.,stels hören liessen, wenn sie, ‚was nach kurzer Zeit eintrat, . hungrig waren, war, ein dem. der, Alten ‚ähnliches, nur minder lautes und scharfes: „seit“ Die mitgebrachten, jungen Vögel sind im Besilze mei- nes verehrten Freundes, des Herrn von Homeyer. |
Dass ‚die Beutelmeise. zwei Bruten mache, glaube ich nicht, wenn gleich ihre, erste ‚Brut, wie oben bemerkt, mit Ende, ja Mitte Juni, völlig selbstständig sein kann. Die späteren Bruten gehören sicher solehen an, deren erste, verunglückt ist, ‘ein. Ereigniss, das. dort bei. der grossen Menge ihrer Feinde (zu. denen, ausser überaus häufigen, Elstern. wohl noch‘ die; Nebelkrähe- und Würger gehören), und bei dev: leichten. ‚Auf- findbarkeit des, Nestes häufig ‚vorkommen mag... ‚Auffallend ist endlich, dass ich ‚den Vogel, der dort so ‘sehr häufig ist, niemals im reinen Rohrwalde, niemals im Rohrgebüsch umherklettern, sondern nur auf den Bäumen, (Weiden und Pappeln) ‚sein,.behendes Wesen treiben: sah ,; wo- durch: aber freilich nicht in. Abrede gestellt: werden. soll, dass: er es in der Zugzeit oder auch sonst, gelegentlich aufsuche.
4
Der Winter in Eeypten, in ornithologischer Hinsicht. Von
Alfred Brehm.
Es dürfte vielleicht kein zweites Hähd auf Erden geben, wo die Natur so glücklich Alles vereinigt hätte, um die im Herbste von Europa auswandernden gefiederten Flüchtlinge für den Winter zu beherbergen, als gerade Egypten. Der einkehrende Vogel findet seinen Plalz,' wie er ihn sucht: er findet schroffe‘, steile und öde Gebirge an blühenden, be- bauten und bewaldeten Ebenen sich hinziehend; er findet lächende, weite Fluren, von brennenden, sandigen Wüsten begrenzt; er findet ‘den mäch- tigen Strom mit seinen unzähligen Kanälen, und findet die Küste des Meeres mit ‘den neben ihr liegenden Salzseen und Lagunen, in die sich süsses Wasser verliert. Eines der glücklichsten Klimate der Erde, durch 6'/, Breitegrade reichend,, setzt den der grossen Heerstrasse, dem Strome, nachziehenden Vogel in den Stand, sich seinen Aufenthalt in beliebiger Temperatur unter fast gleich glücklichen Verhältnissen zu wählen. Ueber den unzugänglichen Gebirgen, wo nur die Hyäne ihr Wesen treibt und der Schakal hauset, kreischt noch der’ mächtige Geier in schwindelnder Höhe, mit 'scharfem Auge (— nicht durch Geruch —) das von Raben und kleineren Aasgeiern bedeckte Aas suchend, oder sitzt ruhig in einer Felsspalte bei seinen kreischenden Jungen. ‘Der ‘mächtige Adler raubt noch üngestört seine zitternde Beute, und Falken von allen Grössen durch- fliegen hier noch häufig sausend die Luft. Bubo ascalaphus, bei Tage in sichern Felsspalten verborgen, ist "Nachts das Schrecken der Flug- hühner und der egyptischen Taubenhäuser, wohl auch der Raben oder kleineren Säugethiere. Mit ihm verlassen die Hyäne und der 'Schakal ihre tiefen, unterirdischen Wohnungen, letzterer mit seinem traurigen Geschrei die Ruhe der Menschen störend, ‘erstere das von den Geiern übrig gelassene Aas den Hunden streitig‘ machend, oder die friedlich grasende Gazelle durch das Erscheinen ihrer wüsten Gestalt zur schleu- nigen Flucht aufscheuchend. Tag und Nacht schleicht sich der listige Fuchs (Canis niloticus) mit dem Ichneumon (Herpestes Ichneumon), durch die Felder, und gar oft sieht der aufmerksame Beobachter den Sumpfluchs (Felis Chaus) aus dem Getreide heraus nach kleinen Säug- thieren oder Vögeln springen, und beim Erscheinen eines Menschen so- gleich verschwinden. In das Röhricht der Sümpfe hat sich das wilde
45
Schwein gebeitet, Nachts Felder und Getreide verheerend, und dem an- greifenden Menschen oft sehr. gefährlich werdend.
In den Wüsten, die das grüne Band’ begrenzen, welches sich der herrliche Strom anschuf, läuft der schnelle Cursorius isabellinus in Ge- sellschaft von Alauda bifasciata und isabellina unermüdlich herum, Pterocles arenarius mit seinen Gallungsverwandten sucht, geräuschvoll von einer Steppe zur andern fliegend, mit Geschrei seine zerstreute Nahrung. Auf kleinen Sandinseln, die nur der kleine Totanus hypoleucus be- sucht, sonnt sichin grosser Anzahl in den Nachmittagsstunden das scheuss- liche Krokodill, ' beim 'Kommen eines Menschen langsam in’s ‘Wasser kriechend. — "Kurz ‘überall ist Leben und vorzüglich die Vogelwelt in ausserordentlicher Menge vertreten.
Vorzüglich aber ist es das Delta, welches den Hauptanziehungs- punkt für die von der strengen Kälte vertriebenen Gäste bildet.‘ Wenn der Lebensfaden Egyptenlands, der mächtige Nil, geschwellt durch. die im Juni, Juli und August in Sudan und Abyssinien herabstürzenden Ge- witterregen, im September segenbringend seine trüben Fluthen über das Delta ergiesst, verwandelt er das ganze Land in einen grossen See, aus dem nur die erhöheten, auf Mauerschutt gebauten Dörfer einzeln hervor- ragen. Beim Zurücktreten des Wassers bleiben alle Vertiefungen mit Wasser ausgefüllt; das jünge Grün sprosst üppig empor, seit'die Wasser- decke verschwand; das Schilf in den tieferen Stellen, die das ganze Jahr einen mehr oder weniger ausgedehnten Sumpf bilden, strotzt in üppiger Fülle. Die ungeheure Ausdehnung dieser trocken gelegten Stellen drückt die Temperatur bedeutend herab, das Thermometer steht ‚wie bei uns im April, und weder‘ die Hitze des hiesigen Sommers, ‘noch die Kälte eines europäischen Winters stört das Wohlsein der Menschen- und -Thiere. ‘Die jetzt" vollen Kanäle verbreiten das Wasser in allen. Richtungen durch das Land, das Delta ist’ der’Hälfte seiner Ausdehnung nach ein’ unermess- licher Sumpf, die Seen am Rande des Meeres sind in’ ihrem höchsten 'Wasserstande, und zahlreiche Adler und Edelfalken ige sich jetzt bei ihnen ein, denn reiche Beute wartet ihrer. |
Diese Seen, deren grössester ‘der See Menzaleh ist, sind selbst im höchsten Sommer an Vögeln ünendlich reich. ‘Von grosser Ausdehnung, ist dieser See nur in der Nähe des Meeres von einer Tiefe von ungefähr 8 Fuss, im Uebrigen aber so: seicht,' dass er fast überall’ durchwatet werden kann.’ Nach dem Lahde zu endigt'er in eine Menge Buchten von selten mehr als’ 1'/y‘ Tiefe, die sehr schlammig sind und eine ganz unzählbare Menge Fische beherbergen. Die neben ihnen liegenden Reis-
46
felder sind ‚überschwemmt und bilden ausgedehnte Sümpfe, denen ‚es auch an Bewohnen nicht fehlt. . Die herrlichsten Dattelwaldungen schlies- sen das Ganze ein, das so für. sich eine eigene Welt, ein wahres Para- dies für die ankommenden Wanderer bildet.
Ende Septembers ‚beginnt. der Zug. ‚Die Pirole. sind nebst den Flie- rl die ersten Flüchtlinge aus Europa.. Sie ‚hallen ‚sich. jedoch nicht lange. hier, auf;ı sondern. gehen weit ‚in’s Innere des Landes, den Nil entlang; ich ‚bemerkte: sie bis: el Muscheineff gegen den 18% der Breite südlich gehend. Ihnen: folgen die Schwalben und Wachteln, die ebenfalls nicht ‘hier ‚bleiben... Von ersteren - sah, ich. H..rustica und H..urbica ‚am 20. September in Handock in‘ Nubien (18° 40° der. nördlichen Breite) und letztere häufig in Kordofan unter dem: 14 und. 15° der :Breite.. Hier kommen sie in solchen Heerden an, dass man.in einer Stunde. .bis 40,Stück erlegen. kann, indem. man buchstäblich : fast. nicht ‚schnell ‚genug ‚laden kann. Jetzt folgen Lerchen, Pieper, Blaukehlchen, Nachtligallen, Roth- kehlchen , Steinschmätzer und eine Menge. Sänger, die fast alle in Eg yp- -ten ı bleiben‘, ‚'oder. höchstens bis . Wadi-Halfa. in. ‚Nubien (22°. nördl.) vordringen. «Der See bekommt jetzt zahlreiche Bewohner. Carbo cormo- ranus. findet‘ sich zu ‘Tausenden ein, Anası acula, penelope, strepera, boschas, querquedula und creeca bedecken im wahren: Sinne ‚des ‚Worts Flächen von beiläufig Ya Siunde,im Umfange, Plalypus (Anas) marila, uligola, ferina. und. leucophthalmus..vertheilt. sich. in. Gesellschaften, von 300-400 Stück und 'wird ia unendlicher,- Anzahl täglich nach. Damiat zu Markte gebracht. — Die, Adler haben ‚sich jeizt auch: in grosser Anzahl eingefunden. Mit leichter. Mühe fangen ‚sie sich,‚ihre tägliche, Nahrung und: es‘ ist vorzüglich. Aquila imperialis der ‚Schrecken “der Flamingo’s und Gänse , die. ‚er‘ mit;, unermüdlicher Ausdauer, verfolgt, ‚und,in, kurzer Zeit, bewältigt; Ruhig ‚sitzt. dagegen Aquila albieilla, hier, und.,da „am Strande, und Klein und.Gross; selbst Pandion haliaetos ‚scheut die ; Nähe des gefürchteten. Räubers. . Dieser, sitzt, oft ruhig unter ‚den ‚Enten.,. die, keine Furcht ‚vor..ihm,kennend, nicht auffliegen,, selbst wenn er. fusshoch über ihnen hinstreicht. Ihre grössten,-Feinde,.sind ‚jedoch „Falco ‚peregri- nus ind lanarius, Mit- weit schauendem; Auge erspäht schon von, Weitem der. kühne Räuber: die,im seichten ‚Wasser rubig schnatternden und fres- senden : Enten. ‚Wie ‚der. Blitz aus’ heiterem Himmel; stürzi..er unter sie, und eine. von ihnen.ist slels. seine ı Beule.,,. Die. ‘andern. fliegen höchstens 400 ‚Schritte, weiter. Kaum hat, der: Räuber ‚seine, Beute ‚erhoben, .als auch »schon der. überall gegenwärtige und, lauernde Milvus, parasiticus erscheint: und ihn. 'schreiend verfolgt. Dieser. überlässt . augenblicklich
47
seinem Verfolger den Raub, kehrt um und hat sich im nächsten Augen- blicke eines andern bemächtigt. Ich sah Falco peregrinus in einem Zeil- raume von fünf Minuten dreimal seine Beute nehmen, mit der vierten flog er. davon. — Die 'seichten ‚Stellen wimmeln von Recurvirostra avocetta, die, sich 'auf“den Kopf stellend, kleine Fische und Wasserinsekten fängt; weiter‘ hinein steht Platalea leucorodia in grossen Heerden, emsig hin und her laufend, und hinter ihm sieht man, einem Regimente gleich, eine’ lange Feuerlinie,: 4000 und. aber: 1000 Phönicopterus antiquorum, scheinbar eine ungeheure Fronte bildend. , Die Araber ‚fangen ihn in ‘Netzen, "und bringen ihn ‘auf den Markt. ‚ Ihre Fangarten sind ‚sehr son- derbar. So erzählte man: mir unter andern folgende. : Nachdem: man'schon am Tage vorher ganz genau (den Schlafplatz der Vögel auskundschaftete, ‚nähert! man: sich am’ Abende ‘behutsam auf ‚einem aus Rohrstengeln. zu- sammengebundenen Boote und sucht von Weitem den Tehausch (Unter- offieier /, Wachhabenden) zu entdecken. Dieser steht aufrecht da, während die andern den Kopf ruhig unter die Flügel verborgen haben und schlafen. Ein nackender Araber kriecht unter dem Wasser zu dem Vogel. heran, der die Wache hält, und mit einem» geschickten Griffe dreht er: dem- selben’ den Hals unter dem Wasser um. ‚Hierauf werden von allen ‘Ge- hülfen so» viel: Flamingo’s gefesselt, «als man in der. Eile’ kann. Die Schlingen ‘dazu sind präparirt, und dem Vogel wird sogleich nach dem Fange geräuschlos das Genick gebrochen. Man fängt auf. diese Art oft 60 in einer Nacht, und gebraucht ausserdem «noch alle möglichen Fang- methoden, ‘um: diesen herrlich: schmeckenden Vogel. zu bekommen. . Ich begreife daher ' auch nicht, dass sich manche Gelehrte wundern können, wie man zu‘ den Gelagen eines Lucullus, ohme, dass man Feuergewehre hatte, eine‘ solche Menge Flamingo’s erhalten konnte, deren. Zungen. die leckersten: Gerichte bildeten.‘ Gerade mil Schiessgewehren: wäre. diess unmöglich’ gewesen. |
Jetzt kommt auch Carbo pygmaeus an und bezieht die Rohrwälder ingrossen: ‚Gesellschaften. Pelecanus crispus , omocrotalus und, minor ist'in ungeheurer‘Anzahl-vorhänden. ‚Gemeinsam, jedoch nur. mit seiner -Art'zusammenfischend,, durchzieht er endlose Strecken, und man kann sich einen Begriff: machen;,' wie’reich der ‘See an Fischen ‚sein. muss ‚um allein diese Tausende von Pelikanen zu erhalten. Nie sah ich in «Egypien so. viele Pelikaney' als ‘hier, denn‘ obgleich in ‚Oberegypten öfters 800 ‘bis 1000 Slück 'zusammen waren, ‘konnte iman -ihrei: Anzahl .:doch nicht mit (den Haufen vergleichen, die halbe Stunden weit: den See; bedecken, und ihn an solchen Orten wirklich rein«ausfischen. «Schiesst man: unter sie,
48 - s
so fliegen sie mit einem Geräusch auf, das man ungefähr einem Wirbel vergleichen könnte, der von den Trommlern eines Regiments geschlagen wird. Man hört es oft 20 Minuten weit. Die ‚Araber ‘fangen sie: in Netzen und essen sie, was jedoch nach .mohamedanischen Grundsätzen eigentlich verboten ist. Denn als man die Kaaba in Mekka bauete, und das Wasser weit hergeholt werden musste, :gebrach 'es an den: Sakas (Wasserträgern). Da schickte Allah Tausende 'von Pelikanen, die ihre Kehlsäcke mit Wasser füllten, und es den: Bauenden brachten. —— Gefan- gen werden diesen unglücklichen Thierem‘ sogleich die Ohren fest! ver- stopft, und die Augen mit'‘Faden fest durchstochen, die manıdann oben auf dem Kopfe zusammenbindet.' Natürlich kommen bald furchtbare Ent- zündungen ‘dazu, und der arme."Vogel muss’ schrecklich leiden. Jung eingefangen wird der Pelikan so zahm, dass er aus- und eingeht, und sich sein Futter selbst fischt. — Carbo cormoranus wird von den Arabern für einen ganz besonderen Leckerbissen gehalten, was wohl daher kommt, dass diese Vögel sehr fett werden,‘ und die Araber, nicht den feinsten Geschmack besitzen. a h
Die Sümpfe wimmeln jetzt ebenfalls von Bewohnern. » Scolopax gal- linago ist sehr häufig, noch mehr aber gallinula. : Numenius arquata läuft vorsichtig unter ihnen herum, der scheue Ibis falcinellus hält sich in der Mitte des Schilfes in Gesellschaften von 30—40 Stücken auf: freien Plätzen auf, Ardea purpurea und einerea haben sich -freiere und tiefere Stellen ausgesucht, egreita hält sich scheu verborgen im ‘'Röhricht auf, vorsichtig dem heranschleichenden Jäger schon aus grosser Entfernung und trägen Fluges 'enteilend. Ardea nycticorax hat sich nahe ';Bäume zum Schlafplatz ausersehen und lässt mit Ardea: stellaris vorzüglich Nachts sein Geschrei ertönen. 'Ardea garzeita schleicht mit dem immer einzeln ‘sich einfindenden comata in den Reisfeldern 'herum, russata') spaziert ge- müthlich auf und ab, den Menschen trauend und den Jäger weder ken- nend’ noch fürchtend. ET
Nach Sonnenuntergang: ist: besonderes Leben. Denwpdann erden diese Sümpfe als Schlafplatz von. einer ‘grossen Menge, Gänse,; Enten, 'Möven, Seeschwalben und: Scharben aufgesucht, die die! Sümpfe am Mor- gen wieder ‘verlassen, um wi der weiten Wasserfläche des : Sees ilire Nahrung zu suchen.
Auf den Rohrstengeln sitzt Carbo pygmaeus ih grossen Geadtischag- ten, neben ihm hatsich auf dieselbe Manier Alcedo rudis hingesetzt, um dann und wann ein wenig fortzufliegen, rüttelnd einen Fisch zu suchen und zu fangen. War er glücklich, so:'setzt er sich ruhig auf seinen alten
e
49
‚Rüheplatzi und‘; verdaut.... Der. ıvielscheuere und schönere‘ .Aleedo',ispida ‘hat: sich, ein stilleres Plätzchen ausgewählt; ‚wo er.'unbeweglich. auf einem ‚dürren Rohrstengel sitzt, ‚seiner Beute. auflauernd. ‚Sylvia .turdoides hüpft ‚mitiicyanecula, in dem Rohr herum, ‚und vereitelt eine Menge Fangversuche ‚won Circus aeruginosus, die sehr gemein iin diesen Sümpfen ist. Krei- ‚send: ünd :schreiend (fliegen 'in ziemlicher, Anzahl Sterna minuta und nigra, ‘Libellen und: kleine ‚Fische fangend, über: dem! Wasser herum, die selte- merei St ‚angelica und ICaspie sieht'man besländig,,| schreiend ‚mit her- „uhtergerichtetem ; Kopfe „ıhin.= und: .herfliegen und ‚Fische. fangen ,. wobei «sich: besonders: „St. Caspia:, mit grossem: Geräusch ‚in’si Wasser ‚stürzt. Vefters’schiesst auch St. cantiaca in reissendem Fluge vorbei, Auf fr eien, 'von «Rohr: umgebenen Stellen‘ findet,sich Anser albifrons: in. Gesellschaft mit «Vulpanser«rulilis unaufhörlich..den Meergrund ‚durchsuchend, Auf kleinen Inseln läuft, Charadrius ‚minor herum‘, ‚und. der überall häufige, unrühige ‚ Vanellus,\spinosus ‚oft in Gesellschaft: des,ihm von ‚Weitem sehr ‚ähnlichen V.gregarius. Charadrius: spinosus wird dem Jäger unendlich 'hindernd.: > Sobald.er\.denselben.'erblickt,; umfliegt ‚er ‚ihn ‚in engen‘Kreisen mit unaufhörlichemn Geschrei und‘ warnt. dadurch ‚die anderen Vögel, die seiner Warnung sogleich Folge leisten. Er ‘schreit Tag: und ‚Nacht; und da, Ver,,’wie,/alle.. Regenpfeifer ,. auf, .das,,Geringsie‘aufmerksam ist; hört man ‚sein! Geschrei iimmerwährend,) was auch die Araber zu dem ‚Glauben ‚verleiteb, ‘der! Vogel schlafe. nicht., „Denn,“, 'sagt,.,manı, „als einst, die Nögel zu Ehren. Allahs., ein. ‚grosses',Fest hielten, ) kamen. alle zusammen, ‚nur--erisfehlte.ii, Nach 3, Tagen kam er endlich auch,.;und entschuldigte „sein-Ausbleiben dadurch ‚).dass. er, sagle,, ‚er habe geschlafen.,, ‚Nun, ‚sprach h@olt,;-weil: ‚An; ‚jetzt, ‚schliefst, ‚wo: Alles ‚sich,,zu meiner ‘Ehre versammelte, „sollst. da,;künflig..gar nicht ‚mehr‘, schlafen... ‚Hierauf setzte er. ihn. die -beiden Spornen, in, die.Flügel...Sobald ‚er nun,‚schlafen will, ‚stechen ihn diesesin..die ‚Seiten ‚.‚und)so fliegt er\fort mit klägkehem Gegehrei, immer und ‚immer ‚umsonst ‚die, Ruhe, suchend.* 1...
Es.‚ist überhaupt interessant, ‚zu erfahren, ‚zu Suplah Songdeghangn „Erklärungen: ‚die.Phantasie der,‚Araber ‚bei aussergewöhnlichen ‚Erschei- ‚nungen. -an.Thieren ihre Zuflucht, nimmt. „Soxhörte,'ich..in Kordofan, fol- „gende, Anekdote...,Der\ Strauss war..früher ‚ein; Vogel, wiei,die ‚Houbara -(Kragentrappe), ‚und; bewohnte,; mit; ihn ‚gemeinschaftlich \die grossen Sa- ‚vannen ;Kordofans und Darfurs.,';.Damals ‚flog \er.,noch,‚sehr gut; ‚und. war ‚ganz zutraulich,; ‚wicht, so. wie ‚jetzt „,wo, eridem ‚herannahenden, ‚Menschen „schon: von. Weitemy mit, riesigen ‚Schritten. enteilt;, er. ging,zu dem Men- „schen. und lebte. freundlich .mit ; anderen ‚Thieren.der, ‚Wüste, Eines Tags
Naumannia, I. 1. 4
50 .
sagte ‚die Houbara zwihmt' „Lieber Brüder ‚wenn'es'dir recht ist; wollen wir morgen’ „inschalla“ (so :Golt‘ will) am''den Fluss‘ fliegen , um'zu trinken und uns zu waschen; und ‘dann’ zu unseren Kindern’ zurückkehren.“ Der Strauss sagte: „Gut, "wir wollen fliegen !*\osetzte aber nieht ‘hinzu: inschalla, denn 'er trotzie auf'seineKraft und) seineostarken Flügel, Da ergrimmte »der ‘Zorn "Allahs über‘ ihn, "und 'als'"beide am andern Morgen fortflogen , wollte er der’ Houbara mit -mächtigem' Flügelschlage‘ vorauseilen und schwang sich‘ hoch in‘ die" Luft. Doch\ Gott führte‘ ihn \so\'nahe‘‘an die’ Sonne, dass’ seine Schwingen verbrannten''und 'er' jämmerlich’ herab- ‚stürzte. Noch heute kann ver nicht‘fliegen, und\noch immer sehen seine Schwingen wie verbrannte Federn aus: Stets fürchtet er ‚noch-"Gottes Zorn und sucht‘ diesem zu entgehen, indem er die‘ Wüste: rastlös (mit mächtigen Schritten durcheilt. Gefangen 'und'in einen engen Raum ge- sperrt, läuft er in diesem beständig herum), ‘bis‘ver ermattet>niedersinkt. Himantopus rufipes ist 'in Unteregyten: auch 'sehr‘'häufig‘, »und' ich glaube mit Recht’ annehmen "zu können, dass es zwei'verschiedene Arten gibt. "Er läuft’oft mitten 'in den’ Dörfern 'heram ‚"und'ist,, "wo er. geschont wird,'nur wenig‘ scheu.‘ ’ Tofanus' calidris', mit dem er’ ae are theilt , ist’ sein 'beständiger Begleiter. ar u 98 Der See ist an Fischen 'sehr' reich sodass allein‘ auf dt See Mön- 'zaleh 8500 Beutel oder beiläufig 88, 500: 'preussische "Thaler Pacht gezahlt werden. Der Fischfang ‘beschäftigt die Einwohner 'von 12 Ortschaften, ünd''diese Orte sind’ für Möven-und Seeschwalben 'ganz''herrliche Plätze. Mit 'hässlichem 'Geschrei verfolgen sich Schaaren ‘von’ diesen gefrässigen Thieren,' und: werden durch’ ihre ungeheure ‘Gefrässigkeit "und Neugierde eine‘ Beute‘ des Jägers; dem’ 'sie sonst vorsichtig’ ausweichen. ‘Sie''sind manchmal’ 200 Stück‘ "zusammen, "und'bedecken,; wenn!'sie ’sich’ setzen, "lange, weisse Muschelbänke,; die ‘dann 'noch weisser erscheinen, alsı'ge- wöhnlich. Ich’ bemerkte ungefähr 10’ Arten auf dem: See’ Menzaleh.".) So dauert dies Zusammenleben der‘ mannigfalligsten Vögel"einige Wochen; bis’ die stärker werdende 'Frühlingssonne sie vertreibt 'und neue herbeizieht. ' Ende Februar schon ‘sammeln sich 'die 'Scharben: 'und man sieht Abends ‘üngehente "Züge von'ihnen’näch den Schlafplätzen'ziehen, die mit jedem’ Tage "schwächer besetzt‘ sind!'" Pelecanus ist "Zum Zuge gerüstet, und Phoenicopterus vertheilt ‘sich täglich mehr.-\ Die’Enten zie- hen sich "zusammen, und man "hört 'alleNächte das pfeifende ‘Geräusch ihres’ Fluges. Die Adler‘, die’ nicht nach Eüropa "wandern ‚' ziehen sich nach ‘den "einzelnen öden Inseln zurück, 'um zum'Nestbau zu‘ ‚schreiten, und Milous ater und parasitieus 'bauen’ Ende ‘Februar schön Fr Die
in
51
Sümpfe, die"'nurs der ‚dann und) wann.'herabfallende Regen noch: mit ‚Waässer: versorgt,’ fangen ‘an auszutrocknen ‚ı'und' ihre flüchtigen‘ ‘Bewoh- ner verschwinden in dem Maasstabe , wie: sie abnehmen.‘ Die weiter südlich »gezogenen ‚Vögel fangen an, sich‘gegen’ Mitte'‘März 'einzufinden, verweilen aber) 'nur 'kurze' Zeit ,"um' sich’ hier auf fetter‘ Weide noch zur Reise über’s Meer zu stärken.’ Mitte März ist Alles schon’im vollen Zuge ‚ und was Anfang April noch nicht‘ fortgegangen ist, bleibt "auch den ganzen Sommer hier.» Vorzüglich'häufig ist Ende März Anas celypeata und fuligola, von denen‘ man'das'Stück -für'5' Para 'oder '21, Pfennig sächs. 'zu kaufen bekommt. Anfangs April'kommt 'Merops Savygnii'und’ mit ihm 'alle die- jenigen Bewohner ‚Unteregyptens, die im Winter weiter südlich gezogen waren. Die Wärme ist dann wie im Juni oder Juli, und die meisten Raubvögel, Krähen und Tauben haben schon Junge.
Die Bewohner des Landes am See sind fast alle Jäger, meist aber für den’ Wäturforschbt unbrauchbar! dena) hit feiner! \,Bismilla' errach- man errachim‘“ schneideh\deri Araber) \demsgeschossenen Vogel sogleich die Kehle ab, und alle Ermahnungen gegen diese Sünde fruchten nichis.
Merkwürdig bleibt, dass ich Vultur fulvus oder albicollis, der bei Kairo ‚nicht selten ist, nie im Delta-bemerkte/"obgleich er reichliche Nahrung hätte, _ Der Mangel an Gebirgen scheint ihn ‚abzuhalten, ‚diese Gegenden zu besuchen. ‚Desto häufiger, ist dagegen Pandion ‚haliattos, der wirk- lich gemein in. der Nähe, der, Seen ish. |,
Dass es in ‚Egypien noch viel zu entdecken gibt, ist wohl keinem Zweifel, unlerworfen, denn. nur dann, wenn ein eifriger Naturforscher lange Zeit in Egypten bliebe , „und dieses Land in allen Richtungen durch- reist haben ‚würde, könnte . man ‚einen, Ueberblick ‚der, ausserordentlich reichen ‚Fauna dieses höchst interessanten Landes ‚bekommen, was bei einem kurzen. ‚Aufenthalte. ganz unmöglich ist... k
Vorstehendes ‚sollte, nur, dazu ‚dienen ,, eine kurze Schilderung dieser reichen Seen zu geben. Bi BITLLHTRN
„Alexandrien, im Juni 1899, uns 2 & RT tod 5; Altea Edmund. Brehm...
3 i IBAT I Hi) lei f y ) bin „a EEE i>Uu
mania Hi. 0 Tran Lugfı: dorf 48719: 1900 V
NnınlsA 91 di
3 ‚Der , Wunsch 1% jungen ,, ken, on talentyollen JR shi (Sohn unseres Altmeister, Brehm) - scheint schon, für die, nächste ‚Zeit, in Erfüllung ‚gehen zu ‚sollen , ‚und, er; selber dazu ‚auset sehen; einen. nicht geringen Antheil an der Bearbeitung der nord-ost- afrikanischen, für die europäische so unendlich wichtigen" Ornis »Zu> nehmen. "Ein junger 4*
52%
Mann! von zwanzig Jahren, ıstehl er. jeizt;an der Spitzeveiner,, von dem Freiherrn Dr.! von Müller in Unteregypten zurückgelassenen, vortrefllich ausgerüsteten. Expedition »@über die ‚wir. im! Folgenden noch: kurz: berich= ten werden), und) wird«sieherlich die ihm «gebotene, überaus »günslige Gelegenheit benutzen, ‚diexgrossarligen, ‚Pläne‘ und ‚Zwecke dieses mit allen ‚Mitteln und: Gaben: reichlich ausgestatteten ‚Naturforschers und Men+ schenfreundes (unteri.denen ‚auch; „die ‚Förderung der Ornithologie eine hervorragende, ‚Stelle eindimmt); «realisiren zu..helfen !- Möge Goit ihm — . wie bisher — Gesundheit ‚und Kraft, verleihen, um die .mannigfachen Ger fahren! seines Unternehmens überwinden zu.können! | |
1 mr sib „enst
Hr Pi y 7 ' Der Herausgeber.
‚4ul 1obo inurl mi Sir
Beitrag, zur. ER ‚des s Nase, | Wr ag Lath. one
N \ Yon
‚R. Tobias. EX in „ii nallsa Alain
Ganz ähnlich Beobachtungen‘, "wie am’ Pirol, Hinsichts der auf ein- ander folgenden Kleider des Männchens, und abweichend von seinem näch- sten Verwandten, dem Gartenröthling, S. "phoenicurus, wie es sogar in
der ganzen Gattung Sänger Syloia*) nur als’ vereinzeltes Beispiel dasteht, u ed en. auen an UieBemm, Vogel ‚Jede Species ger: erwähnten li
im ersten Peuihe ihres Lebens’ ausgefärbt, "doch wenigstens so weit SEngs keine Verwechselung‘ mehr stattfinden kann, und ‚dabei fortpflanzungs- erst Frühliidb” iminer noch’ sicher von En ganz alten zu Anlördheiden. Die grauen Federrändchen, welche die schönen Farben bald nach der Mauser noch verdecken, sind bei jungen Vögeln breiter, als bei alten, stossen sich auch’ erst‘ später ab, als bei jenen, und dies ist die Ursache, weshalb jüngere Vögel erst nach Verlauf mehrerer Wochen in einem Hochzeitkleide prangen, das die mehrjährigen schon bei ihrer Ankunft im Frühlinge iragen. Naumahn "sagt "zwar BA. I. $. 528: „das Weib- chen hat ein’sehr einförmiges, düsteres Gewand, es sieht in einiger Ent- fernung ganz TERN aus, und‘ ist selbst, von ‚Jüngeren Männchen im
THE
*) In: dem Sinanı wie Naumann Fi ar a ah 0a MRBgEN
53 Herbstkleide leicht zu unterscheiden,“ | Mir" glückte es’ bis jetzt noch nicht, zwischen‘ alten Weibchen und jungen’ Männchen im ersten Herbstkleide, oder. auch'im darauf folgenden Frühlinge, "ein ‘ständhaftes Unterscheidungs- merkmal''dufzufinden, "selbst wenmich die Vögel in’ der Hand hielt und mit. gestopften' verglich" Nur die'Seetion’ verschaffte’ Gewissheit." ">'
!Das'ratchfahle Kleid, 'welches"die ‘Männchen ’des“Hausröthlings er- alte wie" sie das: ‚nis cm 'Neste mitgebrachte Jugendkleid ablegen, und worin’ ‘sie! dem. ‘alten "Weibehen’'gleichen‘, hat am 'Unterleibe und in der ‘Gegend des''Afters' hellere 'Spilzeh "die bald"mehr in’s Weissliche, bald: in’s Gieigeniche, BeNTenIn.. ER NIROMEANBRIERIEG Run: w 2 nicht Janıo di © urle ©
"Erst ) im örbeän Debenkjahten die das’ Männchen «ein'' Kleid vielen es kenntlich’macht. ">An! Gesicht;"Kehle und’Oberbrust‘ tFitt Jein schönes‘ Schwarz hervor, an den Schwingen'zweiter Ordnung‘ sind die “ weissen‘ Federsäume "eben erst’ 'zuW°bemerken.' ‘An'ällen Obertheilen ist die Farbe dunkler, als im vorigen Kleide. Das dritte -Herbstkleid ı ist endlich ‚daslinüusgefärbte;; bei ihm’ triwdas'' Schwärz' in weiterem Umfange und reiner hervor ‚zumal wenn imFrühlinge'derigrösste' Theil'der grauen Federrändchen äbgestoössen ist; die weissen Säume der’Schwingfedern zwei- ter. Ordnung bilden’beim zusammengelegten Flügel einen schönen, weissen Fleck, und oft zeigt sich" zumal'im ‘Herbste, "am frischen Gefieder''gleich hinter der schwarzen Stirn ein weisslicher Anflug. Dieser Anflug scheint in späteren Jahren deutlicher hervorzutreten,
Nie habe ich Männchen und Weibchen bei einem Neste gleich ge- färbt gefunden, und beobachtete auch, dass die noch einfärbigen Männchen sehr unstät herumschweiften. Darauf gestützt, halte ich für gewiss, dass die Männchen dieses Vogels erst im zweiten Lebensjahre fortpflanzungs- fähig werden.
Ueberhaupt dürfte es wohl in der ganzen Vogelwelt als Norm gel- ten: erst mit Änlegung eines dem ausgefärbten Kleide sich nähernden Gewandes erreicht der Vogel sein mannbares Alter. Nun berichtet zwar Pastor Brehm, dass der Taubenhabicht im Jugendkleid gebrütet habe, wenn ich nicht irre, war es das Weibchen. Dieses würde meine Ansicht nicht umstossen; denn ich erhielt bei den herumstreichenden Pirolen und Hausröthlingen auch nur lauter Männchen, und letztere dürften bei beiden Vögeln ohnediess die Mehrzahl bilden.
Vom Hausröthling, habe ich eine bedeutende Menge, sowohl im Herbste als Frühlinge untersucht, und erhielt unter einem Dutzend immer erst ein Weibchen.
54
Im Juni 1836 erhielt ich einen jungen lebenden Steinkauz, Sir. noctua, Retz,\,welchen ‚ich an; einer, Schnur, gefesselt auf, \dem Fenster meines Arbeitszimmers halte. ‚Bei warmem. Wetter war, das Fenster: geöffnet, und das Käuzchen' sass auf ‚dem ‚Mittelholze,.des Fensterkreuzes.. |. Viele: Vögel kamen aus, dem ‚weitläufigen, Obstgarten‘ zusammen‘, ‚betrachteten‘ sich das ‚Käuzchen. ‚und. setzten. ‚sich ‚fortwährend schreiend. auf. den‘ kaum 40 Schritte, entfernt .stehenden;,,, nächsten Baum ‚oder. auf das-seitwärts befindliche ‚Dach (des. Schuppens, |. ‚Sass. derj-Kauz, still... so kamenieinzelne nochi näher , flatterten‘, dicht,;am ‚Eenster «herum und setzten sich gar auf die Mauer, der \‚Fensterböschung... ‚An dieser, Stelle.! befestigte ich einen Meisenkloben, dessen Schnur in die Stube ging. Hatte ich kein:Fulter vorräthig, wurde jein ‚ Vogel,.gefangen.; Um’.die :‚Standvögel: (Sperlinge und ' Meisen) | zw schonen, ‚nahm! ‚ich ) lieber :Sommervögels.' So traf \die Reihe meistens. Hausröthlinge „als, ‚die ‚zudringlichsten, wo ‚oft zwei mit einem’ Ruck (gefangen, wurden,. Jeder. wurde vor dem eteunc inner- lich \untersucht. ; ı ); s( A: ara An
Als in, März, 1838 dest Kusel dunalı re che Zufall, ‚woran dessen Unruhe | bei .herannahender ; Paarungszeit schuld «war, das’ Leben verlor kamen: dennoch später viele, Vögel ‚ı sobald. das Fenster. geöffnet . war hoffend ‚das. Käuzcheni'zu. sehen, .ı. Apr Kanten, od noch Yieie Rabings, die sich ‚auch . noch. \dessen ‚erinnerten.ıisia Ioios 0 bu „anoll,
. | Tiarı 2.9. a? more ah Tal
“blorsimil tiankl-1ad0 ob aimdazıothınis roh leo
a Y; ‚’aRıdlo) Hu i 11. x re Ä ee umO Or > #00" Qrnithologisches" Material, > „„in Zeitschriften, Monographien ete. zerstreut... 0)
nr >
% y- m von. Anden der Haturforschendeit Gesellschaft zu Görlitz, « ih |
en > FT Kfäte
1) Vögel, ‚die, in, den ‘Lausitzen vorkommen, von Braths rnnysl (RE 2) Der Schwan (oberflächliche) Monographie . . . .. P ‚ 22 cB). Verzeichniss; der Vögel ‚welche ‚im „Kabinet der aetrforchen- (di den ‚Gesellschaft, anzutreffen sind) ,- I RR le) AB 4) Beschreibung eines vierfüssigeu nen en nomif — 8 . ...-ekönndl 2uHeft. (si N bay I .d 5) Vögel, die in den Lausitzen vorkommen, ‚von Braths, Fort- ah ‚selzung Ania Too (RR
6); BE En amprikanischen a afrikanischen Vögel, im 700 1S Kabinet der naturforschenden. Gesellschaft, TER U | 0%) Die Wandertaube, aus Wilson _Americ. Ornithol, Honda”. AN 8) Die zahme Gans, 5 Anekdoten (ohne wissenschaftlichen, Werth) 136 % Ornithologische, ee an ee su von ;< _Krezschmar,., RR RE nn 148 N: IL, Band, N: | 9) 1odalJ- (BE 10) Lausitzische ‚Vögel (Karls. v. Bratis} von | Krezschmar eS.:49 11) Ornithol. Bemerkungen nebst einer Tabelle über den Frühlings- "zug einiger Vögel in der, Oberlausitz von RB. Tobfas.. 7. 55 _ IM. Band. 1. Heft. 12) Ornith. ‚Beobachlungen im J. 1839. v. R. Tobias. Momo HD ». Ovisugen.. ‚(Eiersauger) der Insektenwelt v. F. Schlüter ek
'*).Heyn’sche Buchhandlung in Görlitz. -
56
III. Band. 1. Heft. sr Seite 44) Ornith. Beobachtungen im J. 1840 und 1841, v. R. Tobias . 31 15) Der Sumpf Obeda bei Kubinova im Syrmischen Militair-Grenz-
‘Lande, v. R. Tobias . . . 53 16) Literatur der MIREIERSENG in da Obereliiean: Ornitholo- gischen. aid.» a re ee en IV. Band. 1. Heft. 17) Ornith. Beobachtungen im J. „I YuBR. Tobias au 6% 1 18) Beiträge zur Naanaigh!e At v.(R. Tobias ee. lagopus) . PR 238 19) Eine neue Diössälhnt- rd‘ min, M Dinireiah ion B..Toblaa.. zn. NER |
20) Zur Naturgeschichte dus Kuckudaal von R. kakian, re 21),.Ornithol. Notizen, ‚von, R.,Tobiası(Pastorroseus) ..., „1. 1 56 22) Kritische Bemerkungen zu Dr.» Lind;ermeyer’s Aufsatze: „Die Vügel Griechenlands ‚*. von R; Tobias, = '.,. ©... 58 IV. Band. 2. Heft. Ä Rare: 9 23) Excursionen Auf dem. rechten Dönäuifer ii N. 180 min) y. R. Tobias ;...;! | . (85 24) Ornith. Ausflüge’ im Pit Greilae, v. R. Tobias). 27, (82 25) Ornith. Excursion ‘nach der Tafelfichte, "dem hohen’ Iser- und
Riesen-Kamme (Juni 1846), v. R.' Tobias 90i5 gundioınogod (da
26) Ornith. Bemerk. (hahnfedrige Me PNDRER. v. ” ZONE a A Band 1. Beh," f I mob, mi sib ‚Iogörf, (@
27) Ueber Aquila fulva und'naeia ° .. iger BASIT, 48 28) Ueber Falco rufpes (in der Lausitz brüten) 4 b, eindyagıaf) (9
29) °„. Nueifr. caryocatädl.“. nor ofnian Tb Tonide 48
30) °„‘ Pastor roseus‘. ..' N I wis zon, en er BUN DE 31) 1," Anthus aquaticus nalobdanh 5 „ange Hanns, sieh (9
32) ", Glareola torquatd , Tbis fäleihetis, u, abet et pur Be; purea, garzelta, 'nyclicoraz, ralloides, - Carbo pygmäeus ‘' 7 W957 33) Ueber Columba palumbus, Sylvia sibilatrie os Fl ER : 57—61
II. Rhea. Zeitschrift für die, ‚QRS a m mte 0 r ni ith 0 1 108 gie... Heraus- ‚gegeben von Dr. F..A.L. Thien e m ann, Leipzig, bei Brockhaus.
1846. I. Heft. 8. 113 Thlr., Enthält; wc | Seite
1) Protokoll der ersten Ornithologen-Versanimlüng zu Köthen. nk 2) Ueber die Wichtigkeit der, Oologie für die gesammte Ornithologie, _ von Dr. Thienemann . . . il si unlbnsclout sd. 11
57
- lin Seite 3) Be den: Vogelzug‘, mit besonderer. Hinsicht anf Helgoland, yon. (5 @otProf. Dr. J, F, Naumann , . dans H +0 8 4) !Bemerkungen- ‚über! einige,! ‚Nögel u ER ‚(Aguila. naevia, albieillay! »Limosa !/Meyeri_ et, ruf@, An Iglnehalignı Cap
‚grylle ete.) ‚von E. v»Homeyer., basis onuhme Hl 27 5) Beitrag; zur‘ Pia das ae Faico nr ‚von ı-
J.«W, VL ‚Woborzil. oe Join ii in 30 6) Kritische. Revision der: irapichen Dscalken, v..Dr.;L. Thio-
nemannyduol we lmomillene de - eb zunosätie 44
(Vortrefliche, die reiche Literatur, u Gegenstandes kritisch be+ wältigende Arbeit.) 7) Meine Schwalbe, von Dr. L. 'Thienemann ati ; 98 8) Verzeichniss der Europäischen Vögel, von Dr. RR . 104
10 nalrzikanııd ‚PN II. Archiv des a der irn der Naturge- schichte in Mecklenburg. Herausgegeben von Ernst Boll. Neubrandenburg, bei ‚Karl PP FOREISH: I Heft5 1847. II. Heft. 1848.
m Thlr. ‚bnseartme. sind -Imme»s)) ei9eihgoıns rt FR ; I. ‚Heft enthält; al ’ T Seite 1) Beschreibung einer neuen Art Rohrsinger, Gutamcherpe a worum won‘ Pastor H.. Zander. 2 TUE 2) Verzeichniss der BU a Mecklenburg, von A wo
letzamb. tie „ira agiY rer ee '» (Aufgeführt' 43 Segel ua Bibr«Semmlen); Be a}
R Die Ostsee. ' Eine’naturgeschichtliche: Schilderung, von & Boll $.:18. Vögel Wer Ostsee . . ll 8 Coral) ..aEoh. and 77 nn einige“ allgemeine Bemerkungen), 1de die ish — ii 'der’Meinung des: Verfassers,.—:von der physischen Beschäffen-:'| heit 'des ‘Wassers "unabhängig (2) .zu wenig: zur cs desselben beitragen.*) M
Il II. Heft. | f | m
n: ‚Veindeichnise derbis java in. Mohlenhurg, heabichieien Vögel, von.
A. Maltzan. (Zugleich’ Verzeichniss; der: »Eiersammlung ''des Verf.) »Als'Nachtrag: ‚Verzeichniss..der. bisher..nur:in den Nach | barländern‘ (Pommern; Mark, Holstein) beobachteten Vögel... 29
2) Beiträge zar Naturgeschichte der‘ Inmbeigtsenighen Kae s-
söriay von Dris HS elbenck üntidsa oh mi Banhwionid. teuren! D 49
58
u Baht Dy Das Verspäten der‘ Vögel beim: ‚Frühlings- end: Herbstzuge), vor 1.(& hack Dr: H. Scherck N a a FE 1 ı „ ‚ad, 911405
4) Die” Lewitz"in' ohalurhistorischer Hinsicht von DriH.-8 seien 1108 („Die Lewitz; diese bedeutende 'Bruch- ‘und Wiesenfläche, \mit\» * Hartungen ‚-Horsten -und Lietzen' abwechselnd, - die" an. einzehnenw Stellen -eine»fast Tropische Vegetation’ zeigt." Welch‘ reicher (Ü "Fundgrube für Ornithologen ‚- Entomologen ‚- Botänikeröet£.).’ Der .\ Verfasser trägt sich «schon! lange mit’der Idee 'einer Fauna ber (9 "> gilziana; möge -er- sie doch ausführen! -Die AnutarheR Ornis
würde 'vielleicht' Manches gewinnen." l.! lol ob lin‘) (Forts. folgt.) 1» abnsyiuläw g Sn ES «3 Ad ‚! aM} BI neu YidT arg siob ‚azindaiaxıoV le A " ar ‚europäischen Ornis, % Hoddsaııl m d‘ Bruce Bröge ri er iss 3t Soll IE. Mal pi eig WErkb,iod ‚surdnsbanduon
i ld | A. Die europäische Gesamnt-Ornis umfassend. URnd- ac ‚Lehrbücher, Verspiphmane , ‚KUpICFWERRE. RAT Ich f 14191092 @:
41) Bel m, Chr. Ludw., Telirtuch N Natırgäschichtd: ‚aller Gerteliechn Vögel! 2 Theile mit ” ‚Kpfr. grl8.-Jena 4823. (Schmidt) 2%/; Thlr.
2) Dubois, B. E., Naturgesch..der Vögel Europa’s, mit deren bekann- ten Nestern, Eiern und’ihren nach (der Natur- gezeichneten’ Abbildd, etc. 1 Hft, mit 6 Taf. Vögeln und! 2 Blättern mit Nestern und-Eiern, (4, ' Aachen. 1834.. (Mayer). 2% Thir. .: . ‚982%0"4 ‘84:2
3) Gloger, Const! Lamb: |; Vollständ. Handb. ‚der Nafbrgoghi der Vögel Europä’s| mit besonderer ‘Rücksicht auf Deutschland: «4 Thl./6:Hefte, (die -Landvögel enthaltend) gr. 8.) Breslau‘ ever er und zur 51/, Thlr.
4) Naumann, Joh. Friedr., Naturgesch. der Vögel ehlaniis, auch eigenen Erfahrungen entworfen.‘ '(Neie,' durchaus'umgearbeitete/und vervollständigte Ausgabe) des''älteren Werkes’ 'von ‚Joh: :Andr. Nau- mann.) 42 Thleimit’342 illumm. u.8 schwarzen '(selbstgestochehen) Kupfern. 8. ‘Leipzig, 1822—44: | (E!|Fleischer.): 188 'Thlr;
Dass. Nachträge: 4 Bd. ‚mit‘ 40 Kpfrn. 1847, Aatie (Umfasst , -besonders in den. Nachlrägen;; die euröpäische Oreis).
59
‚5)Selliers von Moranville, L’, die Vögel Europa’s. Eine 'syste- «.! matische “Uebersicht "der" synonymen "Gattungen und der einzelnen Arten nach ihrer natürlichen NUENARLSCHEN! zusammöngesteilt, 8 Wien. A844.) 00 saolouımn |
HSusemi, ' Joh. Conr. und Ba), Abbildd. der Vögel Europa’, in ‚Stahl gestochen.‘ Text'nach Temminöl's "Manuel Wornithölogie und den vorzüglichsten: neuern Schriften" und mit Beiträgen 'von mehren bewährten Naturforschern, bearb. von Gergens und’ Schlegel.
vs 1:50 Liefl. 4-26. Lief. mitje.3 illuinm. Tafeln und 11/2 Bogen’ Text.
‚8. Stuttgart. 1839-1845. (Leipzg. Fr. Fleischer.) '& ”/,, Thlr. Quart.
NE arg) Thlrs(cHft.' IS AR VOR en An. ” uff, von Schle- gel bearbeitet.
» Boitard, Pierre, Histoire ROSE des PA d’Europe ‚‘ avec la ‚figure ı de: chaqde'iespece' et variöt&," dess.” et” color.) d’apres nature.
| Livr. 1—6 de 3 planches in-4. Paris 1825. 26. nes 4
ı livefigs noires'3! fr. color. 6 fr. |
18) Bonaparte, Carlo Luciano ‚ prineipe 'di Canino', Catalogo a degli Uecelli Europei. in-8. Bologna 1842. Jae.' Marsigli!'"(97 p.) (Dagli Annali delle Scienze Naturali. Tom. VII. 2. semestre).
9) — — A geographical and comparative list of ihe Birds of Europa and North-America. in-8. Lond. 1838. (Jahn van Voorst.)
10) Gould, John, The Birds of Europe. In 5 ‚Voll. (22 Pis.) co) prising
449 Beahtifully coloured iigg., whit descripliv letlerpress. in Imp. fol. London 1832—-37, by ihe' autor. "76 Lst. 8 s. 11) Lemaire, C.L., Histoire naturelle des Oiseaux d’Europe; peints d’apres nature par Pouquet et graves sur acier. 4. parlie. Passereaux. „20 liver.aveo 64 pl. in-8. Paris 1837 (ir BR La ee 60% eo "color. dl. fr.201c:
12) D’Orbignyy»Aleide,' Galerie EEEIRTRRINN ou olleökfon woi- seaux d’Europe. Dessin. dapros nature ‘par. Ed. 'TraviesyThiolat et 'Delarue. Livr.01—53.' de (2 pl: lithogr. in-4. Paris SRENEN ne
sılmahd Robin veti'Lamy.) La livr. '2 fr. '
43):D'Orbigny et'Delärwe. Collection des Oiseaux dtEropeg decrits
par© A: D’Orbigny_ .et’'dessin. d’apres nat. par'' J: ‘Delarue - fils. Livr.
N 4440, avec. '40\ gravures in-8.' Paris 1839: (Lamy.) La live. % fr.
14) Schlegel; H., Kritische Uebersicht ‘der europäischen Vögel. (Auch ünter ‘dem. Titel:'! Revue critigue des Oiseaux d’Europe.) "Lex. 8.
Leiden) 4844. (Arnz und! Comp.) ‚(Lpzg:“F. Fleischer.) 21, 'Thlr.
15) Swagers; "Ei, Collection complete des Oiseaux' d’Europe ‚dess. et
60
„1, ‚color; d’apres,. ‚nat... parı E.\, Swagers« (50, Live‘). oLivr. 4-4," avec anl:9 pl...et 42,pag. de texte in-8.. ‚Amiens 14833. Chez: Vauteur. La 2 Meeinkärt Nadsait a 16) Temminck, 0. ]., Meikiel ornithologie,, ou ablöde systematique «; ‚des Oiseaux, ‚qui se trouvent en Europe; precede. d’une table alpha- ..,, betique ‚des especes.,4 ‚Pis. 2 edit. gr. in-8. Paris» 4820:331:38. 40. ....(Amsterd. 1815) chez d’Ocagne; H.- Gonaim: » 17:0) ‚Dazu: erkwäd Er ‚Atlas ds ee d’ Rusape pour 'servir ‘de !compl&ment au “„.,mannel d’ornithol. de M.; Temminck ‚| par ıJ.\C. (Wer mer. «(55 Eivrr.) ı «Live. ‚150 ‘de 40 pl. ‚gr. in-8.‚Paris..1827 iet suivv. (Belin'et H. Causin.) La livr.: 3 fr. fig. color. 6 fr., avec texte ee pap: vel: Dale re nmreolor.. Ola fr, lamılan sin! 39 bistiod Oi Yıniaı ANNE ‚wenn, auch! > BRAB en, nichp; eig gehöre, „ı isb.noch;, 17) Koyserfilg und Beine, die Wirbelthiere iropale h. Buch, Die ,''.unterscheidenden; ‚Charaktere, er. 8. - 1840, ange und (.« +8ohn;: 21/3, Thlr. Ä |
„B., Chorograplische und topographische, Werke, (Spezial-Ornis.)'
’) zn j i '% h
I. Deutschland.
1 BONkeisihhi, FF M., ‚Ornithologisches Taschenbuch‘ von ah für Deutsch- land; oder karzgilaseie Beschreibung aller Vögel Deutschlands. 3;Thle. :o’mitı39-illuminirten ‚und: 7 schwarzen Kupfern. '8. Leipzig. 1802. 3! 12; ‚ 2lei Ausgabe 1811. 12, (Broekhaus.) «61; Thlr. TIITOG MORE ACT 2), Borckhausen, M. B,, Deutsche. Ornithologie, \oder Rähirgdsthichte aller Vögel Deutschlands, in-natürgetreuen Abbildungen und |Beschrei- »ı bungen,« herausgegeben von Dr.,Bekker,; Borckh,, Lichthammer, C..W. Bekker' und, Lembke. 1—22. Heft,. a 6 Abbildungen, ge- „‚stochen von C.,Susemihl und unter. dessen «Aufsicht ‘ausgemalt. Mit ‚43 Bl. Text, '/ Bogen fol, ‚Darmstadt 1837-—41. ‚(Leske.) 'a.Heft 3 Thlr,, - ungelrennt a 2/3 Thlr.. (Neue Ausgabe..des\ frühern,, aus 21'Heften mit 126 illuminirt. Kupfern,, gr. fol. bestehenden, ebendaselbst erschie- nenen Werkes, etc. 105 Thilr.,herabgesetzt:'38 Thlr.) >» uw. (
‚61
3):Brehm} Chr. Ludw., Handbuch der Naturgeschichte‘ aller Vögel Deutschlands, worin etc. mehr als 900 einheimische Vögel- -Gal- lungen zur Begründung einer ganz neuen Ansicht und Behandlung ‚ihrer. Naturgeschichte vollständig ‘beschrieben sind:' "Mit’47 'treu etc. „nach der: Natur gezeichneten , 'illum. er ao end. ‚Ilmenau „4831.x(Weimar ‚ Voigt.) 40: Thlr. a), Fritsch ‚Joh. ‚Leonh: ‚Vorstellung der Vögel dedchianeei ‘und bei- läufig auch einiger fremden, ‘mit ihren natürlichen. ‘Farben: etc. etc. „Mit 307 sorgfältig illum.. Abbildungen auf 254. Kupfertafeln und 1 ‚ Titelkupfer und 479 S: Beschreibungen (öhne 'Pag.) gr. Fol. Berl., 4734—63. (Nikolai,) :80. Thlr. (XII Klassen, von: der VI. ab; von u.) „.den. Söhnen, ‚Leop. und. Chr, Fritsch fortgesetzt.) 3 5) Meyer und ‚Wolf; Taschenbuch der. deutschen ‚Vögelkunde, oder kurze. Beschreibung,.aller : Vögel’ Deutschlands. 2 Thlr. Mit:75 illum. ‚ Kupfern. ‚gr. 8; Frankf. ‚a. .M..1809, 10. ‚Leipzig. ner und Reisland.) 10 Thlr: 6) — Zusätze und Berichtigungen,, ER kurzer Berne dien Vögel, welche ausser Deutschland in den übrigen Theilen; von Eu- .ropa vorkommen , als -3r Theil. des Taschenbuches.,, 8. ‚Frankfurt a. M. ‚(Brönner) 1l/a Thlr, (Gehört. wegen BU. der europäischen Ornis zu A.) ?) Naumann, Joh. Andr., Ausführliche Beschreibung aller Wald-, Feld- "und Wasservögel, welche sich in den Anhaltischen Fürstenthünern und einigen umliegenden Gegenden aufhalten und durchziehen. Auch unter dem Titel: Naturgeschichte der Land- und Wässervögel des nördl. Deutsch- lands und der angrenzenden Länder. 4 Bde. mit illumin. „Kupfern. gr. 8. Köthen, 1795—1803. — Dessen Nachtrag 1—8. (Von 1805 in n Verbindung mil dessen Sohne Joh. Friedr. Naumann.) Mit ‚Kupferi. . gr. 8. Halle 1805, 6, 10-17. ' — Dessen neue Ausgabe, $.. unter A. 4. ->a) Anhalt, 8 unter Br .b) Baiern. ‚ Koch, E"E,, ei der baierischen Zoologie. "Auch unter dem > Mitel: Die Saüpetiiers und Vögel Baierns. 1 Bd. mit 40 Kupfern. "8. Nürnberg, 1816. 3 Thlr. | gs c) Lausitz. Neumann, Joh. Wilh., Allgemeine Uebersicht der Lausitz’schen
62
'y Haus-,..Land-. und ‚Wasservögel. Mit illumin, «Bteintafelas 8, :Gör- ‚.litz, 1828. (Zobel.) 5/6 Thlr. ” Ay ‚»bueldoeiadl od) been na bi us mag
‚1.,Siemssen;; Ad..Chr;, Handiisakis zur: Be Kanals der Meck- ‚'ilenburger Land- ‚und: Wasservögel.'8; Rostock, 4794. (Stiller.).
2. Zander, H. D. F., Naturgeschichte.'oder ‘Vögel’ Mecklenburg. bu as ABBTERL 6 Hette. Behr u. vi. pen ee Thlr.
e) Bei Hi NBDMITE 1
br . Hornschuh: ern Se vergeht Werseidlinieh der in Pommern vor- ‚kommenden Vögel.) gr.=8:''Greifswald,: 1837. (Bamberg) je Thir.
2. 'Holm eyery) Eug: Ferd. 'v., ‘Systematische Uebersicht der Vögel Pommerns ‚ ‚mit’’Rücksicht’auf den’ allgemeinen Charakter des Lan- . des;.das örtl"und'quantitat. Vorkommen der ‘Vögel ihre Lebens- art,‘ ihren Zug und: ihre‘ "'Abänderungen)' nebst Beiträgen zur be- schreibenden' Naturkesch.' &r.-8.. Amklam, 1837: (Dietze.) RL Thlr. — Dessen 1. nee er. 8. ebendas. RE OR ‚hunteigik
"fJScChlesien. r radehiet |
RER "Al, he Sileside)," via kurzer Leitfaden zum iGebrauche Yin Unterricht’ über die ‚Söhlesischen Vögel. 8. Breslau, 4845. (Kreutzer und’ Scholz. Leipzig, Batth.) 7% Thir.
g) Württemberg.
Be er Chr. Ludw., 'Systemat. Aufzählung aller Vögel Wür- ""tembergs, mit Angabe ihrer Aufenthaltsörter und ihrer ‚Strichzeit ete. Lex.-8. Stute. 41834. 7, Thir.
h) Schleswig-Holstein. , BR
Paulsen, Chr., Veiledning. tl Kundskab. om r% 5 Danmark, ‚Sleswig
og Höisten forekommende Fugle etc. 1.Heft., ‚indeholdende: Rov-
| fuglene, 8. Kjöbenh, 1843, „(Reitzel.) " Thlr. ‚Rein topographisch verhalten sieh: | 1 .4dol
1. Zorn, J. H,, Epistola de Avibus nn pres enter: Hercynicae, 4. Papenheimiae, ‚1745. (16 .pag.) aunu nal -
2. Walchner, Herrm., Beiträge zur Ornithologie de Be, see- beckens. Mit 2 Steintafeln (in Quart. !/ fol.) 8. Karlesebe 1835. Sala 4 Thlr. u -u40,; DR En
3 Just, A A., ‚Meine, Beobachtungen "über Pie am. Eisichen Salz- "See vorkommenden Vögel. Ein, ‚kleiner, Beitrag, zur ‚Vögelkunde. 8. Leipzig, 1832. (Kollmann.) %/, Thlr. -ılans.l.(9
PT ' I ’ Tat I. { 904? dl int ‚anssıwai Ir x Luk al sie HAUS ’ P Aule Er
ı f03Db TDHU
Hi
63
basM I (0
112 Die Schweiz, _ : fürs |
1. Mi. eisner, Fr., Systemat.|Verzeichniss der, Nögel,, he die Schweiz entweder bewohnen, oder etc. besuchen, etc. gr.-8:\,Bern, 1804. a ne Ag Thlr. I annhb aavra2do zı U ‚, spnolsted
je“ — und Schinz. .Die,Vögel der: Schweiz; he ‚geordnet und beschrieben, mit Bemerkungen über ihre Lebensart und),Aufent- „halt. Mit illum«; Kupfertafl, .gr;.\8. ‚kürigh: 4814 nel. Bird) etc. 2 Thlr. 3 Mo (wonid-2inpneil) OL 30m
3. Necker, L. A, Pibapine sur les Oak des environs. a ‚Geneye.
0210 ind. »Geneve: 1823. Biere
21 931g ‚H sale I101/ u FEW a1} L>2 h 191m 15 ash ıl OR A ae omanıngbb u
Ba: REAEMRN Jet Maurgtte ‚de ‚Luchon, Histoire , naturelle , ou „el&nens de la faune frangaise... ‚Ornithologie, 2, ‚livraisons in-8. Paris 1844. (Roret.) 10 feuill. 2 fr. 2. Gerardin de Mirecourt, Seb., Tableau Siömentaire, ‚Xornitho- a-ni. „Jogie,,ou, histoire,naturelle ‚des, oiseaux, que l’on reneontre com- mundment en France eic. Avec un atlas de 41, ‚planches litho- graphides par Paul Louis Oudart, in-A. ‚Paris 1806. (Tourneisen APNPFIIREeN || "9 IR’) 105 ı RER TORERRE PR 3 ‚Nieillot,, L. PB, Örmiitolbeie in. ou hisloire natırelle Zöndräle et particuliere ‚des Oiseaux de, France, ,, les figures dessindes et ‚lithographiees | d’apres, nature. ‚par PB. L. Oud art, ‚8 ‚livraisons de 6 planches in-4. Paris 1823, (Motte; Pelieier.),, La livraison de 6 planches en noir: 6 fr.
hasiloH bass selig N
ind ana u NÄRASA. und Bapprionent, masoN .L
b RE nr na augerldeit9nig na Hıse ‚oribnor ‘ Barriere, ‚Roi, .Ornithologiae nein! re: ‚sive, series Avium » in«Ruscinone,, Pyrenaeis möntib.atque in: Gallia/ aequinoet. obser- no gg Oval eich zn Kupfertafel) 4. Perpiniani.1745; ‚(Simon le Comte.) b) Erhphinkh- ot nrsre da O8 Jam sIsst'& .nooN Bssibten et m de'Labatie,; Ormthologie: dir Dauphins; ou de- scription des Oiseaux observes dans les departements de l’Isere, de la Dröme, des Hautös-Alpes 'et conirdes voisines. Avec 72 nal) planches, «conten. 300 sujets(dessines d’apres Inature par V. Cas- ni „bsieno 2 vollumes ‘grand in-8...Grönoble 1843—44,, chez, l’auteur. (Paris, Fortin, Masson & Co.) 3® fr,iomwll) OSat nobno.l
Kl ’b IE ıh l ı)
)b ‚8X
nd ii» ı
4 f
64 % c) La Manche. ‚Canivet de Carentah, E., Catalogue des Dissmir du depart. de la
© Manche, in-8.: a 1843. chez /l’äuteur. ; aoneial .t 1; een DB Re 919 10h, annousd Tahawins Catalogue des Oiseaux Bea dans le. RE de la Seine- Inferiedrei in=8. : On 1841. a feuilles. 9% ba. — $ e)’ IGdrdlemn sneensdad rd a oganod Aa „modarulsesd 98 erh eo 'J., Omithologie du Gardiiet des pays’ feitäbnraii. in-8. Nismes 1840. ae rg BR: has sHaT.E PP DehxaBerresivne: aab zimmmi0. 20h, Tua one u sy
Guillemeau, J. L. M., Essai sur Ihistoire Be es; Oiseaux du departemeni des: Deus Söyges. innB. Niort 1806. (Depierris). g) Moselle. | "Holandre, kr : 35 "Faune dü A6partement de la Möselle' prineipale- "ment des environg de Metz etc. „Ornithölögte. in-12. „Metz 1825.
‚.„(Verronnais.) % pages. 5 | 5, N DER | h) ‚Calvados. RT RENTE ds? ‚MhoostiM sb nib1a15D.£ © ‚ Lesauvage, Catalogue merhodique” "tes Oiseaux du’Calvodos, in-8.
Caen 1837. we | | le ana ap, i) Provenee. art dent Si6bud ano Ind ng wesen Roux, J. L. F. Polyd., Ornithologie PEoEeanele, ou description, avec en figures colör., a tous les Oiseaux, qui habitent 'eonstämment la Provence ou gi n’y sont ’que de’ Husieb, &te. Lin. 12-56. de 8 pl. ithogr. ‘gr. in-4. Marseille 1825-39, chen T auteur; Paris " (Levrault.) "La Iivraison: 8 Mr ei uni Eoamg.D
> on na 2sdaaenla 9 sb IV. Belgien u Holland. 1. Nozeman, endike Vogelen;; volgens hunne huis- houding, aart en eigenschappen beschreven door C. Nozemat; (en wv}. verder; na :zyn’Ed.voverlyden; door''Mart..Hoütltuwynz alle naer’t v0 Jeevengeheel'nieuw en naeuwkeurig getekend;in’t;kopper gebragt, > en 'naturlyk 'gekoleurd; 'döor en: onderjopzicht>wanıChrs,Sepp en Zoon. 5 Deele met 250 pl. gr. in fol. Amsterdami‘ WED, 89, 0 1078) 126,129: (I. .. em aan 700 fri %s | ‚ll ab eier ah 23 usa ‚ab older ss” mark zit 3 7 England, 29, ri 4) A tkin son, John, 'Compendium: of the‘ Ornithology -of Ast Beihin, whit reference '10' the‘ Be and: Br ‘of Birds. in-8. London 1820, (Hurst,J! 86. (09 9 vomusil „uirw Arnd)
65
© 2 Bewick, Thom.;'The history: ofBritish Birds, .descript. by.-Beiby, the figg. designed and engraved on wood by Bewick: 2 voll. \n6sedit gr.in-8. ‚London: 48236, 32, (Longman& Co.) 1 L. 16:8. etc:
viloo»1 Verschiedene! an anal een Gene (die erste 1797),
bus andb Auszüge’ etc. | .0uR1
3. Donovan, Edw., Kl en of British Birds, a selection of the
” 'o most: rare, 'beäutiful,, and interesting Birds, which 'inhabit this coun-
teyioPbi Voll. «with 244 colour: !pl.in ige: rB. ‚London 1794—1818 ver (Rivington.): 482 Lst. cona In
4. Doubleday, H., A nomenclature of Brit, Birds: WR a mi
bil datälogue Of all the species: hitherto discovered! in.Great Britain and sbA }Ireland ‚näntended “for labelling :collections ‚of Brit.“ Birds and their eggs, 3 edit. in-8, London 1839. (John Van Vorst.) 48: 6 d. “SsEyton,T. C.,'A history of theırarer Brit.Birds, containing, descrip- meotions” of!all the) ‚species‘ discovered since Ihe time- of). Bewick etc. ° with. 'nummerous ıwoodeuts | m Löndon 1836. (Langman & Co.) ‚0.2 öl. 1:9 ky
” Forster, Thom. A eropie iceläge ‚af Brit; Birds; }i jötended to
> ‚Sidentifylthelspeeies mentioned‘by differetit hames in:several catalo- gues already extant et with! 1icolour. Jar (of «the Strix ar
iegonygr.än+! London . 1847. Nichols.) 4 si:
72 Grab &s; ."George ‚British Ordithology;ü bee the aaa er of
Sn ‚every known species’of Brit Birds, (with/copious;descriplion. 3 voll.
- with (each) 48 colour. pl. gr. in-8. London‘. 1821. @. ad. ed)
vd ‚eu(Sherwood.)eacho voln aus ıABrsubrdun 0 .
-'8. Hays, Will) Anaturabshistory of Brik Birds; ete. ol N their (40) portraits etc. engraved by himself Bug $. Smith in dp: -fol. London 41775./ (Hooper.) Pu sole Inu)
9. an, John, British‘) Ornithology z1wcontaining- fortraits of alle Ihe
© „ebrBpit. Birds), ele. \engrävediand!/eoulour. by’ J.'Hunt, ‚45.Pts. (each U C1sdontäin./12 \doldunopk).in-&-Norwich18152=22;, each.Pt. 9 s. 10. Jardine, Will., Birds of Great Britain and Ireland. Vol..20i 24 and 191 miB40ßr the 'Näturalist’sidibrary (eonk: 40: Vols..with pl.in-8. "Lon- -b97 „don land «Edinburgh4834--43.; (8: Highley:) a:Vol..6 si...
0494| Wewin, Will, TheBirds>of. Great'Britain;'systematicaly arranged,
ol „vowwithl their !eggs! etc: ıetes 7 «Völs.. with 271, colour. \pl;«of Birds and eggs’y. pl. 44-52. in-4. «London, 1789-94. .\ New and. improved
#52 ‚edition, t0-which is! added'ia list»ofothe:synonymes(ofeach ‚species; incorparaling the labours of T. Gould, N. A. Vigorsy & Horsfield
Naumannia, I. 1.
. 66 ‚valodand 'W.Swainson! With 260 coloim! pliin-foll\Londom 4838: 2 Joy SU 9w24;4d boawino baranans ohmanbsnigianh ads 425 ‚Macoillivray, "WillyoHistöry of Crit.Birds, indigenous and’migra- OT fopy,sete. veter3V Volss with 278 vwoodeutssand 22 pl.»sof digestiv organs. Large in-8. London 1839—41..»! (Scotty Webster and sill 10 @eary:) 2 Br ii raid Ira eb nvonod & 431W0224A manual (ofBritishriörnitlielogyi: being\'ailshort ‚descript:« of the “tal Birds 'of>Great Britain andlreland, lete. with Jan’ introduction to Ihe study. "With woodcuts and plates. 2.Vols in+8J.London 1840. olamstelAdamıBeott:)‘d! inte rureomon A .H ‚vnbstdnod A 44. «ei Manwalvofi BritishoBitdszeontainsideseript. Of äll dheo’Brit, Birds Tod) b3R3Y.I 2A edition.“ Withime wider. im#8.\ London. 4845.1 (Adam b 8 Seht ital 17 milol) .BESE mobuod Ani Aibs E ayys 45, Me yaeryi'Hoch.,.«Coldured! illustrati! of British Birds ändutheirdeggs. „1 bi&oihpletein!78: Nrs«Eachınumbre) cont«s#colöur!lpl3o witlvidescript. (0) > melmps 2 Lohd6önn48354-43: - (Longimanın.:Co48:L.115 s. — the same publ. in Paris cont. 4 pl. — Pt. 1—5..in#Imp.(4. Lond. 03 bobrr48447145) Bach Bi.s8galrd.isängonye A, mod; 1ar2104, .0 -olnies fhessame; Voksd. H.eäch veont60:pk: An-&2London14842, 44. (29098 (Niekisson.) Eabh Btsi2>Li 1Ris. Bid. insixa. vlmsıla asıy 16. Montagu, Geo., Ornithölogibalidieliönary, voßsalphabetieal»synopsis 10.030 ofwBeitl. Birdso2>V olsy in=8.London.i4802. «C@White.):2 Is® 5.7 107 8 .noßgpplementvitesthe«Ornith£l diet) jelcsowilh: 24..pkl colour. in-8° (Jibs ‚ELtert I813n0l@asl i:..3-ni rn: lg: imslon EB dans) dliee: 2d. edit. with mahyiinew‘ arlieles‘ and, original (observations , by wol dlyannes -Renwüeil With 28Ywoodeutsin-8. London 4831. W. toi-.gmB.ıOrdiand Codıd Wasdib. Fl bararale 35 ztisurog (OF) 47. Mudie, Rob., Natural history of ‘Brätish'Birds. , With \pk«oin-412, Lon- 9 olie den 1835: (W 98 iOnandı Co)! Aıs.) Dr Rrerı ‚del Serie 489 4" Naturallıhystory/6öf.thelifeatiiered'tribes«of the British .islands. . 2 “ © ‚Nols.s8th 57% colour. plo/in-8.- "London: 48441.0CWhittacker.) 1 bs 48 988.leV. „bruslosk bas. isindlinoın, Io. eb ei 00 1910. O rtith. ol ogia-brilan nioa; seurAviumiomnium -britann.\tam ter- restriüm. quam aquatpitatalogus, sermonev»lati.angkuet gall. red- Soenwrditussssewissubjieitunsappendix;) Aves|'alienigenas); in Angliam raro bs @lsıadvenientes;womplectenis, a-Marmaduke»Tunstalkı In-Roy. fol. »»0340Londini 4771. (4 -pag.) }(peint»for ‚the; autor bi). Dixwell.) 20. Pren n amt, Thom;,'A /catalogue'-of «Beitish: Birds. in-8; London 1781 bloiteichkgpagypgit..A K-ibivon. .T 36 model ot gnitwisgusni e Ä
44 sinsemuafl
6%
21. Selby, Brideaux. John, Illustrations (of ‚Britisu ornithology., 2. Vols.
(.ss\m'DLetter-press.„Text). contain. 383, figg. in 228, (colour.) ‚pl. in-fol. max. Edinburg 1821-34. (Constable and Dan. Lizars.) London, (Longman and Co.) in 19 Pis., each: 1 L. 11. s. 6. d.
— Illustr. of. Br. BirdsO CHEN tö the preceding work.) 2 Vols. note, 1833.14 L..d,s; CH. Bohn reduced to 12. 5.) | 22. „Wialcott, John, ‚Synopsis of British Birds.; 2 Vols. ‚With. ‚upw. of
250 pl. in-4. London 1789, 92. 2 L. 12 s..6.d. 234. Yarzeh ‚Wilk, A,;history, of;British ‚Birds., 3 Vols. ‚lustraled by 540 nt ‚IWYOdsengrayings-,in-8.) London, CART: 19. ‚Qohn van Voorst.) 4 L. Ads. bdy.uun, ebunmmr. Supplement to.the hist ale ins, ibid, 1845. 1, Ss 6 d. — History of British Birds. 3 Vols. 2d edit.. ‚ Ilustr ated, by 535 it. WA engrayings,.in-8. Ibid,, 4845,,4L. 16 5. 6.d. (anöıly?) a: ‚Orkney- ‚und Shetland- Inseln. I msliRaean 4. Dunn, Rob., The ornithologist’s guide to. he islands of. ‚Orkney and Shetland. e. London 1840. (John van Voorst.) ‚eraanaB ..IEEV
vi Skandinavien. 38) regal Yeigoloiliinto 2U19I9EN0I „5 ol
1. Körner, M., Skandinaviska Foglar Vahkaide efter ee Aithogra- fierade, tryckte och uigifne af M. Körner. 1—9 Häftet a 6 Blad.) 4. Lund. 183943! Be j6&rup.) a 4’ Thlr. illum. a 2 Thlr.
-25.:Nälss on; Svene;(Ornithologiai.sueciea, Il, Pis.) (I: mit 10, II, mit. \3 illum. Kupfifla.) S:maj.i-Hafuine 1817, 24.,,(Schubethe.) 52/,, Thlr.
3. Paulsen, Chr., Veiledning til Kundskab om de i Danmark, Slesvig og Holsten ferekommenldd Fügle:” En Handbog for Iaegere, lag-
oiloasgAyndere.og.Landmaend., 4 Heft ingiehaldende, ‚Rovfuglene., 8., Kjöbn-
s2id 2-havm1843: (Reitzel)..'% Thleooiunao ol)
4. Petersen, Jos. Dietr., Verzeichniss halthischer Vögel, alle auf Chri-
‚19 in stiansöe; geschossen „etc... ‚Altona, 1766.
5. Sröm, J. A. af, Swenska Foglarna, uppställde i a ord-
a) ‚Mings med mame,och) korta,kännemärken, ‚till, wägledning, för Ny- begynnare,,i' Ornithologiens studium, etc. Jemte, 9. plancher, ine-
ih n 1öafattende 83, näbbformer.för;släglenas igen kännande; ritade och
ti „grawerade „ab Way; Wrighit..1d2, ‚@tapkholm, 1839. ER strömska Boktryckeriet) 1, Thlio „ 117 .
‚6: Teilmann, Chanles, Forsogıtilı en, Beskr.. af, Pemırkk. 08, Islands Fugle,,el.‘Haandbog | det ‚danke: Neideyaerk. 4..Deel. in-8. Ribe 1823. (Kjöbnhavn, Gyldendal.) 1%, Thlr.
5*
68 = „rigBt‘ M. 'W. Svenska Foglar lithögrafierende‘“och' utgifner. 29
lol-ı “Hefte"ä''6) ti.“ "Tabl. Lang-fol.' Stockholm’ 1828-37. erg nobı ol; DR SEhIrtatl haie- oldelanod yu$e tea} orudeihl zum
IR I: ER in Re BT N RT HR) 10V 8 (show. anihasgn ‚m. Russland. 0..3o ‚sienlil — 1. Brandt," ohenkek teile et icohes "ävium- rössicarum. Fe. Ch 6 tabb. ich: 'piet. 4 maj. "Petropoli 1836 1836. " (Lips. % Voss.) 3: Thlr.? 8:88 „Lett nobnod:ib-n Jg 088 og; Gern, Gift. Alb; hr Lief- und: Hi danası ai. ar. sg herausgeß. vön Bernhard’ ‚Meyer‘ Miet M. Kpftd. gr.-8. Nürnberg 1815. (Schrag. EL /E Een 3, Moyeh, 'Bernh., ‚Kurze "Beschreibung der Vögel iiope: ind Batand GG: ete.s Nr. 2." b8: lot & ; ab at To Vrolai 4. Beseke;'J. M. 'G.,' Beitrag zur Naturgeschichte' ‚der Vögel Kur- lands. Mit gemalten Kupfern. ' Neue Auflage: "B "Berlin (Schöne) Die u ei. Thir. 9 BE oladime ‚ni ‚sent .
5 wol) Or ıbuod ‚8 ne
vau. Ungarn.
1: nn Joh. Ant 2, .. Oonspeclus ornithologiae hungaricae.
-87g 0111 B. u 180As shruHl5st ano Bee Manier l aD IH ee an sen dt Sk wlli Er, Griechenland, , REBF bl A
et. Heinr),) Gräf v. der, ‚Beiträge zur‘ Ornithologie Griechei- rn er.-8. a. 1844. (Bs Fleischer.) 4 Th «wo!!!
aiyvasld Ars ib oh ; £&
-2sl ‚sisgasl 101 godbrsH Re; ‚Italien... noayıst stell 86
-2iBonapärte, Chir Luciano,‘ principe di Bei vete.)‘ Specchio comparativo delle an fe Romaerdi ie? in-8. Pisa
Is 41897. (Nistri.J'80'pag. ° en BE 12) 1 ET 219191 A 2, »Bonhperieh Carlo sn Sahemento alla wert compara. eic. b30 eat. RR rg Be Alt rl
3 Bonellis Fremde; ‚Catalogue des Oiseaux du Piomvit, (Extr. ":des' Annales'de l’observat.''de Turin.)4811. Turin."
ag Geha, : 6er Elenco "degli Ucceli che’ trovansi SPERREN di
»wr/Sardegna,'o "Wornithologia sarda. in-8. Torino. 1842, ar. i fra- telli Reycend ec. XI. e 210'pag. (Hi wiymaot miamune
5 D üraz20/"Carlo,' Degii Vecelli‘ Liguri, notizie raccölte etc. Con
sit BA RnB ges ipogr. CFOGRBER )" 96 Pag:
bit £ ey (.iel ı9blye) ‚nvsdadölı ) 588
"© »
‚69
ni rn ‚Phil. Aloys.; Agri Romanihistoria naturalis, etc. Ps. 1; Reg- ‚num ‚animale. . Tom]. ‚Ornithologia, ;in qua. de ‚priori Avium classe. oH Cum, ‚24 tabb. ‚aenn. 8. ae Rowagı 1781. (Pre A 98 ‚42 fr. iw. ‚Iuslogors: am galt 9dse us Hazkılai
oc Ruilpehäi Alfred,. Faune ek la, Sieile, avec, Aline >11 »s\ebseryations, sur- Yhabitat ‚ou.l’apparition des. ‚Oiseaux, de ‚getie;ile, ei 1901180ik, dans, leisreste,.de.-A’Europe ‚(seit dans,;le, nord,,de 1Afrique. oia do .‚(Extrait!des;memoires, de: lacad. ‚royale de Meız, A842 43.) in-8 us a9 Metz ‚1842, (Lamort.); (248, pages ». sierwisese) Hr atızr 498 «8,Monti, My; Catalogo e.nolizie,.compendiose, deglijligcelli ‚di ‚slagione 191511 © dinpassagio,mellas eittä,,provineia „ei.diocesi dieComa,,e loro
Ion sNsinoninmia.,in-16x,.Como4845,, (Ostinelli.). XIV. 50, Dag. insbieä .9is$avi, Paolojı Catalogo.degli.Vecelli-.della provincia Pisana e. ‚loro ‚(ows\s„toseana «sinonimia. ; (Exir...dunouvs. AN ‚de Ba) Con ainayr sd tAys in-Bk; Pisa 1823, NiSträst BR Pads & bis buralns 5a 4) erg © 40.0 Sa vi, Paolo, ‚Ornithologia,.4oscana, ‚ossia: Amis storia,degli uva, Vecelli, che+trovansii.nella,Toscana con. Yaggiunta, ‚delle, ‚descri- oo „Zioniidi tutti gli,altri -proprisal.rimanente dltalia.,, ‚4. Vols.cin-8.
og) »Bisa, 4827, 29,31: .C@Nistnid) A5-fr., wnbrY zob a 2 Ms: ‚Benoit,.lnigi *),,,Ornithologia: Slelmei?., nadan ‚iiuoml oh 12. Schembri, Ant, .Catalogoı degli ink etc, ‚nell alba: alta??,, RS N gi en "" Fortsetzung tigt) Ben sb noT
sıwil9d Lin9w un lodimb dee idR .zeo 6 zolanuyd {8
U og EEE 3b AR Ton Iu0H ish ne 1911) ns aloe Raub enswihrse 201 van (d nsb ‚asiaibwa Tas’ Ndol ; 1ölloaigoll- mörıewilsadiend im’ sogyröd
baWearspätek)ia, hrin mesnsı 1 ze Bruhn 20 Ho h ‚ Etwas über die ‚Arten»der- europäischen ‚V gel... M ılse zus JONES TE gunkamed or ma tote nV nsinnöd seasib "bau (insel En dns) Hoher eanshairsrtsv : nahraw Lu Brehm. ohncl ins tölasd' ms Iow ; BET ZEN SIT N SE du Je tiefer man in die Natur der Geschöpfev'einzudringen $ucht, desto schwerer erscheint die Entscheidung mancher Dinge) welche man früher sich ‚ensrhrnies tb
*) Die beiden letzten Werke scheinen bis ya Bo ; im "Buchbahdel zu sein; sie sind angeführt in ©. L. Bonaparte's ug ‘des Florenzör Naturfor- scher-Congresses. Yu (er
70
sehr leicht gedacht hatte.“ Dähin' gehört ohne Zweifel Aie'Bestimniung der Vögelarten. Der Unterzeichnete hat sich 'sein ganzes Beben mif'Erforschung der europäischen Vögel beschäftigt, und ‘um’ seinen Röfschüngen) Halt und Gründlichkeit zu geben, eine Vögelsammlung angelegt, wie-sie“äusser der seinigen nirgends existirt.' Sein ganzes Streben'ist darauf gerichtet) ganze Reihefolgen mit‘ genauer Angabe des 'Geschlechtes,” des’Altörs, "des Klei- des, ‘der Zeit, zu welcher — und. des‘Orles,'an’'welchem'jedeiserlegt ist,
und des Verhältnisses, in welchermsie zu) einanderstaidön, dh. ob sie _ gepaarte Paare, Geschwister, Elter' und‘ Kinder"et&) waAreh, Zusämmen zu "bringen. In wie fern ihm’ diess 'gelungenviist, werden) ihM: antep \andörn ‘der Freiherr Dr. von’ Müller,"der‘ Professor Dr.>Nauimanm ind der Pfarrer Baldamus; welche” kürzlich 'beil ihm waren bezeigen.-"Bs“dürfte nicht überflüssig‘ sein, über die ‘verschiedenen! Sippen‘hier Erwas! mitzutheilen.
. "Er besitzt jetzt nur '4 Oathartes'perenöpterus :(Neöphron'peröhopterus), 2 aus Griechenland und 2 aus) Afrikaj' welche" ganz" gewissdrei,! aber wenig verschiedene Subspecies’ bilden, ‘von ‘denen 2"in Afrika, die eine’ ir Grie- chenland' leben. "Von Vultur duricularös hati’er’mir©4, von’Pl cinereus- nür 2 Stück und’ kann desswegen'"übersie "nichisı Enitscheidendes sagen. Die 5 Stück des Vultur fulous, eine Sämmnlung! Aus'Versehiedenen Gegen- den Europa’s, geben ihm die @ewissheit)'dass! Vultr fülohs undualbicollis verschiedene Arten 'sind, obgleich ihre) Bestimmming'schwerlise doR ‚St
Von den Geieradlern besitzt, Schreiber, dieses:
a) Gypaeios barbatus, gross, "nicht. sehr dunkel, mit wenig RR an dem Kopf, brütel auf den europäischen Alpen;
b) Gypaötos meridionalis, kleiner, dunkler, d. h. rother am Unter- körper mit halbschwarzen Kopfseiten, lebt auf Sardinien, den Pyrenäen und Gebirgen Griecheillands. -
Ausser diesen gibt es noch Gypaetos nudipes mit halbnackten Fuss- wurzeln,) Auf dei % FE rg sh Ta9di 26m:
Von den Seeadlern enthält Brehm’s Sammlung 17. Stück aus sehr verschiedenen Gegenden (auch ein gepaartes Paar), und diese könnten wohl am besten auf folgende -Art besfimmit werden:
1. a) Haliaetos albicilla,
Jdab) urn one ro ist ih mare dola 1odineysu rblow bereakisarlonsen unuhiodaeinäl gib Iniodoa1s-srıswrlae d) — islandicus, BE ERAE } &).: H ‚groenlar d nenieran aM malstel mobisdieftl (* 2, a) Haliastos, ‚leucorypha, sg6008 ID mi Ilitegns bie: sia
b) ge cinereus. 29a29rgn0I=13192
3. Haliaetos leucocephalus, dessen Nebenarten er nicht kennt. Haliaötos albicille ei Yroenläandieus‘\sind\ freililh so sehr von ein- ander ‚verschieden, « dass ‚ae ‚sie BER. als. eAreD ‚neben. einander
‚stelle eh Aa men Hi m y ne Bi Kdeladlern, : wei a hat "die a Akten:
er 1A Be anfaslo ‚Brm grösser als alle ‚dern anle mit. brau- nem Oberkopfe iR a von’ RTL ROC alter Vogel der
apa! Annip lva abgebildet. Brütet ‘einzeln au den.Kar a an rgi ee 1 vu 113bis Ün nad: ipzeh aus as Bar er; u. ren ‚neue ‚ih 1 gute op 10 yoRBlow. «me login — (bh Aguila ulvda, 2 z ir > siorll dosm
ag BR) N ade rote oh Pie sta rd, inane \ nfe Aguila c hrysaelos, Brm., alt mit weissen’Flecken an der Einlehkung
der Flügel,; siehe, Naumann’s, Abb dungen in in,den Nachträgen. 4. Aquila imperialis, Brm. (Aquila chrysaetos, Leis .), Siehe Naumann. 5. Aguila) fusca, Brnii alt; »fastıganz. braun; jun auch: ehneh lichten Nackenfleck, mit sehr gestrecktem Schnabel.» Länge) + 47,8
bis 27 4°, iwlspnn "9610| Aquila 'elanga;,: Pällas;; eiwas. kleiner als .r PERS an. höherem Schnabel. 3a ug 15% an dong, I)" Aguila’ naevia,nduet.un fl ‚ud ‚oo Ay StR age si
nad yon podas eo: inzileinomiah lichter AIRES naeviai! 8. Aquila pennata, ibt:j'helle Körperfarbe) etwas gesireckter Schnabel, sehr spitzige Flügel. Die 2. Schwungfedens«Nlängen als die 6., und die 4. sogar 10°’ länger alssdiew5. — (d
obsg| ve» Aguila ImmmitazBrm. braune) 'Hauptfärbe,röstgelblichen, Hinterkopf und Rückenfedern, ein mehr oder weniger deutlichemweisser
„iz U» Plecklan demEinlenkung. des Flügels;\ der:\etwasistumpf:ist, denn -11) nolandieiiß,’Schwungfeder;list ‘so' lang: alg die 6.,undodie Asnur Ada!‘ nal länger alsındie'5.->/Ihm ist: im'\der «Grösse: und »Zeiehnung), sehr nasıus/. ähnlichöreine »andere | ganz brauner Art/;“mit schwachem,Schnabel us Jenl egipedesl:Baronı%. Müller ‘Sammlung; von; Alfred: Brehm«in-Nubien ‚'gHbleogeschossem und Aguil& Jinnabtös;-allein‘ dieser;ihat keine: weissen dor on Schulterfleckeniund längere Fusswürzeln:: Brehm besitztiilin auch. Es gibt noch einevder!Aguwila pennäia ısehtı' ähnliche Art;welcheiaber nicht europäisch ist — sie lebt im Südäfrikayunamentlich am Vorgebirge der guten Hoffnung. — Brehm nennt siewdgwila nudipes, weil der hintere 'PheiloseinersFüsswurzel'nackt ist; 1»>Er::wird<gewöhnlich» fürı Aquila, pen- nata gehalten undrist>von Susemihl»als>solche (abgebildet ;eh-ist) aber yon dieser eben so verschieden, als Gypaetos nudipes von Gypaetos meridionalis.
72
aalısıadef 1s329h ANUN kumno9y \ 20) wilnn RN Von‘ Pandion, Flussadl Afyaidin aotäniinf 1abnseis | 1A S :2lg ‚aildlusbaduu ia. ua »ach )Eh enthält die Sammlung in 14 Stücken folgende Species oder ‚Subsp ecies! a), Pandion ‚alticeps, Brm., ‚hoher Scheitel, ein t grosser Bee Fleck u Das RER | ’ 19» bee ie Kropfe. Rn Re: ha a PH ter hei einine nkae RÄen am 9b I 0209 RR Brm. 7% platt & Eile, bau seine 130: an 9419 e) liste? u i ia] A töblidgnds, s st c) — A H Bi . NEN, .. ln ne hend. d) — albicollis, Brm., weisser Vor derha als; verirrt ichs s Eeypien nach Kreta. ' Er \ »lisph SEITE 1 ER ‚Brm.,. ‚stark ‚gebänderter "Sei wanz, I bei 1 St. Döningo.
192819 V iu FERNE DET ENTeT: pi
"Die, ‚Cir cadiah! 8 Schlä ügenadler, lach
Aa 9119 neue ni Ph).. rd erldinsgnt Dip N @ x die‘ ee bilden 2: wenig verschiedene Sulspis; a . a)’ Circastos. lewcopsisyBrin. 219 le Sin bollundsen b) — angvium — FAN BET | "Oircattos hypoleucos ‘scheint! ins nur eine lichte Ausartumg oder, ein junger Vogel zu sein. adsudaR.. morsdäd
Die Sippe Archibuteo, Brm., RR er ‚zeigt ‚nach Brehm’s Sammlung in '20' Stücken‘; ‚unter denen.sich»ein gepaartes Paar befindet, 2 wenig verschiedene: Subspecies, nämlich ısinssos nlin oh
pis a)’ Archibuteo planiceps," © ill +2Ul1 ogistiga ‚zıdaa b)) — caltieeps: 19 ynRl, \NOL sun0a b..oib han : .i {Die! in’ Brehin’s 'Handbuche 8.140. und 41. ARLSNBRER: ‚Unterschiede in constant. | D5 0. dam nis. snrobAnslsifl Bam » Von’ den'Bussarden, Buteo‘'Gessn. ‚obesitzt ‚Brehi nahe, .anı 40 Stück, "unter ihnen vielegepaarte Paare;aber lalle«-dus den, verschiedensten Ge- "genden unseres 'Vaterlandes ; die aıs Schleswigiund’.die..aus Kärnthen 'bildeh wie die aus Griechenland und »Egypten!.dieoschon,ivon Naumann "angegebenen Verschiedenheiteny''welche mit Brehm’s: Sübspecies fast zu- 'sammenfallen ; diese: letztern »sind'\durch' diegepäarten Paare.bestätigt.
Unter‘ den 43 €uropäischen’ Stücken ivon«.Pesnüsz'lwelehe Brehm Re "befinden ‘sich nicht«nursdie ‚beiden: age: doott idig ed Yrtda: ir 'Pernis: apium,iBrm? et ol sin —— dei de eiigoıng Iroin sind ab Fow ‚audi oespae Brma mis — ‚unurfloH nsiwe Tab diei ei durch! ein’ gepaartes) Paarı bestätigt, sondern: auch''ein ‚Vogel, mit . BR über den er IEMRehE mehr ge: wird. usiledon ins
20) 3 als ‚nobaidyaıev oa nalo ısasi!
IE WRyc Ars I
Hi
ja a. : [sd 1 Ber bein Gabelweih, si ei enthält jetzt"die eg alte und junge’ een von‘ 9b -4 41.2) Milvus’regalis*) and s? ji Nine 1%, al uud 5 sinus dien; "über, BES bie reger ee bus Sen 2. a) Milvus ater, ıyilmin) Bainäreduk! abırahiudse b) üo fuscus, >’Brim” biksraeie sb de an (le:
3. Milvus parasitieus)) auct, im Alter jr seinem weissen -Schnäbel, wie in der Jugend an" seinembräuhlichäft' Oberkopf’ kenntlich‘ 4, Miles Forskali,); den'beiden vorhergehenden ‘schr ähnlich, aber durch seinen weissgrundigen Oberkopf und Hinterhals ‚seineh a ee Kürzen) Schnabel ind’ dieFostfarbigen,' langen Flecken auf dem Oberflügel — die mittlern obern Flüigdldeckfoderdbısihl 'so gefärbt — ünd durch die hochrostfarbige Flügelkante‘ leicht. von den beiden vorhergehenden’'zu unterscheiden. Ob dieser Vogel FA ug die‘ nordostenropäischen Inseln niemals ae können wir nicht = ii > gageh, -allein 68° wire" diess'sehr möglich. ' R on Hierofalch, deweigentlichen en besitzt Brehm sehe Stück, allein’ diese 2. wien zu‘ Do he Wohäpecieh bag, RER Fate Islandicus' et [öl SERIE nn pe ML on @roenlandichs und baren} dass Falco. ‚candicans ober keine besondere Artist. Beide nr ütlen‘ in aan aus.
18 ball] tu aha a OR) 5
n9e3ih NOF entdistdseod ‚Falco, Falke: Sinai 9
r Hiflrn j
RR: Von, ra amarius besitzt Brehnvs Sammlung nur 2 Stück, das eine at, eat „das a aus } Afrika. "Allein nach den ‚Vögeln, > lefehe er Ar n, Frankfur yi Mainz, und a aus_den Sammlungen“ des Herrn von Wo-
de "ud ach ern. von N M üller sah, ‚kann. er, mit. Bestimmihdit be- haupten, dass es wenigstens { gehörig Verschiedene "Subspecies dieses Falken gibt,
An Wanderfalken aber ist diese Sammlung reich, "denn sie besitzt vo 14 Stück, und zwar in folgenden Subspecies: em a) Falco cornicum, der grösste, m Massa
PERNIE: Brom ce „kleiner als, a., plattköpiger mit i' schwächerem
Chnabel, ist im Winter auch 'in Egypten, ar
f 0) al „„griseiventris, Brm.,, ‚der schönste von allen, alt mit schönem |
„asc rauem ‚Bauche „ande sehr zarter Zeichnung, in ‚jedem Alter
1 YUV 14:9, nn
vo), Den jungen En ‚aus)Griechenländ: \..% er
74 gedrungener und kürzer, ‚a8 a., und b., mit kürzerm Schwanze und kürzeren Flügeln, bee seh Ylbgssildetem Schnabel; er ist der seltenste ‚unter den. ‚Wanderfalken; in; Deutschland, ,.; 414114, Die 24 Baumfalken der Sammlung, unter denen. ‚ganze ‚Familien, ge- paarte Paare und Geschwisterpaare sind, zeigen 3,recht gut zu unter- N Subspecies, nämlich: Ä shi a .S a) Falco subbuteo, der grösste und nördlichste,.., rg ai Br —„hirundinum, wit Buckeln auf ‚dem, Scheitel. ausm .E )5ilimm! anboreus,) mil platterem, Kopfe. hautnah ni ds Zu,diesem; leiztern,.,gehören, 2 Baumfalken aus, Kärnthen.und 1 aus Ungarn. 2ledräinikl: bias 190310: mania Ran neh
lun «Unter 8: Zwergbalken..der; Sammlung, befinden. ‚sieh,micht nur die
im !Handbuche ‚beschriebenen. |. ul. 4. (BHO itroh oder a)) Falco. lithofalco, 1n.18Q3 I. sih ’drıih v fdıkl5a Ivu0/ b)esim— | Jaesalon,, sondern auch, noch, ein 3: ne a a9 bin ey urmüalaudarius, den. ich, ‚unbedenklich. ,.als,. ‚eine ‚eigene Art
aufführen würde; wenn ich. mehr.,als, ein Stück, ein, ‚altes Weib-
aus lt Isiehen;z: «davon! besässe. , , Dieser Vogels, ist., merklich, ıkleiner als »onEs wesalon-+—.das.;Weibchen hat, die, ‚Grösse eines» männlichen
. F. lithofalco — und lebhaftere, Farben. ‚auf dem Oberkörper und unoihsuhnschmälere dunkle Streifen ‚auf.dem Unterkörper. Auch sind seine us »ein Flügel-kürzer;,als.bei den beiden andern;Subspecies,,; Es wurde am 12. Oktober 1834 bei Delitsch auf dem Lerchenheerde ge- fangen. Künftig sell! eine gehörige rege von diesem ‚seltenen, Vogel ‚gegeben, werden, R
Hz9d zung Aal ©
$ aY 1, Su ‚die Röthelfalken hat Brehm ‚einen ungewö nlichen Fleiss ver-
rs eh Bun
‚wendet,, Unter einigen 90 ; Stücken, die er davon — ; und z ‚W ar’ aus Are eli-
Hr 238: bins Spies in! nt Ai si
‚theilen ‚besitzt, ‚befindet. s sich "manches N Nauen, und in „yiel [en gep ar garen, ‚0 dass diese NET ge J Jedermann, in Tstaunen selzt, ‚Er Mi ste auf 2 9419H% arml98 8 nd BER A h „fh a Aaagech Art auf:
Cerc neis. murum. ; 1riäsd N IE ü ul sar eek _ media, R ’
ya ner. obntaalol. rauscht bi don an — _ tinmuncula.
1919 A) 1 Tin rainon tal rosa e) -_ ER „Pal lida, ‚das Weibchen s ehr blass, ss ı das Männchen stark
im ne
sms 26h
‚dig: fl als! i
1}
BIT PIANER 15h AU WILRNON. an (5
ana ti N. 15 RUE
. ‚Gerchneis rupieolaeformis, Paul de \ he as Männchen mit röth-
nelem Schwanze und stark geilbuktem: ‚Oberkörper; Im Jugend-
75
“ol okleide'wie \die Verwändten!" Dieser "Thurmfalke Tebt in Nordost-
Joiolpdo ‚afrika, hat! aber auch ‘schon bei Renthendorf gehorstet. -ig, oi@ehehmeistdeniura, Brm., das alte Männchen mit 'aschgrauem, stark ob ni wgehwarz gebündertem Schwänze)" das Weibchen Auf'dem Ober- bie körpersehr rostziegeltöth, "Viel'Schöner als” die‘ändern. Auch Brut füngensind'gewöhlich Föther Als’ die’ aller'ähdern. Dieser - Vogel lebt in Ungark'und” Griechenland. Bin! Paär"brütet bei bass dlRenthendorf, welchesg" damirdie Art'icht’ätsgche), Krgfältig bau 0119 geschönk®wird'® Zwei Malwurde'das"Weibehön 'bei'den flüggen ob ai yngengesbhossen,“dds Mönchen Fütiertedie'vondEn Letztern odoiludöwiinrige" gelassenieh Eros Nunddals' in’diesem Jahre’2 Paare vor- or eonelKander Waren, 'würde’”äuch ein Mänhlchen' else!" Die Samm- ->D 1b ungtenthält YorÖdieser selfenen Art I8°Stück. "Eile ähnliche
-moallov a green; ahndelad winbnsseanie. usilelin 94, Die Cerchneis orientalis,"Brin., das Männchen mit ganz gebänderten 5 0 Spintern Schwungfedern.‘ Diese’ Art bewohnt Japan ind ist schwer-
0) ich A Dettschland jemals: vorkekömmen. BIN Dehehneis intercedens, Brm.,’ das Weibchen mit”gewöhnlicher , das bo» wo sls Männchen! mit wunderschöner Zeichnung! ' Bei’ganz Alten Vögeln a6 der Unterkörper sehr wenig Kefleckt "die dunikeln Länge- 3 ecken sind ‘oft Zarter als“ bei Cerehneis eenchris X der Schwanz #9 b Shine’ alle’ Bänder, Wer Kopf; Nacken‘, Uhterrücken und Bürzel od md gehen Aschblähgrau,; der 'Oberrücken herrlich" ziegelroth, im ezetkleideöhne’älle Flecken, m'Herbste und Win- mod 1ob ye>kewöhnlich ‘mit! feinen'präimen Spitzenflecken""welche sich eo Vi para Areihen." FDie”Oberigel Sind sehr wenig" Bram gefleckt. v0 spe einfährige Vogel, welcher pekknhtlich' wie’ bei'ällen Thurm- falken nur die kleinen Federn vermausert Hät,"'zeigt schon im nor Feat Zur" Ai Sander! "Thitirmfalken' 'irien‘ aschblaugrauen le Kopfind'Näcken und’einen Wenig)'öder' dahz'uhpefleckten Ober- rücken. Die jungen Mänchen haben einen än''der Wurzel grau oz hoilnlangenogenen Schwanz. Dieser‘ Thurtifalk steht zwischen der vobusnio Kogchneis inmaheiilia er cenchris "mitten inne, : Er'febt von Pom- mern bis nach Sardinien,hörstet® bis! jerzthicht, "so viel uns berlik —- pekätint 'Keworden,"bei 'Renthendorf; Konimt'aber auf dem Zuge ai RA Igaigeist vor und" zwar’imFrühjahre “und Herbste!” Ein altes io be Mjahhiehöil werde im "Wintör'äm‘ Friessnitzer"Ske''0ein anderes ob oo im Januar 1847 bei Dresden geschössen.’ Die Sammlung enthält 80 yonldieser Art) ausser einem Alten, im’ Mai auf Sardinien erlegten
76
, ‚Männehen ‚und ‚2,einjährigen. Männchen und :2.alten,; ‘in Hinter- pommern geschossenen Weibchen, '6.hier erlegte Vögel, obgleich diese. Art hier. selten;ist,; denn ‚diese sechs. Vögel, sind.die ein-
„„.zigen. unter. allen, Thurmfalken, ‚welche, .seit 37. Jahren in der and „Gegend, geschossen.und, an Brehm ‚abgegeben worden; sind. Der NN, „allermerkwürdigste ‚Vogel aber ‚welchen ..diese; Semmlung unter od 1, jden. Thurmfalken; aufzuweisen. hat, ist I 1 us! IyooV uuß Die Cerchneis faseiata, Brm; ‘Dieser, Vogel ist;sehr. kenntlich und soggülh mXPl ‚allen ‚Naturforschern,, ‚die,ihn, sahen, ‚‚segleich ‚als gute und wts)o.) „neue, Art;;anerkannt ‚worden: „Das ‚alte, Männchen ‚steht in der
y 846 Zeichnung „wirklich; index, Milte „zwischen, dem. ‚gewöhnlichen 10088 > „;Männchen, und, Weibchen, ‚wesswegen ich,es auch, Anfangs für sdailai; „einen Zwitter; hielt, bis, mich die.genaue Untersuchung der Ge- nitalien eines andern belehrte, denn diese zeigten ‚ein vollkom- ‚.„.menes ‚alles Männchen. Es hat; aufı dem Ober-. und Unterkörper ‚die, gewöhnliche, Zeichnung eines. alten. Männchens, ‚allein die hintern Schwungfedern sind stärker; als ‚bei Cerchneis orienlalis, gebändert, der Oberkopf, und Nacken durch- aus grauröthlich, mit,schwarzen Schaftstrichen, und der, Schwanz ist. nicht aschblaugrau,:sondern blass rostfarben, schwach aschgrau überflogen mit 8 bis
1.9 schief stehenden, schwärzlichen;Querbinden. "sl,,Da8, einjährige Männchen. sieht, ganz. ‚wie, das oben be- Thon schriebene. alte aus, ‚die, Flügel und.,der Schwanz ausgenommen, si 07.7), denn,diese sind noch, vom Jugendkleide her, in welchem der beim 15,05 „Männchen ‚sehr. lebhaft xostroth, gefärbte Schwanz —,er ist etwas
röther , als, bei, den aNermaugen —.9 bis. 11 HRPRNBERE Quer- binden hat. Fa aha us ri in ntauelddun; DasAlte Weibchen. ice a des Manchöns 4..Hähnlich. gefärbten, ALASKA Koran die, en ‚Zeichnung. 5 9b nodsiws DRSJUUER, Sriuchan ist ‚dem. ge wöhslichä ähnlich ge- 410 auchnas: aber ziemlich: blass, ‚Beide MARIAN sind einander sr Iaiy „in der; Grösse fast ganz ‚gleich. Hanke erd ram sous mob Iu, Diesen,‚sehn seltene,Vogel herahpt Kantate = — Alfred ol „a Brehm; ‚erlegte ein, einjähriges; Männchen ‚am ‚4::April 1848 in bs „Kordofan ‚(13° n.,Br,), ‚ein. junges Männchen im ‚Oktober und ein ‚ „Junges. Weibchen am... November ‚184% in Nubien ‚welche der Herr, Dr. Freiherr ; von ‚Müller,.der. Sammlung. Brehm’s einzuver-
7
leiben die Güte hatte. Trotz dem sehr südlichen Aufenthaltsorte dieses Falken wurde er doch schon mehrere Male .bei Renthen- dorf geschosserr, das alte Männchen der Sammlung am 20. Fe- bruar 1820 am Friessnitzer See, und 3 Weibchen zu anderer Zeit; "ja im Frühjahre 1847 brütete ein Paar 1%, Stunde von hier, von welchem Brehm das alte Weibchen und ein Junges im Dunenkleide erhielt. £
In dieser ungemein’ Ankilen Verbreitung des Thurmfalken liegt etwas Wunderbares.
7. a) Cerchneis cenchrs; \äschbläugraue "hintere Schwungfedern.
b) — megarhynchos, Brm., dem vorhergehenden ähnlich, mit sllaun ., .„öthlichen, hinepmsSchyungiedenminiimugzoe ide e — " tinmunculoides, mit „längern Flügeln, a längerem
Schwanze und kleinerem Schnabel. wonıhlondoo0Tnas ist" in’ Deutschland, 7 b. in Griechenland , m c: auf der ->s sollüläsel Argo''des'rothen Meeres geschossen. | rg 2
"Brehm behält sich vor, ’diesen Vogel künftig RIO beschreiben.
ib Non dem Röthfussfalken | Erythropws , Brm., era nur‘? Stück, aber 3’sehr gut unterschiedene‘ a. nämlich:
Bu a) Erythropus' vespertinus,'der grösste, ioie fü
En) zer NREERe der’ schönste, TE ZEN BELLE,
iy BAnihren Ben minor, ‘der ‘kleinste und zwar- so ‚rich, dass’ inan ihn
„od nik aueh tals Fe aufstellen‘ kann." Denm sein Weibchen ist’ viel
kleiner, als das Männchen von‘ BErythr. vespertinus ; 1 1 Stück‘ "von
ai door var und 2) Stück von’'t c. sind in Deutschland, '3 von ta. in
2ig0lo "Ungarn 'und' nem von 1 a ‘in h Galizien erlegt. Be über
lies sie künftig mehr. ' ben Karte ""Renthendort, en September 1899. ar ! ) Tell ar KurFE gl da bo . BR: Yalsth aan 1% beoslieed ale
tnaceisa "ab HiiadT
‚Die F Tom folgt.)
gHiWwoR2
Si ars
de Horrd 1 ba salaad ui H orte, Feihbriweng: -
han Snssfien
15 DIN TOBINDBF. 1073 1oV I10n1 . Bl 13
nA IR} Flag 13 HOILNHDIZAR 153 1191 N Hide. st 319791
stoalslasinnnslibi den Ni ı$ PSLLI Siena
{ dich inötoloa beobira ab eat erh JS ende ph nneereueree 02 Ib yıabrn BR nee bg ara ne rd tor Dre road Tree a mi JeuaeheoaeN Mee neueren
ira ebisbladhml usdlslars ddr Hier V ‚AL insanurr real
starb N rag sbeteunwilaf Berichte und Anzeigen. WEHRT UN.) u F
dallndnnsbnänsgtstltorinsh nd Rohren
Die Expeaitionei"aeh WröRheerHr. v müner markt lage } ‚näch Afrika.“ susesestht - a)
isiil- bet sanswla.
‚oh Es wurde hereils; in; dei Karlerchign zu ‚den! trefflichen ‚Beobachtungen pa jungen Brehm (S. 54)..der, Reisen. des, Freiherrw.Dr, y.:Müller ge- dacht, ‚Die; Bedeutung , „welche :.diese ‚mit;seltener ‚(Grossartigkeitsaüsge- staltele,,„mit,;Eifer, Talent und ‚Geschick ‚geleitete ‚Expedition: auchfür die europäische ‚Ornithologie. gewonnen; hat,und),noch'.gewinnen wird; macht an sich eine kurze Besprechung ‚des ‚fraglichen..Gegenslandes, wünschens- werth; die weitumfassenden Pläne und.die,.hochherzigen Absichten, welche den ‚Baron. Müller, .bei ‚der, Ausrüstung zu ‚einexdritten-noch grössern Expedition, durch ‚Central-Afrika, leiten, ‚maachen aan ‚Besprechung im In- teresse ‚der Wissenschaft, zur, Nothwendigkeit. 11 «4b. -1s oniohl
ii „„Leider, hat der, im jeder: Beziehung, aierernde erne inoch nicht die ‚nöthige Zeit und,.Musse finden; können, um;das reiche,ornithologische Material zu sichten und zu ordnen, und es muss- ‚desshalb; ‚eine ausführ- liche Darlegung der bedeutenden Resultate, ÖR, „das nächste, Heft, vorbe- halten bleiben;«während wir jetzt nur auf eine allgemeine Uebersicht be- schränkt sind, geworinen durch Autopsie eines Theils der Ausbeute, sowie durch mündliche und schriftliche “Miltheilungen , mit welchen dieser lie- benswürdige Naturforscher Referenten beehrt und erfreut hat. Davon aber sind wir nach Allem fest überzeugt, dass den Naturwissenschaften, und vorzugsweise der Ornithologie, in dem noch so jungen Gelehrten ein „neuer Stern“ aufgegangen ist!
Baron Müller hatte nach Renthendorf, wohin Prof. Naumann und Re- ferent mit ihm zu einem längst beabsichtigten Besuche Brehm’s (zu Anfang August d. J.) reisten, einen Theil der Ausbeute seiner zweiten afrikani- schen Reise mitgebracht. Ich werde niemals jene acht genussreichen Tage
79
in dem: gasifreundlichen; Pfarrhause. vergessen, jenes Auspacken , Ordnen, Vergleichen, Bestimmen. der seltenen, ‚gut. präparirten Bälge! „Jene Freude der beiden » Altmeister , ‚wenn; sie Neues. erblickien,, oder, ihre, Hypothesen jetzt\durch ‚Thätsachen -befesligt, ‚jetzt. .beseitigt fanden. . ‘Dazu ‚hätte zum Vergleich keine bessere ‚Sammlung . europäischer Vögel ‚aufgefunden wer-- den: können;,; als! die. Brehm’sche, ‚deren ‚Reichthum ‚an: Species, Subspecies und‘Individuen —.oft Suiten\ von 50-80, Stücken! ‚uns., stets von Neuem in Erstaunen *) setzte. Hinsichtlich „der ıMüller'schen, Reise selbst, yer- weisen, winauf )den-aus.den Blättern der. Wiener ‚Akademie, der .Wissen- schaft! besonders« abgedruckten. ‚Bericht; und ‚bemerken, nur , ‚dass ‚sieh, die Expeditioni.den «weissen Nil. aufwärts, bis; zum ‚49,N. B;, erstreckte, und dass unter) ‚Andern :der,Baron Müller ‚den, Erste. warz;der, sämmtliche Nil- Kataraklenoin zweieigens;, dazu erbauten Barken,glücklich, durchschiffte, Leider verlor er, bei. einem Angriffe eines. feindlichen Negerstammes ‚seine werihvollen ichthyologischen, iin. ‚einigen, wahrscheinlich.,noch ‚unbekannten Seen!(zwischen) 5 und.60-B:) gemachten ‚Acquisitionen, ı, Desto, glücklicher braehte,er seine, iwie schon 'bemerkt; ‚weiche. ornithologische Ausbeute, da- von;»zw,der meuerlich..noch eine während, unseres Zusammenseins, in, Ren- thendorf:ihm angekündigte, „überalle Erwartung gut ausgefallene“ Sendung von den unter des jungen Brehm Leitung in Egyplen. zurückgebliebenen Mitgliedern. der-;Expedition, hinzugekommen ist. Wir müssen ‚uns den Katalog»\des ‚Interessanteren, aus. beiden Sendungen, für das; nächste Heft ab _daise ww ii b OY ARSTER, na daretliißih: bunt AV H32Bi3 P7 94 Ahiherk.) Eh kat nicht within) "den Eüropäischen, besonders'aber'den‘deutt 192" schenOrnitholögen) vorläufig einen Vorschlag. betreffs. dieseri,herrlichen, Samm- 190 ADB LAS sei» dePseen Kanne, Kane ÄAAn ‚RIngeROmknen, Has nugf soo und Sole: Allem ‚die Frucht einer opfervol en Arbeit von bei e em halben Jahrhundert erhalten schen’ will, beabsichtigt dieselbe’ bei einen’Lebzeit - vurlten zu Verkaufen.‘ Sicher) ist ,..dass) ser’ hierbeil) weniger auf seinen. pekuniären auro!Northeil ‚bedacht.ist: deuni, dieser ‚würde ihm rathen „| ein.,halb,Dutzend Samm- non ‚Jungen aus, dem Ganzen herzustellen, deren jede immer noch, viele Species in ° "Doubletien von Dutzenden behalten Würde. Lediglich" Im "Ihterksse der ‚Wissen. ON gehaft- will‘ er aber auf! Vereinzelingunicht' eingehen, und: lieber ‚die ganze a Br wir, ie. € a RL And eHRLIP Baus cHeh Fila da Win Candenaengerd > ande zierhälten! ’Deider‘ist für jetzt 'diese-Aussicht|erwäs/ getrühtl,i— Der ‚dei H@dniregMellerg nik Bun sehfinanwrprnrägden ich Ba zer Mad } Ne T —— VO em Iru ‚neabsıchti - "3.2 bike deshalb die Oritholän Deilhläs, er ca > "Mivtel bnd die‘Art ud Weise‘, 'wiedie“Brehin’sche | Sammlung''wo möglich. dem sb ‚odeuischei) Vaterlandeserhalten werden könhe; ‚nachzudenken; und, ihre ‚Ansichten ."ollound, Vorschläge ‚der ‚Redaktion. dieser Blätter, ee pzunelen twad öl
80
aufsparen und erwähnen 'nur \ "dass" aus’ der "Ordnung »der'Raubvögebidie ‚Familien "der Adler 'und ' Edelfalken ‘sehr bereichert" wurden. «(Haliaetos cinereus, funereus,' Aquilaminuta , fusca,' ete.'Falco \lanarius yperegri- noides , cervichlis, 'Feldeggü, Eleonorae , conecolor j arcadicus ?,Blanus melanöpterus Milo. parasiticus ‚. ete., ‚ferner ‘Vultur-auricularisy>Buboö Ascalaphus; endlich um "aus vielem Schönen; 'nur noch Etwas hervorzu- heben: 'Merops ‚persica' "und Savignyi ‚Sylvia (Cürruca) “rubricapille, (Lündbeck), Motac. lugubris, Anthus Richardi, Emberisa-striolata, «Pyrrh: githagined , 'Columba 'livia?' & aegypt.)'Otis ' Houbara ‚Cursor wisabell.y Vanell. spinos. $ gregarius, 'ele! Ibis religiosa, $ 'Anas marmorata ?'\iele: _ _ Ausserdem ein wahrscheinlich‘ neues’ 'Genüs, dem Hemipodius\inahe- stehend.’ — Auch’ für" die’ Förderung ‚der Oologie‘ ist "gesorgtio'bei «den eben angekommenen Sendung befinden sich ' unter andern die«Eieriwon Charadi.. spinosus, Himantop. rufip., ‘Anthus Richardi, Sylvia Rüppelli) Alcedo rudis, Falco parasitieus, peregrinoides? ‘und mehrere noch unbe- stinmte' ‚Species, da der Katalog vergessen worden ist. © Baron v.» Müller hat aber nicht blos gesammelt: ‘wichtiger 'als' das sind - seine trefflichen Beobachtungen. Wer'sich eitien Begriff von der minutiösen Genauigkeit derselben ‚machen will, 'der sehe’ die Proben aus s den Tagebüchern'in»denm oben erwähnten’ Berichte. nm gauliad. sadayd nagımı ; 20h; valnyu.neb 10V „Noch "grossärtiger aber sind‘ ‚die Pläne iriskenErneeee neue Expedition, deren Endziel die Anlage einer\deutscheh Koloniesm weissen Nil und die Durchwanderung Afrika’'s von dort aus nach..der. Küste von Guinea.ist.; ‚Es. wird, zu ‚dem,Ende;,.der in, Egypten, zurückge- bliebene’ "Theil oe re. prtce neue hu een Jäger,
aytır
‚ Weiterkeisen „eines“ = Theils.- der: Eiyslllen., di unter: aha Führung V. "Müllers, Vorbefeituiigen treffen‘, "während"er' selbst nach Beendigung der noch in Europa zu treffenden Einleitungen und Verhandlungen "gegen Ende :d.’ J. mit‘! neu: acquirirter. Begleitung. dorthin gehen wird. .Hoffent- lich, wird sich eine’der deutschen Grossmächte' finden; "welche: den’ edlen Doppelzweck durch kräftige Protektion der. Kolonie‘,' &te.' fördein‘ ünd die beächeidenen: Wünsche eines; Mannes: erfüllen der Sache der Wissenschaft‘ und der Menschheit von: Neuem Opfer 'zu: bringen.bereit ist, wie, sie wohl, nicht. leicht ein Privaliılann in ‚gleicher Weise‘ gebracht hat! Wahrhaftebedauernswerth. wäre es, wenn nach,fruchllosen Versuchen der Patriotismüs v. "Müller's’ sich "auch zudem Opfer»entschliessen müsste, die für Deutschland so hochwichtige Sache’ unter freinden Schutz’ %uwstellen.
81
England ‚dürfte, ,so,‚vielversprechenden Offerten mit, ;der ‚grössten; Bereit- willigkeit entgegen kommen), ‚Hoffen. wir.indess, dass, Preussen.‚die Ge- legenheit wahrnehmen wird, ‚eine, deutsche Kolonie unter Umständen zu etabliren, die nach ‚dem ‚ruhigen und, vielgebildeten Urtheile, v. Müller’s und seiner Begleiter die grössten Vortheile für Deutschland bieten würde, und wünschen wir schliesslich , ‚dem. menschenfreundlichen Forscher alles ' Glück und. besonders . ‚eine, d d werhafte Gesundheit für sein ‚edles, gross- arliges, aber freilich nicht un ONeTETRRR! Im ‚nächsten und
90 0 Diebzig, i im her 1849. .
‚1 14 vl ‚wen |
AT 4 _E. Baidamus.
Johann Andreas Naumann’s Denkmal.
Als im Herbste des Jahres 1845 die Ornithologen Deutsch- lands sich zum ersten Male in Köthen versammelten, zog es alle mächtig nach dem nahen Ziebigk, nach dem Wäldchen, welches für die Nalturwissenschaften so berühmt geworden ist. Dort ruht Naumann der Vater an dem Platze, wo er einst der Wissenschaft gelebt, unter einfachem Epheuhügel im stillen, friedlichen Schatten der Bäume, welche einst die Hand des edlen Verstorbenen gepflegt.
Was damals das Rauschen der Blätter dem still Dahin-Wandelnden zuflüsterte: „Eine spätere Zeit wird die Ruhe des Edlen stören, wenn nicht ein einfaches Denkmal davor schützt, “ das verkündet schon jetzt die Gegenwart mit greller Stimme: die Ruhe des Verstorbenen, der Friede des Lebenden wird von roher Hand/gestört!
Eine Gartenanlage und ein einfaches Denkmal wird den Fre- vel verhindern!
Auf denn, Ihr Söhne unseres Vaterlandes, auf, Ihr edlen Töchter! Gebt willigen Herzens: es gilt einem schönen, einem doppelten, wahrhaft edlen Zwecke! Mögen politische Stürme unser Vaterland durchbrausen, die Wissenschaft vereinigt und die Liebe versöhnt, was Unverstand und Hader zerrissen! Mögen Herzen und Hände sich öffnen!
Das Comit& zur Gründung eines Denkmals für Johann Andreas . Naumannn: i
Max, Prinz von Wied. Baedecker, Baldamus, Brehm, Böck,
Cabanis, B. v. Löbenstein, B. Y- Müller, E. v. Homeyer.
L. Thienemann, Zander.
Naumannia, I, 1. 6
82
Beiträge, auch die geringsten, werden Een" wird seiner Zeit darüber Rechnung abgelegt Werde) von: 3 | ER
Apotheker Baedecker in Witten a. d. Ruhr." Pfarrer Baldamus in Diebzig bei Köthen. Prediger Böck in Danzig.
- Kustos etc. Dr. Cabanis. in Berlin.
"Baron v. Loebenstein auf Lohsa, ‚bei BE
Baron v. Müller in ‚Stuttgart. og E. v. Homeyer auf Potlanger, bei Karlshöhe. ahnen Dr. L. Thienemann in Dresden. "u" wi „nis do, Pastor Zander in Barkow, bei Plau.
ap
E. v. Homeyer.
1 ie . a en wie sinn
‚hai Yy
aa wahre:
Ornithologen - Versammlung.
Die nächste Versammlung der deutschen Ornithologen wird, dem mehr- fach ausgesprochenen Wunsche gemäss, im künftigen Jahre stattfinden. Zum Versammlungsorte wurde bei der letzten Versammlung Leipzig, be- Stimmt. Ueber die Jahreszeit war man in Zweifel, indem von einer Seite her (die Pfingstwoche.— besonders auch wegen. der Universitätslehrer, die ihre Herbstferien gern zu grössern Reisen benutzen — vorgeschlagen wurde, während man’sich andrerseits für Beibehaltuug der Michaeliszeit aussprach. Das nächste. Heft, das jedenfalls zur rechten Zeit erscheinen wird, soll darüber die Festsetzung bringen, und die Redaktion erbittet sich auch -hierüber die ‚Meinung. der gechrien Mitglieder; um das Nöthige defi- nitiv mittheilen zu können. |
5
'Verzeichniss der lebenden Ornithologen.
An alle Freunde »der Ornithologie ergeht. die ergebenste Bitte, die Namen der ihnen bekannten Ornithologen, Sammler und: Händler in die- sem Zweige der Naturwissenschaft, nebst gefälliger Angabe von "Stand ünd Wohnort ete. ‚etwa: in: folgender Weise aufzuzeichnen, und entweder direkt oder durch Vermittelung der Mitglieder unseres Vereins oder der Comitd- -Mitglieder für ete,' Naumann’s Denkmal, an die Redaktion dieser Blätter zu übersenden.
NIE y sammelt Bälge (Eier etc.), hat geschrie- ben... ... schreibt... . ‚„istbei dem...... Bande.
84
Verzeichniss zut präparirter Vogel-Bälge,
welche der Äpotheiil Sehach Bade zu Melsingoer gegen die beigesetzten Preise in Hamburger Banco liefert.
147
Mk.Sch. ' i Mk. Sch, Aquila fulva, sen... ... 114] — | Larus canus juven.. . ..17112 7 albieillassen. 00» 2.1.1101 — „ teburnede!.ih.odald. ri a ER 101 — Lestris cataractes . . . A - Falco islandicus, sen . 2 46 pätasiticus REN, 12T . #..,. Juven, 3|— Thalassidroma Leachül . dla. 2,2 „ Peregrinus ig 31 — Procellaria glacialis a serie al Bande 214 Puffinus Anglorum: „uw 48 Strix nyctea . 91 — Sula alba . ee = 4 — „ tralensis an, 181 — Carbo Cormötaus. 09" gr „: Tengmalmin;'4.1..% .% Ihres nim'graculus ı\. “nel, +/ 3 :: „. brachyotos 118 „ _eristatus A 3 Corvus ’leucophaeus. v. Färö 5 I Colymbus glacialis sen. "\HSil- ZU)“ 7 RE in » „Tufogularis aest, „ 2.8 Caprimulgus europaeus — [12 9 au Picus viridis . BUN 11 — Podiceps arcticus aest. 28 Turdus viscivorus . 2 11— » hiem. 2ı— RE bee —|8 Mergus Merganser mas. 2| 8 „ merula a —|8 ii ” fem, a1 Cinelus _aquaticus O7 2... Sl »....Serrator, mas. ».......h2|— Emberiza nivalis, aestate Zar 5 fem, . 7:4442 » N m mas, 3/18 „ albellus Fi 31— fem. 2|—i] |Cygaus musieus .uoml ls dA4) 8 Anthus pratensis v. Island & Färö —!8 Anser torquatus aan Be ee 0 | m Columbia livia v. Färö .'. 1! 81] Anas Clangula mas. ey Lagopus ‚Reinhardi ‚aest. .& hiem. .| 21 — tel erh reg 2chrin Islandorum aest. & hiem. | 2) — „ _ferina EI“ Er N Ron Charadrius Hiaticula a'Grönland = 8 „ histrionica! mas, ; 7308 Strepsilas collaris . — 112 # femina ‚Der Tringa alpina ga tı— }- glacialis ’ 118 sh. marlitimasfi. ash 5 1:112; ı,warila, niit oheilssihl bir Numenius phaeopus 1/12 I mollissima mas, et 3) 8 Scolopax gallinago —!10 e 5 femina. 1 12] 8 Phalaropus hyperboreus . . . 1|-8 „ Spectabilis Er 718 5 glatvrhyafhen *) aufdsl2 lim „ 5. femina la Ardea cinerea A nz 3ı— „ böschas mas. . . . 114 Larus glaucus' sen. 21:8 Uria 'Grylle,sen., . „. 0% 118 s ” juven. . 2I— 7 „ jJuven. 1|— „ marinus sen, 2|ı— „ Troile aestate . 2|ı— s* »„ Juven. . 18 a „ hieme A 1/8 „» leucopterus sen. - . 21 — ö „ var. maculata 4 — » fuscus sen. 2ı — „ Ringvia . 41 — . „ Juven. a 1| 4 Alle aestate 118 „ argentatus sen. ... 114 Alca Torda aestate . 21 „ r juven . . 1|— » hieme . 118 „ canus sen. 1/— | Mormon fratereula . 1) 8
>
NAUMANNIA,
Archiv
' vorzugsweise Europas.
Organ des deutschen Ornithologen -Vereins, unter Mitwirkung vieler Ornithologen i
herausgegeben von
Eduard Baldamus.
Preis des Bandes ä 4 Hefte zu 6—8 Bogen Thlr. 2. 20 Ngr.
Stuttgart, 1850.
Druck der Königl. Hofbuchdruckerei Zu Guttenberg. (3. W. v. Müller.)
10.
14, 12.
13.
*
Inhaltsverzeichniss.
1.
Seine Das Vorkommen seltener europäischer Vögel in Anhalt. Von Prof. -Dr. J. F. Naumann. (Fortsetzung) . . a Der Aufenthalt und Zug der Vögel vom h; Aneul 1848 an. Von Chr. L. Brehm .. 23 Die Unter-Renthendorfer Teiche u die Schifsingerjagd auf dekrsen. Von Chr. L. Brehm. . .. a Da a a Ueber Rupicola aurantia, Cuv. Von R. en ambarekı EPREEENRN Ueber Abweichungen einiger Vögel in Bezug auf Nestbau, Grösse ne Farbenzeichnung der Eier. Von W. Pässler . . . 2. ....0.838
Beitrag zur Naturgeschichte des europäischen Kukuks. Von G. H. Kunz 51 Eine ornitholog. Excursion nach der Insel Pöl. Von H.D.F. Zander 53
. Beobachtungen über Zug- und Strichzeit in Süddeutschland vorkom-
mender Vögel. Von Th. Heuglin up Dh Be a ARTE
Das Genus Calidris, Il. Von Chr. L. Brehm FESTER N or
Beiträge zur Naturgeschichte einiger dem Süd-Osten Kisnhite ange-
hörenden Vögel. Von E. Baldamus, «(Fortsetzung.) . . . . ...70 II. -
Zur Bibliographie der europäischen Omis . . 2. 2 202020..89 III.
INGRIEON: iz a Eee Karen Si ER, IV.
Beksnalsischungen . ms ae Nena er er AS
I.
Das Vorkommen: seltener europäischer Vögel in unserm Anhalt.
Von.
Prof. Dr. J. F. Naumann.
Sylvia philomela, Bechst. (Lusciola philomela, Keys. & Blas.) Der Sprosser, Sprossersänger, die Sprossernachti- gall.— Dieser berühmte Sänger ,: der als solcher in mehr als einer Hinsicht unsere gewöhnliche Nachtigall übertrifft, ist ein östlicher Vogel, daher in Polen und Ungarn in vielen Strichen häufiger ' als. diese, kommt. von dort hin und wieder auch über die östlichen und südöstlichen Grenzen Deutschlands, aber nur äusserst selten bis zu uns.‘ In einem. der ‚unerhört nassen ‚Jahre 4770—72 erfreute sich mein: Vater eines nisten- den Pärchens in unserm Busche, der damals fast ganz unter Wasser stand; es kam aber, ungeachtet es’ glücklich Junge ausgebracht, im nächsten Jahr nicht wieder. — Vor 'etwa 40 Jahren traf mein jüngster Bruder in einem Weidenhäger ; an der Elbe bei Klieken ein Pärchen an und be- obachtete es so lange, bis: wir hoffen durften, ‘Nest und Eier zu finden, doch blieb unser gemeinschaftliches sorgfältiges Suchen darnach vergeblich, bis endlich ein. Steigen ‘des Stromes''jenen Häger unter Wasser urfd unserm fernern Suchen ein Ziel setzte; ‘denn das interessante Vogelpaar schien durch‘ die Ueberschwemmung gänzlich aus der Gegend vertrieben und wurde nirgends mehr bemerkt. — Am 3. Mai 1843 liess ‘sich: in meinem, mit Gräben und Teichen umgebenen, buschreichen Garten in kurzen Pausen abwechselnd einer dieser herrlichen Sänger hören, wurde jedoch von den’ beiden Nachtigallpärchen, die im Garten Stand genommen, den ganzen Tag über unablässig und so heftig 'angefeindet, gejagt und beim Schlagen gestört, dass er am Abend: desselben Tags‘ schon den Platz
räumte ‘und indem er noch einige kurze Strophen 'seines ; kräfligen Liedes, - Naumannia. 12 1
) / wie zum Abschiede, hören liess, senkrecht aufstieg und in den Nacht- lüften verschwand, um nicht wiederzukehren. — Auf diese drei Beispiele beschränkt sich Alles, was wir über diese Vogelart in Anhalt beobachten konnten.
Sylvia (Curruca) nisoria. Die Sperber-Grasmücke,— Diese Art verdient. in unserer Liste keineswegs als Seltenheit, sondern im Gegentheil bei uns zufällig sehr häufig, einer Erwähnung, weil namentlich in gar vielen Gegenden Deutschlands dieselbe für einen seltenen Vogel gehalten wird und deshalb von Manchem bezweifelt worden, was ich in meiner Naturgesch. d..Vög. Deutschl. 1. S. 434 u. f. aus eigener Er- fahrung über den Aufenthalt dieser Art mitgetheilt habe. Ich wiederhole daher bloss die Versicherung, dass es damit heute noch ebenso ist, wie im- Jahr 1822 oder früher. Die herrlichen Laubholzwaldungen von ge- mischten Holzarten, mit ihrem vielarligen Unterholz und Dorngesträuche, deren sich unsere Elbauen erfreuen, enthalten jährlich in jedem Sommer so viele Vögel dieser Art, dass sie, wenigstens strichweise, dort die häufigste Grasmücke nach der Dorngrasmücke ($. cinerea) ist und mindestens in gleicher Zahl mit der Mönchgrasmücke ($. atricapilla) dort auftritt.
Sylvia(Calamoherpe)cariceti mihi.Der Seggenrohrsängern. — Diess niedliche Vögelchen ist, seitdem ich jenes, inmeiner Naturgesch.d. Vög.Deutschl. Il. S. 675 u. f. niederschrieb, um Vieles seltener in Anhalt geworden, weil seine liebsten Aufenthaltsorte in unseren Brüchen durch Ablassen des Wassers auf grossen Flächen in nutzbare Wiesen: umge- wandelt und damit auch jene Seggenkufen grösstentheils verschwunden sind. "An Stellen, wo ehemals der fertige Flugschülze in der Frühlings- zugzeit, beim Aufscheuchen: aus jenen Kufen, binnen: einer Stunde’ seine 5 bis 6 Stück dieser Rohrsänger zu erlegen vermochte, wird er sich jetzt vergeblich nach solchen Vögeln umsehen. ' Nur an wenigen wasserhalligen Stellen jener Sumpfgegenden kommt er noch einzeln vor.
Sylvia (Calamoherpe) aquatica. DerBinsenrohrsänger. — Viel seltener für Deutschland ist diese südlichere Art, der vorigen ge- genüber. ‘Uns kam sie in dem langen Zeitraum unsers Sammelns nur einige wenige Mal hier in Anhalt: vor, auch an Orlen, ' wo wir. die vorige nicht angetroffen haben. Dass sie zuweilen auch bei uns .nisten sollte, ist uns unerhört; ‚wir selbst haben, bei ununterbrochener Aufmerk- samkeit auf die Arten dieser interessanten Sängerfamilie, wenigstens, nie- mals Etwas davon entdecken können.
Man hat in neuerer Zeit diese Art mit.der vorigen für identisch
B)
ansehen und sie ihr als Vogel im Herbstkleide zuzählen wollen, was aber‘ allein schon sein Vorkommen in ‘diesem gelben Kleide zu Anfang des Juni widerlegt, wo wir damals gerade das am höchsten in Gelb gefärbte Exemplar unserer Sammlung im hohen Grase der Heuwiesen erleg- ten. — Auch bleibt mir unvergesslich, dass mein seliger Vater, welcher einst, während er dem ihn höchst anziehenden, heuschreckenarlig schwirren- den Gesange nachschlich, ein singendes Männchen dieser Art erlegle; daher aber um desto mehr erstaunte, als wir später unter diesem merk- würdigsten aller Vogelgesänge immer nur die damals viel häufigere S.loeustella erlegten. Der Gesang von S. aquatica muss demnach dem der S. locustella sehr ähnlich sein, während der des S. eariceti auf keine Weise und im Entferntesten nieht mit dem Schwirren einer Heuschrecke verglichen werden kann. |
Sylvia (Calamoherpe) fluviatilis. Der Flussrohrsänger. — Auch diese südliche oder südöstliche Art ist nur bei Wien öfter, von da bis in die Mitte von Deutschland aber bloss in einigen wenigen "Exemplaren vorgekommen, von mir selbst aber nur ein einziges Mal (am 20. Mai 1811) in meinem eigenen Busche 'angetroffen und erlegt worden. Wir "haben 'seitdem diesen seltenen Vogel niemals wieder in Anhalt bemerkt.
Sylvia (Calamoherpe) locustella. Der Buschrohrsänger. — Im Jahre 1808 lernte ich diesen Vogel zuerst kennen. Seitdem kamen Jahre, wo man fast in jedem einzelne dieser wunderlichen Sänger hörte; dagegen vernahmen wir wieder in mehreren Jahren nach einander auch nicht einen, und so ging es abwechselnd fort bis in die neueste Zeit (etwa seit 10 Jahren), in welcher ich von durchziehenden gar keinen hier vernommen, ‘und meine Brüder, näher den sonstigen Nistorten wohnend, kaum einzelne gehört zu haben sich erinnern. Eine auch nur der Wahr- scheinlichkeit nahe liegende Ursache zu solcher Verminderung vermögen wir nicht zu ermilteln. Demnach müssen wir jetzt diesen Vogel in Bezug auf Anhalt zu den seltenen zählen.
Sawicola rubicola. Der schwarzkehlige Wiesen- schmät zer. — Für Anhalt werden wir diesen netten Vogel immer als einen seltenen betrachten müssen, da zwischen dem Erscheinen einzelner oft mehrere Jahre verstrichen, in denen man nicht einen bemerkte. Indessen fand er sich bei üns zuweilen auch sogar nistend, diess immer in jungen (beiläufig schlecht bestandenen) Kiefernansaaten von 2 bis 3 Fuss Höhe, in den Gegenden nahe der Elbe, diess- und jenseits, und in Lagen, wo
sich. solchem jungen Nadelholzanwuchs ausgedehnte Weideplätze, mit 1*
4
einzelnen Laubholzbäumen bestanden, Jlichter Wald ‚oder Wealdblössen anschlossen; dagegen möchte man diese Vögel in solchen Kiefernansaaten, welche in weiten Strichen' von beackerten Feldfluren umgeben sind, über- haupt zu frei oder bloss aus todten Sandflächen sich erheben, vergeblich suchen. — Im südlichen Ungarn, wo ich ihn auf dem Herbstzuge häufig antraf , ‚bewohnt ‚er im Frühling und, Sommer. vorzüglich ‚solche: Striche der grünen Steppen, auf welchen viel Attich (Sambucus.ebulüs), wilder Spargel, . wilder Hanf, Nesseln, Amaranth (Amaranthus ‚hybridus) und andere 2—3 Fuss hohe, stärkere Pflanzen sich ‚über. die Grüser: und niederen Kräuler ‚erheben, ‚auf deren höchsten Spitzen man ihn meistens schon von Weitem sich schaukeln und nach Insecten umschauen sieht. Dort harmo- niren seine; Wohnorte, fast in Allem mit denen des ihm nahe verwandten braunkehligen -Wiesenschmätzers, Sazicola rubeira, was wir hier in Anhalt nicht so fanden. | ni
Cinclus aquaticus. Der Wasserschwätzer..—. Als ein Bewohner der Gebirgswasser hat, sich dieser‘ muntere. Vogel niemals in die Ebenen Anhalts verflogen. Dass er im Zerbstischen.. an. der obern Nuthe ein oder ein paar Mal gesehen worden, und dann an der Selke,;und andern kleinen Gewässern in Ober-Herzogihum Bern- burg, aber sehr selten, bemerkt worden, ist Alles was wir von seinem Vorkommen bei uns erfahren haben. ?
Parus cyaneus.. Die Lasur-Meise. — Nur höchst: selten mag sich ein dieser nordöstlichen Art angehöriges Individuum nach Deutschland oder bis diesseils dessen nördlichen und ‚östlichen Grenzen verfliegen, obschon viel öfter solches unbemerkt bleiben mag, theils wegen unbedeutender Grösse ‚des Vogels, theils ‚wegen ‚grosser Aehnlichkeit mit unserer bekannten Blaumeise.. Nur ein einziges Mal. hat man ein. Pär- chen dieser schönen Fremdlinge, eine Kopfweidenpflanzung durchstreichend, bei uns gesehen, aber unseres Wissens in Anhalt noch ‚keinen ‚erlegt.
Alauda alpesiris. Die Alpen-Lerche. — Auch dieser nordöst- liche Fremdling (durch ganz Sibirien und auch indem Norden‘ von Amerika zu Hause) verirrt sich nur äusserst ‚selten. ein Mal und zwar nur in. schneereichen Wintern zu uns. Für Anhalt: ist mir nur ‚ein Beispiel der Arı bekannt, wo mein Freund Giebelhausen aus Zerbst in einer Gegend des Zerbsterlandes einen, solchen. auf;dem Schnee an der Landstrasse antraf und ihn ‚erlegte, ‘um ihn. seiner hübschen Vogel- sammlung, einzuverleiben. ‚ish
Emberiza hortulana. Der Garten-Ammer, ‚oder Orto- lan. — . Das Vokommen dieser Art ist im. Ganzen; so. unbestimmt ,: so
x
d
räthselhaft, nicht allein für unser Anhalt, sondern auch fast für alle Gegenden Deutschlands, dass es beidem so häufigen als unerwarteten Wechseln seines Aufenthalts bis jetzt unmöglich blieb, wenn auch nur mil’ einiger Wahrscheinlichkeit, die Ursachen hiervon zu ergründen. Ob-. gleich eigentlich keine Seltenheit, bleibt er solches doch für manche Striche oft: viele Jahre nach einander, erscheint dann „wieder ein Mal in einem dazwischen liegenden Jahr, um im nächstfolgenden abermals wie ver- schwunden zu sein, "und so verstrichen meistens viele Wanderperioden, ehe sich wieder ein Mal ein Ortolan, wenn auch bloss auf dem Durchzuge begriffen, bei uns blicken liess. , Ehemals, noch in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, stellte man hier in Anhalt sogar noch Heerde für den Fang dieses, namentlich den Leckermäulern bekannten Vogels, wie diess auch jetzt noch in einigen Gegenden Deutschlands (z. B. bei Dresden, in der Lausitz, oder sonst in der Nähe volkreicher Städte) geschieht, dieser Fang aber allenthalben ganz ähnliche Bemer- ‚kungen hervorruft; weil aber, in Bezug auf manche Oertlichkeit, doch auch Jahre mitunterlaufen, wo der Fang nicht so ganz unergiebig sein mag; so wird er aus Gewohnheit oder Liebhaberei hin und wieder noch alljährlich betrieben, ‘während er in Anhalt längst schon der Vergessenheit anheim gefallen ist. — In dem langen Zeitraum unsers Sammelns haben wir diesen Vogel nur zwei Mal hier gehabt und erlegt, in dem einen Jahr (etwa um 1830) hat er bei Kleinzerbst und. ebenso bei Cöthen sogar: gebrütet, und im Frühling des nächstfolgenden sang ein Männchen ‚in meinem Garten, war aber am folgenden Tage wieder verschwunden; seitdem ist jedoch der Ortolan von uns hier nirgends wieder bemerkt worden. — Im Jahr 1835 sah ich diesen Vogel an den Strassen zwischen - Potsdam, Charlottenburg und Berlin in der That fast überall, während wir damals in hiesiger Gegend nicht einen einzigen bemerkten. Vögel der Art, mit Nestern und Eiern, erhielt ich vor mehreren Jahren aus der Nähe von Paderborn, in Westphalen, wo er damals ge- rade auch häufig war, ob jetzt noch? weiss ich nicht. — Das häufige Verwechseln dieser Art im Jugend - oder Herbtskleide (die Doppelmauser ° gibt nämlich auch dem alten Ortolan ein dem Frühlingskleide wenig ähnelndes Herbstkleid) mit den Jungen und Weibchen des Rohrammers, was Unerfahrenen leicht begegnen kann, kommt freilich auch noch dazu, die Unsicherheit über das Auftreten des wahren Ortolans zu vermehren, doch kann solches im Frühjahr nicht so leicht vorkommen, weil er in seinem Frühlingskleide eher einem weiblichen Goldammer als dem Rohrammer ähnelt, doch entfernt genug, um nicht so leicht mit jenem verwechselt zu werden.
6
Emberiza lapponica. Der Lerchen - Spornammer. — Dieser Vogel, ein Bewohner des hohen Nordens von Europaund Asien, kommt bisweilen im Spätherbst, aber nur sehr einzeln, bis zu uns, und ist dann noch am öftesten mit den letzten Lerchen unter dem Nacht- netze hier gefangen worden, so dass: ich selbst ihn ein paar Mal lebend, für längere Zeit erhalten konnte, Einige Mal habe ich auch einzelne im Winter ‚auf. dem Schnee an den Landstrassen zwischen vereinzelt zurück- gebliebenen Feldlerchen geschossen. Demungeachtet darf er für Anhalt immer eine seltene Erscheinung genannt werden.
Lozia pytiopsittacus. Der Kiefern-Kreuzschnabel,,— Weil dieser Vogel waldreiche Gebirge, ja. fast ausschliessend Nadel- waldungen bewohnt und sich noch viel seltener” als sein naher Verwandter, der Fichten-Kreuzschnabel, L.curvirosira, aus ihnen. heraus wagt, so haben wir ihn auch in unserm ebenen Anhalt niemals angetroffen, — obgleich er auf dem Harz, in Thüringen und anderwärts gar nicht selten ist.
Pyrrhula enucleator. DerFichten-Gimpel.— Eine grosse Seltenheit ist das Erscheinen dieses slaltlichen Vogels bei uns. In meiner Naturgesch. d. Vög. Deutschl, IV. S. 410 u. f. ist bereits die un- erhörte Thatsache berichtet, wie 1786 ein Pärchen in meinem Wäldchen zu brüten begann, auch dass später einige bei Dessau in den Dohnen gefangen worden sein sollen. Seitdem scheint keiner dieser Vögel, mehr in Anhalt vorgekommen zu sein.
Pyrrhula rosea. Der Rosen-Gimpel.. Dieser schöne Vogel ist in Sibirien zu Hause und verirrt sich höchst selten bis auf deutschen Boden. Was wir seines Vorkommens in Anhalt. wegen von ihm wissen, bleibt bis heute noch auf das beschränkt, was in meiner Naturgesch. d. Vög: Deutschl. IV S. 430 in der Anmerkung mitgetheilt worden.
Fringilla nivalis. Der Schneefink. — Ein: Gebirgsvogel, bewohnt diese Art die Alpen der Schweiz, Salzburgs, Tirols, die Pyrenäen und andere-hohe Gebirge, zunächst . der Schneeregion, und soll von seinen Höhen ‚dort nie in. die Ebene herabkommen. Er ist aber auch in den fernen Gebirgen Asiens, ostwärls von uns, und auf dem Ural heimisch, und von dort mag er sich zuweilen im: Spätherbste und Winter bis in unsere Ebenen verfliegen, wovon ein paar Beispiele in meiner Naturgesch. d. Vög. V.$. &u. f. mitgetheilt sind. Jedenfalls gehört das Erscheinen dieses Vogels für Anhalt unter .die grössten ornilhologischen Seltenheiten. |
Fringilla montium, Der Berg-Hänfling. — Dieser hoch-
rs 4
nordische Vogel kommt auf seinen Wanderungen nach einem mildern Klima nicht bloss einzeln, sondern zuweilen auch in kleinen Gesellschaften bis zu uns; wo er sich dann meistens auf freien Feldern herumtreibt und die Vereinzelten sich gern zu den Flügen von gemeinen Hänflingen schlagen. Wir haben ihn zwar mehrmals erlegt, ‘auch lebende besessen, müssen ihn aber dennoch für Anhalt immer unter die seltenern Vögel zählen. Picus leuconotus. Der Weiss-Speeht. — Mit Bestimmtheit erinnern wir uns nur eines Vogels dieser Art, die dem''Nordosten ange- hört, im’ Walde auf einem Holzschlage, die Reihen der aufgekläfterten Holzstösse durchsuchend, angetroffen zu haben. ' Dagegen wurde, eben- falls vor längerer Zeit, auch einmal
Picus tridactylus, der.Dreizehen-Specht, — ein Lands- mann von jenem, in einer unserer Muldegegenden von einer Eiche herab- geschossen. Beide Spechtarten gehören für Anhalt: zu..den seltensten der Gattung.
Pterocles arenarius: Das Sand-Flughuhn. — Von dieser dem: fernen Süden und Südosten angehörenden Vogelart wurde bekanntlich am 21. August 1801 ein schönes Männchen nahe bei meinem Wohnorte erlegt, als das erste und bisher einzige Exemplar dieser Art, was in Anhalt oder überhaupt in Deutschland vorgekommen, weshalb dieses merkwürdige Stick auch heute noch unserm Herzogl. ornitholog. Museum zur besondern Zierde gereichen dürfte. — Nicht einmal von Ober- italien, Dalmatien und Ungarn ist ein Vorkommen der Art bekannt und selbst in Griechenland dieses Mittelgeschöpf zwischen Taube und Huhn nur einzeln bemerkt worden. Es'berührt, aus seiner wahren Heimath (dem nächstgelegenen Asien und Afrika) kommend, in der Regel überhaupt nur die südlichsten Enden unsers Erdtheils und noch dazu nirgends in bedeutender Anzahl.
Otis tetrax. "Der Zwerg-Trappe. — Dieser kleine, hübsche Trappe ist eigentlich bloss in den südlichen und östlichen Theilen Europas heimisch,' von wo er seine Wohnsitze in die angrenzenden Theile Asiens und Afrikas, in weite Ferne hin, ausdehnt. Ein ächter Steppenbe- wohner, findet er sich am häufigsten auf jenen unabsehbaren,) grössten- theils ebenen, baumlosen, grünen, nur mit Gräsern und niederen Kräutern bedeckten Flächen, Steppen genannt, im südlichen europäischen und ‚asiatischen Russland, ist häufig bei Ascania nova'in Taurien; in der Türkei, Griechenland, Unteritalien, Spanien, weniger häufig in Südfrankreich, Mittelitalien und Südunßarn. Nach Deutsch-
8
land kommt er nur als einzeln Verirrter, ist jedoch bis in dessen nörd- liche Hälfte schon in vielen Gegenden einzeln als seltener. Fremdling er- legt worden. Es liesse sich hiervon eine ganze Reihe von Beispielen aufzählen, aber es blieb: dabei zu verwundern, dass mit: Ausnahme eines einzigen (1804 bei Darmstadt erlegten) alten Männchens: allent- halben nur Weibchen geschossen sein sollten; dies brachte mich auf die Vermuthung,, dass bei den allermeisten dieser Erlegten die Angabe des Geschlechts nicht auf anatomischer Prüfung beruht haben, sondern in der täuschenden Aehnlichkeit des Gefieders zwischen: den; alten Weibchen und jungen Männchen (durch Unterlassen jener) zu suchen sein möchte. Diese Vermuthung wurde mir zur Gewissheit, als bei den erst neuerlich in Anhalt erlegten beiden Exemplaren (das eine den 28. November 1843 bei CGöthen, das andere Mitte November. 1846 bei Neken) durch die Section sich mir unverkennbar ergab, dass beide Männchen waren , nämlich junge Männchen ihrem ‚ersten. Lebens- herbste, bei denen sich das Verirren, wegen Mangel an Erfahrung, be- greiflicherweise. viel leichter zutragen kann, als bei den klügeren Alten. Wie es scheint sind ältere Männchen 'auch- schlauer als gleich alte Weibchen; denn das erwähnte Darmstädter ist auch noch nicht über 2 Jahre alt, was sein lange noch nicht 'so ausgebildeter Halsschmuck be- weist, wie wir diesen an den beiden Prachtstücken im Herzogl. ornitholog. Museum zu Cöthen bewundern müssen, die‘ aus Ascania nova gesendet wurden (unter !/g Dutzend Bälgen von alten Männchen ausgewählt werden konnten) und: vom Meister C. G. Irmer aus Rosslau unüber- trefflich gestopft, wohl keine geringe Zierde dieser Sammlung sein dürften, denen sich das bei Cöthen erlegte junge Männchen:und ein altes Weibchen anreihet, welches im südlichen Ungarn über den Eiern gefangen worden war, mit denen ich es 1835 von dort mitbrachte ; folglich fehlt dieser vollständigen Reihenfolge unserer 'vaterländischen: Sammlung bloss noch ein Junges im Dunenkleide. ” Totanusstagnatilis. Der Teich-Wasserläufer. 2 Wehe
scheinlich hat sich diese bei uns so sehr seltene‘ Schnepfenart: in früheren Zeiten, wo an Entwässerung unserer Brüche noch kaum gedacht wurde, in einzelnen Paaren hier sogar fortgepflanzt, da selbst noch im vorletzten Decennium, wo schon durch forigesetztes Ableiten, von Jahr zu Jahr das Wasser sehr bedeutend vermindert worden, einige Mal ein gepaartes Pärchen : von meinem. mittleren Bruder. in dem Bruche bei Wulfen; Diebzig und Micheln angetroffen wurde, welches vielleicht eines der früher alljährlich hiefher zurückkehrenden und $0 an diese‘ ‘Gegend
9
gewöhnt war, dass es dieselbe, ‘auch in ihrem bereits sehr veränderten Zustande; aufzugeben sich nicht entschliessen komte. Ein Mal schoss er das Weibchen, das aber leider mitten in den tiefsten Sumpf fiel und da nicht aufgefunden werden konnte. Im folgenden Jahre war wieder ein Paar solcher Vögel dort, und 4835 halten sie wirklich Junge dort ausge- bracht, die min Bruder an einer ganz unbedeutenden, doch der einzigen Wasserfläche oder vielmehr Wasserpfütze, die nach der anhaltenden Dürre des Sommers von diesen weitschichligen Sümpfen übrig geblieben war, antraf und am 26. Juni jenes Jahres einen davon erlegte; da aber dieser wenig - über halbwüchsig und’ eben ‘erst flugbar geworden , schonte er den andern, begab sich aber 12 Tage nachher (am 11. Juli) wieder dahin, um ‘diesen nunmehr ziemlich erwachsenen Jungen ebenfalls zu erlegen. Diese Brut $chien wie bei andern Schnepfenvögeln aus 3 bis 4 Jungen bestanden zu haben. — Diess sind die einzigen uns bekannten Beispiele vom Vorkommen dieses. seltenen Vogels in Anhalt. Er gehört dem Südosten Europas. an, scheint aber’ nirgends in bedeutender Anzahl vorzukommen, ist schon _ in»Ungarn nicht häufig, so dass ich auf meiner Reise durch dieses für den Ornithologen so sehr interessante Land dort nur ein paar Mal kleine Flüge von ihm sah, kommt aber von dort einzeln‘ bis. in’s ‘südliche Deutschland, aber äusserst selten’ bis in dessen Mitte, und noch viel seltener bis zu uns.
Hypsibates himantopus. Der grauschwänzige Stelzen- läufer. — Bekanntlich ein sonderbar gestalteter, seiner ungemein langen, dünnen Beine wegen höchst merkwürdiger Vogel, welcher einem wärmern Klima angehört,: daher sich nicht oft bis in’s südliche, und noch weit seltener bis in’s: nördliche Deutschland verfliegt. Während er an den grossen Seen im Männsfeldischen mehrmals, obschon in Zwischen- räumen von mehreren oder vielen Jahren, sogar manchmal nicht ganz einzeln, vorgekommen, haben wir ihn hier in Anhalt diesseits der Elbe doch nur ein Mal ‚erlegt; "dagegen wurden im August des Jahres 1825 an dem grossen Teiche bei Badetz, jenseits, aber nahe der Elbe, ein altes Paar und drei Tage später auch‘ ein völlig erwachsener junger Vogel, alle drei vielleicht ‘zu ‘einer Familie gehörend, geschossen; ob jedoch letzterer dort oder in der Nähe ausgebrütet worden, war nicht zuer- gründen, auch eben nicht wahrscheinlich.
Phalaropus angustirostris (Ph. hyjpenböreus) Der ee schnäblige Wassertreter. — Dieses dem höchsten Norden der alten Welt -angehörende zarte Vögelchen verirrt: sich. sehr selten'bis zu‘ uns, und wenn es geschah; so waren es auch immer nur (unerfahrene) junge
%
10
Vögel, in Gesellschaft der kleinen nordischen Strandläuferarten. Nur ein Mal schossen wir einen solehen, im September 1801, am salzigen See im Mannsfeldischen, und 29 Jahre später kam erst wieder ein solcher dort vor. In Anhalt selbst haben wir ihn niemals bemerkt. Limicola pygmaea (Tringa platyrhyncha). Der kleine Sumpf- läufer. — Es ist schon in meiner Naturg. d.:Vög. Deutschl. VII. 8.279 bemerkt, dass dieser kleine Schnepfenvogel für Anhalt eine seltene Er- scheinung bleibe, und damit steht